Harzvorland

Harzvorland

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Harz
Topografie des Harzes

Topografie des Harzes

Höchster Gipfel Brocken (1.141 m ü. NN)
Lage Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
Teil des Variszischen Gebirges (Rhenoherzynikum)
Koordinaten 51° 45′ N, 10° 38′ O51.7510.6333333333331141Koordinaten: 51° 45′ N, 10° 38′ O
Typ Mittelgebirge
Gestein Tonschiefer, Grauwacke, Granit, Flysch
Alter des Gesteins älteste Gesteine ca. 500 Millionen Jahre
Fläche 2.226 km²

Der Harz, bis ins Mittelalter Hart (= „Bergwald“) genannt, ist ein Mittelgebirge in Deutschland. Er stellt das höchste Gebirge Norddeutschlands dar und liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anteil am Harz haben im Westen die Landkreise Goslar und Osterode am Harz, im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen. Der Brocken ist mit 1.141,1 m ü. NN höchster Berg des Harzes.

Der im Harz gelegene Nationalpark Harz wurde 2006 als erster länderübergreifender Nationalpark Deutschlands aus den beiden bestehenden Nationalparks Harz (Niedersachsen) und Hochharz (Sachsen-Anhalt) gebildet.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

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Berg-Panorama, von links: Rehberg, Achtermannshöhe, Brocken, Wurmberg.
Berg-Panorama, von links: Rehberg, Achtermannshöhe, Brocken, Wurmberg.

Ausdehnung und Lage

Satellitenbild Harz
Quelle: World Wind

Das Gebirge ist 110 km lang und 30–40 km breit, bedeckt eine Fläche von 2.226 km² und reicht von Seesen (im Westen) bis zur Lutherstadt Eisleben (im Osten). Es gliedert sich in den bis zu 800 m hohen Oberharz im Nordwesten, in dem nur das Brocken-Massiv 1.100 m übersteigt, und den niedrigeren Unterharz im Osten mit Höhen bis zu 400 m, dessen Hochflächen auch agrarisch nutzbar sind. Die Landkreise im Oberharz sind Goslar und Osterode (beide Niedersachsen) und Harz (Sachsen-Anhalt), während der Unterharz auf dem Gebiet der Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz (beide Sachsen-Anhalt) liegt. Der Oberharz ist überwiegend von Fichten, der Unterharz von Mischwald bewachsen.

Die Trennlinie zwischen Ober- und Unterharz verläuft ungefähr entlang einer Linie von Wernigerode nach Bad Lauterberg, die geologisch durch Grauwacken-Gesteine auffällt. Nur an diesem Südostrand des Oberharzes, der Mittel- oder Hochharz genannt wird (Landkreise Goslar, Osterode und Harz), übersteigt das Gebirge im Brockenmassiv die Höhengrenze von 1.000 m ü. NN. Sein höchster Gipfel ist der Brocken (1.141 m), seine Nebengipfel sind im Südosten die Heinrichshöhe (1.044 m) und südwestlich der Königsberg (1.023 m). Weitere markante Erhebungen im Harz sind der Acker-Bruchberg-Höhenzug (927 m), die Achtermannshöhe (925 m) und der Wurmberg (971 m) bei Braunlage. Ganz im Osten schließt sich die Östliche Harzabdachung an (Landkreis Harz, Sachsen-Anhalt), die besonders durch das malerische Selketal geprägt ist. Der Südharz liegt teilweise im thüringischen Landkreis Nordhausen.

Gewässer

Stausee der Talsperre Wendefurth

Die Flüsse des Harzes, aufgrund der starken Niederschläge reich an Wasser, wurden schon früh angestaut. Beispiele solcher Staumauern sind als größte Talsperren die Okertalsperre und die Rappbode-Talsperre. Das klare kühle Wasser wurde aber auch schon durch die frühen Bergleute in verschiedenen Bergteichen des Oberharzer Wasserregals aufgestaut, so zum Beispiel im Oderteich.

