Grand-Prix-Saison 1901

Grand-Prix-Saison 1901

In der Grand-Prix-Saison 1901 war nach dem schwachen Jahr 1900 wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen. Die Mors-Rennwagen konnten sich immer mehr gegen die Panhard & Levassor durchsetzen.

Paris–Bordeaux

Platz Fahrer Team Zeit
1 Henri Fournier Mors 6:10,44
2 Maurice Farman Panhard & Levassor + 30,31
3 Carl Voigt Panhard & Levassor + 1:04,27

Auf der 527 km langen Strecke von Paris nach Bordeaux erwies sich am 29. Mai 1901 Henri Fournier als der Schnellste. Er erreichte einen Schnitt von 85 km/h. Beim gleichen Rennen drei Jahre früher (vgl. Grand-Prix-Saison 1898) waren es noch 38 km/h gewesen).

Gordon-Bennett-Cup

Platz Fahrer Team Zeit
1 Leonce Girardot Panhard & Levassor 8:50,59
keine weiteren Fahrer klassifiziert

Die zweite Auflage des Gordon-Bennett-Cups am 29. Mai 1901 erwies sich als Flop. Was ein internationaler Leistungsvergleich sein sollte, lockte nur drei französische Teilnehmer an.

Das Rennen wurde zeitgleich auf der gleichen Strecke wie das Rennen Paris–Bordeaux ausgetragen. Nachdem Fernand Charron und Levegh ausgeschieden waren, konnte der "ewige Zweite" Leonce Girardot auch einmal einen Sieg feiern.

Paris–Berlin

Platz Fahrer Team Zeit
1 Henri Fournier Mors 15:33,06
2 Leonce Girardot Panhard & Levassor + 1:05,32
3 René de Knyff Panhard & Levassor + 1:06,56

Das Rennen Paris–Berlin vom 27. bis 29. Juni 1901 war das bislang ehrgezigste Projekt des Motorsports. Es beteiligten sich 110 Autos und 10 Motorräder am Rennen auf der 1105 km lange Strecke von Paris nach Berlin, die in drei Tagesetappen (Paris-Aachen, Aachen-Hannover, Hannover-Berlin) aufgeteilt wurde.

Es gab drei Klassen: schwere Fahrzeuge über 650 kg, leichte Autos mit einem Gewicht von 400-650 kg und Voiturettes unter 400 kg. Manche Autos in der schweren Klasse waren deutlich schwerer als 650 kg, so brachte der Mors 1300 kg auf die Waage.

Die lokale Polizei übernahm vielerorts Sicherungsaufgaben, dennoch kam es erneut zu einem tödlichen Unfall: bei Reims wurde ein kleiner Junge überfahren.


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