Gummo

Gummo
Filmdaten
Deutscher Titel Gummo
Produktionsland USA
Originalsprache englisch
Erscheinungsjahr 1997
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Harmony Korine
Drehbuch Harmony Korine
Produktion Cary Wood
Musik Randall Poster
Kamera Jean-Yves Escoffier
Schnitt Christopher Tellefsen
Besetzung
  • Jacob Reynolds: Solomon
  • Nick Sutton: Tummler
  • Lara Tosh: Girl in Car
  • Jacob Sewell: Bunny Boy
  • Darby Dougherty: Darby
  • Chloë Sevigny: Dot
  • Harmony Korine: Junge auf Couch
  • Max Perlich: Cole
  • Linda Manz: Solomons Mutter

Gummo ist ein umstrittener US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 1997.

Das Örtchen Xenia (Ohio) wurde 1974 von einem Tornado verwüstet. Dieses Ereignis lähmt die Bevölkerung und führt gerade unter Jugendlichen zu extremen Reaktionen. Unfähig, die Situation emotional zu überstehen und gelangweilt von dem sich ihnen bietenden Leben, kanalisieren sie ihre emotionale Instabilität durch Schnüffeln von Klebstoff sowie der Misshandlung von Katzen und anderer Kinder.

Auf eine Handlung im üblichen Sinn wurde verzichtet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Film verwendet verschiedenartige Aufnahmetechniken, die scheinbar zufällig eingesetzt werden. Daneben werden schockierende und provokative Szenen in einer Selbstverständlichkeit und Beiläufigkeit gezeigt, die die Verrohung und „Degeneration“ der Jugendlichen betont.

Wie in Kids, der auf einem Drehbuch von Harmony Korine beruhte, hatten die meisten Darsteller wenig oder keine Schauspielerfahrung. Chloë Sevigny entwarf für den Film ihres damaligen Freundes Korine zusätzlich die Kostüme.

Soundtrack

Die Filmmusik stammte hauptsächlich von Bands aus der Metal-Subkultur; vertreten sind unter anderem Bathory mit dem Lied Equimanthorn, Mystifier, The Electric Hellfire Club, Sleep, Absu, Burzum und Nifelheim, einige Stücke wurden exklusiv für den Film aufgenommen oder editiert.

Kritik

Gummo erntete sowohl exzellente als auch extrem schlechte Kritiken. Er wurde mit mehreren Filmpreisen ausgezeichnet, darunter dem FIPRESCI-Preis bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.

Kritiker hingegen waren der Auffassung, die Erbärmlichkeit und Tristesse würde eher ausgestellt, als dass sie zum Thema gemacht würden (Lexikon des internationalen Films). Der Film sei ein zynischer Versuch, „sozial degenerierten White trash“ vorzuführen, statt sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

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