Von den 17 Talsperren im Harz werden zwölf Flüsse gestaut. Da der Harz zu einem der regenreichsten Gebiete in Deutschland zählt, wurde die Wasserkraft schon früh genutzt. Bis heute dienen die Talsperren überwiegend der Stromerzeugung, der Trinkwassergewinnung, dem Hochwasserschutz, sowie der Niedrigwasseraufhöhung. Mit der Sösetalsperre, die von 1928 bis 1931 erbaut wurde, begann der moderne Talsperrenbau im Harz. Zu den Oberharzer Teichen gehören die ältesten noch in Betrieb befindlichen Talsperren Deutschlands.

Die größten Flüsse des Harzes sind im Norden die Innerste, die Oker, die Bode; im Osten die Wipper; sowie im Süden die Oder. Die Innerste mündet in die Leine und hat als Zuflüsse die Nette und die Grane. In die Oker münden die Flüsse Radau, Ecker und Ilse. In die Bode münden die Holtemme, in die wiederum der Zillierbach mündet, die Hassel und die Selke. Die Wipper wird von der Eine gespeist. In die Rhume münden die Söse und die Oder, in die die Sieber mündet. In die Helme münden die Zorge, die Wieda und die Uffe.

Erhebungen

Siehe Liste der Berge im Harz

Klima

Klimatisch hebt sich ein Gebirge durch geringere Temperaturen und größere Niederschläge von den Randlandschaften ab. Regelmäßige Niederschläge während des ganzen Jahres prägen den Mittelgebirgscharakter des Harzes. Regenreichen atlantischen Westwinden frei ausgesetzt, fallen auf der Luv-Seite bis zu 1.600 mm Regen im Jahr (Westharz, Oberharz, Hochharz), hingegen fallen, gebirtgstypisch, auf der Lee-Seite durchschnittlich nur 600 mm Niederschlag im Jahr (Ostharz, Unterharz, Östliche Harzabdachung).

Verkehrserschließung

Eisenbahnen

Brockenbahn auf dem Bahnhof Brocken

Der Harz wird durch die Harzer Schmalspurbahnen erschlossen, die Wernigerode, Nordhausen, Quedlinburg und den Brocken miteinander verbinden. Bis zur Grenzschließung schloss sich daran das Netz der Südharz-Eisenbahn-Gesellschaft nach Braunlage an.

Eine Reihe von Stichstrecken führte und führt zum Teil noch in den Harz, derzeit mit regelmäßigem Personenverkehr die Strecke HalberstadtBlankenburg, Quedlinburg–Thale, KlostermansfeldWippra und Berga-KelbraStolberg. Alle in Niedersachsen liegenden Stichbahnen (Innerstetalbahn, Odertalbahn) sind aufgegeben worden. Die Rübelandbahn dient derzeit nur dem Güterverkehr, der Betrieb als Museumseisenbahn ist geplant.

Rund um den Harz bilden (vom Norden im Uhrzeigersinn) die Heudeber–Danstedt–Vienenburg, die Bahnstrecke Halberstadt–Vienenburg, die Bahnstrecke Halle–Halberstadt, die Berlin-Blankenheimer Eisenbahn, die Halle-Kasseler Eisenbahn, die Südharzstrecke, die Bahnstrecke Herzberg–Seesen, die Bahnstrecke Goslar–Seesen und die Bahnstrecke Vienenburg–Goslar einen Ring.

Straßen

Harzhochstraße B 4/B 242, Höhe Braunlage

Der Harz wird im Westen von der Bundesautobahn 7 und im Süden von der Bundesautobahn 38 gestreift. Entlang des Südwestharzrandes verläuft eine vierspurige Schnellstraße (B 243) über Osterode bis Bad Lauterberg. Ferner besteht eine gut ausgebaute Bundesstraße (B 6, B 4) von Goslar nach Braunlage. Besonders das nördliche Harzvorland profitiert durch die neugebaute B 6n. Sowohl die B 4, als auch die B 6n sind großenteils autobahnähnlich ausgebaut. Die B 4 überquert den Harz von Bad Harzburg auf der Nord-Süd-Achse über Torfhaus und Braunlage bis nach Ilfeld am Südharzrand. Auch der übrige Harz ist mit Bundesstraßen gut erschlossen. Von Bedeutung sind besonders die Harzhochstraße (B 242), die den gesamten Harz in West-Ost-Richtung (von Seesen bis Mansfeld) quert, sowie die B 241, die von Goslar im Norden einmal über den Oberharz (Clausthal-Zellerfeld) bis nach Osterode im Süden führt.

