Hans Kappertz

Hans Kappertz
Hans Kappertz

Hans Kappertz (* 1. März 1888 in Aachen; † 13. Juli 1954 ebendort) war ein deutscher Politiker (SPD).

Leben und Wirken

Nach dem Besuch der Volksschule und der Präparandie in Aachen wurde Kappertz am Lehrerseminar Cornelimünster ausgebildet. Um 1908 trat Kappertz in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ein. Ebenfalls 1908 erhielt er seine erste Lehrerstelle. Ab 1913 war Kappertz an der Volksschule der Stadt Aachen tätig. 1914 heiratete er. Von 1914 bis 1916 nahm Kappertz am Ersten Weltkrieg teil. Nach der Novemberrevolution von 1918 wurde er Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender der SPD in der Stadtverordnetenversammlung in Aachen.

Während des Ruhrkampfes wurde Kappertz wegen der Herausgabe einer Ersatzzeitung von der belgischen Besatzungsregierung zusammen mit seiner Familie für 13 Monate aus seiner Heimat ausgewiesen. Von 1930 bis 1932 saß Kappertz im Preußischen Landtag. Bei der Reichstagswahl vom Juli 1932 wurde Kappertz in den Reichstag gewählt, in dem er bis zur Wahl vom November desselben Jahres den Wahlkreis 20 (Köln-Aachen) vertrat.

Ferner war Kappertz seit seiner Gründung Mitglied des Kreis- und Bezirkslehrerrates von Aachen, Mitbegründer und langjähriges Vorstandsmitglied der Ortsgruppe des Volksschullehrervereins und der Gewerkschaft Deutscher Volksschullehrer. Außerdem war Kappertz in der kommunalpolitischen Vereinigung und der Arbeiterwohlfahrt des Regierungsbezirks Aachen sowie im Vorstand der kommunalpolitischen Vereinigung des Bezirks Oberrhein tätig.

Literatur

  • Martin Schumacher, Katharina Lübbe, Wilhelm Heinz Schröder: M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3. Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN 3-7700-5183-1. 

Weblinks


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