Geologie und Bodenkunde

Entstehung

Geologische Übersichtskarte

Der Harz gilt als das geologisch vielfältigste der deutschen Mittelgebirge, wobei basenarme Gesteine bei weitem überwiegen. Die häufigsten, an der Oberfläche anstehenden Gesteine sind Tonschiefer, geschieferte Grauwacken und der in zwei Plutonen anstehende Granit. Die im Harz weit verbreitete Gießen-Harz-Decke des Rheno-Herzynikums besteht zu großen Teilen aus Flysch. Bekannt und wirtschaftlich bedeutend sind die Kalksteinvorkommen um Elbingerode und der Gabbro von Bad Harzburg. Die Landschaften des Harzes sind durch steile Bergketten, Blockhalden, vergleichsweise flache Hochebenen mit vielen Hochmooren und langgestreckte, schmale Kerbtäler charakterisiert, von denen das Bodetal, das Oker- und Selketal die bekanntesten sind. Ein repräsentativer Querschnitt aller Harzer Gesteine wird auf der Jordanshöhe bei Sankt Andreasberg nahe dem Parkplatz gezeigt.

Die Entstehung und Auffaltung des Harzes begann während einer markanten Phase des Paläozoikums, im Rahmen der variskischen Gebirgsbildung im Karbon vor ca. 350 bis 250 Millionen Jahren. In dieser Zeit der Erdgeschichte entstanden in Westeuropa zahlreiche Hochgebirge, unter anderem Fichtel- und Rheinisches Schiefergebirge. Sie wurden jedoch durch ihre Hochlage (bis zu 4 km) stark erodiert und später von mesozoischen Gesteinen überdeckt. Von der Unterkreide bis hinein in die Oberkreide wurde der Harz durch tektonische Einwirkung als Ganzes angehoben und vor allem im Tertiär wurden die jüngeren überlagernden Schichten erodiert und die Gebirgskörper als Mittelgebirge sichtbar. Die bedeutendste Aufwärtsbewegung war dabei die subherzyne Phase (83 mya), bei der der Nordrand steil aufgerichtet wurde. Es bildete sich eine Störungszone, die so genannte Harznordrandstörung.

Der Harz ist ein (Pult-)Schollengebirge, das nach Westen und Nordosten verhältnismäßig steil abfällt und sich nach Süden allmählich abflacht. Es wird von zahlreichen tiefen Tälern durchschnitten. Nördlich des Gebirges liegen kreidezeitlichen Schichten der Subhercynen Mulde im ausgedehnten Harzvorland; südlich des Gebirges lagern permische Sedimente flach auf dem nach Südwesten einfallenden Paläozoikum.

Aufgrund der Harzrandverwerfung und der senkrecht oder teilweise sogar überkippten geologischen Schichten ist in dem nur relativ wenige Quadratkilometern umfassenden Gebiet eine teilweise häufig wechselnde geologische Beschaffenheit zu beobachten. In Folge dieser Tatsache spricht man auch von der „Klassischen Quadratmeile der Geologie“.

Ökologie

Bode

Flora

Die Vegetationszonierung des Harzes umfasst sechs Höhenstufen:

  • Subalpine Stufe: Brockengipfel oberhalb 1.000 m ü. NN
  • Hochmontane Stufe: höchste Lagen mit Ausnahme des noch höher gelegenen Brockengipfels von 850 bis 1.000 m ü. NN
  • Obermontane Stufe: höhere Lagen von 750 bis 850 m ü. NN
  • Montane Stufe: mittlere Lagen von 525 bis 750 m ü. NN
  • Submontane Stufe: untere Lagen von 300 bis 525 m ü. NN
  • Kolline Stufe: Lagen des Harzrandes bis 250 bis 300 m ü. NN

Wälder

Buchenwälder: Vom Harzrand bis 700 m ü. NN dominieren Buchenwälder, insbesondere die Hainsimsen-Buchenwälder der schwach nährstoffversorgten Standorte mit Rotbuche (Fagus sylvatica) häufig als alleiniger Baumart. In tieferen, trockenen Lagen kommen Stieleiche (Quercus robur) und Traubeneiche (Quercus petraea) hinzu. Auf feuchteren Standorten tritt Bergahorn (Acer pseudoplatanus) auf. In den lichtreichen Zerfalls- und Verjüngungsphasen spielen auch lichtbedürftige Pioniere wie Eberesche (Sorbus aucuparia), Hängebirke (Betula pendula) und Sal-Weide (Salix caprea) eine Rolle. Der Perlgras-Buchenwald ist an den wenigen nährstoff- und basenreicheren Standorten z. B. über Diabas und Gneis zu finden und weist eine arten- und blütenreichere Krautschicht auf. Auch hier dominiert die Rotbuche, beigemischt z. B. Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior), Hainbuche (Carpinus betulus) und Bergulme (Ulmus glabra). Durch das zunehmende Kontinentalklima am östlichen Harzrand wird dort die Rotbuche zugunsten von Traubeneichenmischwäldern verdrängt.

Buchen-Fichtenmischwälder: In den mittleren Lagen zwischen 700 und 800 m ü. NN würde man unter natürlichen Bedingungen von Fichte (Picea abies) und Rotbuche (Fagus sylvatica) dominierte Mischwälder antreffen. Diese sind jedoch bewirtschaftungsbedingt seit langem bis auf Reste Fichtenbeständen gewichen. Weiterhin tritt in diesen Wäldern der Bergahorn (Acer pseudoplatanus) auf.

Fichtenwälder: In den höchsten Lagen von etwa 800 m bis zur Waldgrenze bei ca. 1.000 m ü. NN gedeihen Fichtenwälder, in denen auch Laubgehölze wie Ebereschen (Sorbus aucuparia), Hänge- und Moorbirke (Betula pendula und Betula pubescens) sowie Weiden (Salix spec.) zu finden sind. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist die Ursache für eine reiche Moos- und Flechtenflora. Trotz der Naturnähe findet man nur noch wenige heimische, genetisch angepasste (autochthone) Fichten. Wollreitgras-Fichtenwälder dominieren. Auf frischen, aber keineswegs nassen und nur mäßig gesteinsreichen Böden gedeiht eine gut entwickelte Bodenvegetation, die in ihrem Erscheinungsbild vor allem durch Gräser wie Wolliges Reitgras (Calamagrostis villosa) und Drahtschmiele (Avenella flexuosa) geprägt ist. Die Böden in den Hochlagen sind wie auch im überwiegenden Teil des gesamten Harzes vergleichsweise nährstoff- und basenarm, so dass nur wenige krautige Pflanzen, z. B. Harzer Labkraut (Galium saxatile), vorkommen. Dafür sind es eher Farne, Moose, Flechten und Pilze, die neben der Fichte die Eigenart dieser Wälder bestimmen. Im Bereich verwitterungsresistenter Gesteine in der hochmontanen und montanen Stufe kommen häufig Felsen und Blockhalden vor – Extremstandorte der Vegetation. Aufgrund des Mangels an Erdmaterial gedeihen auf ihnen nur schwachwüchsige, sehr licht stehende Block-Fichtenwälder. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Strukturreichtum aus und lassen mehr Raum für lichtliebende Arten wie Hängebirke (Betula pendula), Eberesche (Sorbus aucuparia), Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Weiden (Salix spec.) und Zwergsträucher wie die Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Auch Moose und Farne sind hier häufig. Als Besonderheit ist die Karpatenbirke (Betula carpatica) zu nennen. In der Umgebung der Hochmoore auf Sumpf- und Moorböden finden sich die Moor-Fichtenwälder. Auf diesen Standorten können Fichtenwälder ausnahmsweise auch in tieferen Lagen die natürliche Waldgesellschaft bilden. Diese durch besondere Nässe geprägten Moorwälder weisen z. T. bereits einen hohen Anteil an Torfmoosen (Sphagnum spec.) auf. Die Bodenvegetation kann aber auch durch ein reiches Vorkommen von Zwergsträuchern wie z. B. Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) geprägt sein. Ebenso sind umfangreiche Bestände des Pfeifengrases (Molinia caerulea) für diese Waldgesellschaft typisch. Charakteristische Pilzarten der natürlichen Fichtenwälder sind Dünner Fichten-Feuerschwamm (Phellinus viticola) und Schwarzschuppiger Holzritterling (Tricholomopsis decora).

Nur kleinflächig treten Schlucht-, Au- und Quellwälder auf. Die Rotbuche tritt hier zugunsten anspruchsvollerer Laubbaumarten wie Bergahorn (Acer pseudoplatanus), Sommer-Linde (Tilia platyphyllos), Berg-Ulme (Ulmus glabra) oder Gewöhnliche Esche (Fraxinus excelsior) zurück. Die Krautschicht ähnelt der von besser nährstoffversorgten Buchenwäldern. Auffällige Vertreter der hier beheimateten Pflanzengesellschaften sind z. B. Alpenmilchlattich (Cicerbita alpina), Mondviole (Lunaria rediviva), Dorniger Schildfarn (Polystichum aculeatum) und Buchenfarn (Phegopteris connectilis).

Hochmoore

Die Harzer Moore zählen zu den besterhaltenen Mitteleuropas. Ihre Entstehung geht zurück bis auf das Ende der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren. Wesentlichen Anteil an der Vegetation der Hochmoore haben die Torfmoose (Sphagnum spec.). Die feuchteren Bereichen (Schlenken) und die höherliegenden trockeneren Bulten werden von unterschiedlichen Arten besiedelt. In Schlenken findet sich z. B. Sphagnum cuspidatum, auf den Bulten Sphagnum magellanicum. Die Torfmoospolster werden von den Zwergsträuchern Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) und Preiselbeere (Vaccinium vitis-idea) und weiteren Zwergsträuchern durchwachsen. Die Rosmarinheide (Andromeda polifolia) ist ein Eiszeitrelikt. Weitere Eiszeitrelikte sind z. B. Zwergbirke (Betula nana) oder Wenigblütige Segge (Carex pauciflora). Von Mai bis Juni blüht die Moosbeere (Vaccinium oxicoccus). An den schwarzen Früchten ist die Krähenbeere (Empetrum nigrum) zu erkennen. Auf den trockeneren Bulten ist die Besenheide (Calluna vulgaris) zu finden. Vereinzelt tritt die Glockenheide (Erica tetralix) auf. Typische Gräser sind das Scheidige Wollgrases (Eriophorum vaginatum), bekannt durch die leuchtend weißen Fruchtstände und die Rasige Haarsimse (Scirpus cespitosus), die im Herbst rostrot ist. Die faszinierendste Moorpflanze ist der Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia). Am trockeneren Moorrand ist die Moor- oder Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) zu finden.

Fauna

Luchs – im Harz wieder ausgewildert

In den Harzer Buchenwäldern findet eine Vielzahl von Tieren Lebensraum. Über 5.000 Tierarten, die meisten davon Insekten, sind auf den Buchenwald angewiesen. Darunter befinden sich viele Arten, die im Boden und in der Streuschicht für die Zersetzung und Einarbeitung des Laubes sorgen, wie zum Beispiel Springschwänze, Hornmilben, Asseln, Fadenwürmer, Tausendfüßler, Regenwürmer und Schnecken. Charakteristische Brutvögel der altholzreichen Buchenwälder sind z. B. Schwarzspecht (Dryocopus martius) und Hohltaube (Columba oenas). Zeichen für die Naturnähe der Buchenwälder im Harz ist auch die Rückkehr des Schwarzstorchs (Ciconia nigra). Dieser scheue und störanfällige Bewohner reich strukturierter Laub- und Mischwälder war durch Beeinträchtigungen seines Lebensraums (z. B. fehlende Altbäume, Mangel an naturnahen Bächen) in Mitteleuropa sehr selten geworden. Durch Lebensraumverbesserungen u. a. infolge der Renaturierung von Fließgewässern sowie der Förderung von störungsarmen Ruhezonen hat sich der Schwarzstorchbestand heute erholt. Eine typische Säugetierart dieser Laubwälder ist die Wildkatze (Felis felis), die über eine stabile Population im Harz verfügt. Sie bevorzugt die strukturreicheren Waldgebiete, die ein reiches Nahrungsangebot aufweisen.

Auch die Tierwelt der Buchen-Fichtenmischwälder ist vielfältig. Besonders Arten, die auf strukturreiche Wälder angewiesen sind, kann man hier antreffen. So ist der Bergmischwald der natürliche Lebensraum des Auerhuhns (Tetrao urogallus). Lebensraum findet hier auch der Rauhfußkauz (Aegolius funereus). Er brütet fast ausschließlich in Schwarzspechthöhlen in alten Buchen und braucht den im Vergleich zum Fichtenwald lichteren Buchenwald mit seiner höheren Kleinsäugerdichte für seiner Nahrungssuche. Zur Deckung bevorzugt er jedoch die dunkleren Fichten.

Ein großer Teil der in den natürlichen Fichtenwäldern lebenden Tierarten ist an die besonderen Lebensbedingungen in den Harzhochlagen angepasst. Für die Vogelwelt gelten Haubenmeise (Parus cristatus), Winter- und Sommergoldhähnchen (Regulus regulus und Regulus ignicapillus), Erlenzeisig (Carduelis spinus), Waldbaumläufer (Certhia familiaris), Tannenmeise (Parus ater) und Fichtenkreuzschnabel (Loxia curvirostra) als typische Bewohner. Besonders hervorgehoben werden soll hier noch der vom Aussterben bedrohte Sperlingskauz (Glaucidium passerinum), der die submontane bis subalpine Stufe mit struktur- und nadelbaumreichen Wäldern sowie eingestreuten Freiflächen bewohnt. Als Brutbaum wird die Fichte bevorzugt, als Nahrungsgebiete dienen lichte Waldbestände oder Moorbereiche. Ähnlich wie für den Schwarzstorch gilt auch für den vor langer Zeit aus dem Harz verschwundenen Sperlingskauz, dass er Ende der 1980er Jahre ganz von selbst zurückgekehrt ist, als sich sein angestammter Lebensraum wieder zu mehr Naturnähe entwickelt hatte, so dass für ihn außer genügender Nahrung (Insekten, Kleinsäuger, Kleinvögel) auch stehendes Totholz (Fichten mit Spechthöhlen) vorhanden waren.

Neben vielen Vogelarten gibt es in den verschiedenen Fichtenwäldern auch eine Reihe von Großschmetterlingen, die außerhalb des Harzes stark gefährdet sind oder gar nicht vorkommen. Beispielhaft seien hier zwei Arten genannt. In alten, lichten Wollreitgras-Fichtenwäldern, zum Teil in Verbindung mit Blockhalden oder Moor-Fichtenwäldern, tritt der Moorbergwald-Steinspanner (Gnophos sordarius) auf. In heidelbeerreichen Moor-Fichtenwäldern dagegen eher der Bläuliche Heidelbeer-Blattspanner (Enthephria caesiata).

Nur wenige Tierarten konnten sich an die extremen Bedingungen in Hochmooren anpassen. Beispiele dafür sind die Alpen-Smaragdlibelle (Somatochlora alpestris), die im Harz ihr einziges Vorkommen in Niedersachsen hat und in Deutschland stark gefährdet ist, und die vom Aussterben bedrohte Hochmoor-Mosaikjungfer (Aeshna subarctica).

Felsen und Blockhalden sind wesentlicher Bestandteil des Lebensraumes von Wanderfalke (Falco peregrinus) und Ringdrossel (Turdus torquatus). Der Wanderfalke ist vom Aussterben bedroht. Er braucht steile, aus der Landschaft herausragende, wenig bewachsene Felsen. Nachdem seine Population im Harz erloschen war, gibt es nun wieder Brutpaare im Harz. Entscheidend dazu beigetragen haben umfangreiche Maßnahmen zur Förderung von Ruheräumen in angestammten Brutgebieten dieser scheuen Vogelart. Bereits 1980 siedelte sich im Ostharz ein Brutpaar aus einem Auswilderungsprojekt an. Die Ringdrossel bevorzugt halboffene Blockhalden und locker bewaldete Übergangsbereiche zwischen baumfreien Hochmooren und Wald. Im Harz liegt eines ihrer wenigen isolierten Brutvorkommen Mitteleuropas. Ihr Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich auf Nordwesteuropa einschließlich großer Teile Englands und Schottlands sowie auf die Hochgebirge Süd- und Osteuropas.

Die Fließgewässer mit ihrem ausgeprägten Bergbachcharakter spielen eine bedeutende Rolle im gesamten Harz. Im Vergleich zu anderen naturräumlichen Regionen in Niedersachsen sind sie noch sehr naturnah und zeichnen sich durch hohe Strukturvielfalt und sauberes Wasser aus. Aufgrund der zumindest zeitweise hohen Fließgeschwindigkeit der Harzbäche können Blütenpflanzen in den Gewässern nur sehr selten Fuß fassen. Auch die Tiere der Harzer Fließgewässer müssen sich an die hohen Fließgeschwindigkeiten anpassen. Nur wenige Arten, zum Beispiel Fische, schwimmen aktiv gegen die Strömung an. Häufigste Arten sind Bachforelle (Salmon trutta forma fario) und Groppe (Cottus gobio). Weit vielfältiger ist dagegen das Artenspektrum des Lückensystems unter der Gewässersohle. Neben sich hier entwickelnden Insekten- und Fischlarven findet man Einzeller, Strudelwürmer und Wassermilben. Andere Tierarten haften an Steinen fest, z. B. Köcherfliegenlarven und Schnecken, oder können durch extrem abgeflachte Körperform die verringerte Strömungsgeschwindigkeit am Grund des Gewässers oder an Steinen ausnutzen, z. B. Steinfliegenlarven. In strömungsberuhigten Bereichen hinter Steinen oder in Moospolstern findet man außerdem Wasserkäfer und Flohkrebse.

An den Fließgewässern des Harzes kann man vereinzelt die Großlibelle Zweigestreifte Quelljungfer (Cordulegaster boltoni) sowie die Blauflügelige Prachtlibelle (Calopteryx virgo), eine Kleinlibelleart, antreffen.

Der Wasseramsel (Cinclus cinclus), die überall an den Harzgewässern zu finden ist, kommt fast ausschließlich im Bergland vor. Ihr Lebensraum sind schnell fließende, klare und mit Ufergehölzen bestandene Gebirgsbäche. Sie kann tauchen und unter Wasser auf dem Grund entlang laufen. Zur Nahrungssuche dreht sie dort Steine um. Auch die Gebirgsstelze (Motacilla cinerea) nutzt die reichen Nahrungsvorräte der Bergbäche.

Seit 2000 werden vom Nationalpark Harz erfolgreich Eurasische Luchse ausgewildert, die sich mittlerweile gut in die Ökologie einpassen.[1] Durch gezielte Schutzmaßnahmen der vergangenen Jahre konnte ein Rückgang der Fledermausbestände im Harz gestoppt werden. Von den jagdbaren Säugetieren sind Rothirsch, Reh, Wildschwein und Europäischer Mufflon zu nennen.

Geschichte

Ur- und Frühgeschichte

Vor ca. 700.000 bis 350.000 Jahren jagte der Homo erectus in und um den Harz bei Bilzingsleben (Thüringen), Hildesheim und Schöningen (Niedersachsen). Der Neandertaler trat vor ca. 250.000 Jahren auf die Bühne und jagte in der Harzregion Auerochsen, Bisons, Braun- und Höhlenbär, Mammuts, Nashörner, Pferde, Rentiere, Waldelefanten u. a. Tiere. Nachgewiesen wurden die Werkzeuge der Neandertaler u. a. in der Einhornhöhle im Südharz (100.000 Jahre vor heute) und in den Rübeländer Höhlen. Funde von Birkenpech bei Aschersleben am Nordharzrand wiesen die Verwendung dieses vorgeschichtlichen Klebstoffs durch Neandertaler vor ca. 50.000 Jahren nach. Die Paläolithische Revolution brachte vor ca. 40.000 Jahren den Homo sapiens aus Afrika nach Europa und auch in die Harzregion; er verdrängte den Neandertaler und wurde später auch hier sesshaft.

Viele Funde im Harz, wie beispielsweise die Bronzekeule von Thale, die bei der Roßtrappe gefunden wurde, könnten auf eine frühe kultische Nutzung des Harzes hinweisen. [2]

Mittelalter

Harz 1852

Der Harzgau selbst wird zuerst in einer Urkunde des Kaisers Ludwig des Frommen aus dem Jahre 814, in der hochdeutschen Form Hartingowe, genannt. Nach den Jahrbüchern von Fulda zum Jahre 852 wurde der Harzgau von den Haruden bewohnt und nach ihnen der Harudengau (Harudorum pagus) genannt. Harud, woraus Hard, Hart, Harz wurde, bedeutet Wald, Waldgebirge, und die Haruden sind die An- oder Bewohner des Harud.

Jüngeren Ursprungs sind die Siedlungen mit der Namensgebung –rode, die erst seit der Mitte des 9. Jahrhunderts im Harzgau nachweisbar sind. Woher die Gründer dieser Orte kamen, ist unbekannt.

Karl der Große erklärte den Harz zum Reichsbannwald. Der Sachsenspiegel, das älteste deutsche Rechtsbuch, um 1220/30 wohl auf der Burg Falkenstein im Selketal verfasst, schrieb den Reichsbann später fest: Wer durch den Harzwald ritt, der hatte Bogen und Armbrust zu entspannen und die Hunde anzuleinen – nur gekrönte Häupter durften hier jagen. Eike von Repkows Sachsenspiegel, nach dem über Jahrhunderte deutsches Recht gesprochen wurde, bezeichnet den Harz als Stätte, wo den wilden Tieren Schutz in des Königs Bannforsten gewährt wird; zu den drei beschriebenen Bannforsten im Lande der Sachsen hatte nicht mehr jedermann freien Zutritt.

Für ewig hielt dieser Bann allerdings nicht. Bergbau, Hüttenindustrie, Wasserwirtschaft, zunehmende Besiedlung, Rodungen, Vieheintrieb, Landwirtschaft und später der Fremdenverkehr untergruben den kaiserlichen Schutz.

Bereits 1224 erwarben die 1129 in Walkenried eingezogenen Mönche umfangreichen Waldbesitz im Westharz, um das ihnen 1157 von Friedrich Barbarossa zugesprochene Viertel der Rammelsberger Erzausbeute wirtschaftlich zu sichern. Man kann daher bereits zu dieser Zeit von einer Holzverknappung ausgehen. Vom 12. bis zum Ende des 14. Jahrhunderts waren große Teile des Harzes wirtschaftlich vom Zisterzienserkloster Walkenried geprägt. Neben Ackerbau und Fischzucht wurde von dort aus auch der Silberbergbau im Oberharz und in Goslar gesteuert.

Mitte des 14. Jahrhunderts wurden infolge der Mittelalterlichen Pest die Siedlungen im Harz weitgehend entvölkert. Eine organisierte Wiederbesiedlung der Bergbauorte im Oberharz erfolgte erst wieder Anfang/Mitte des 16. Jahrhunderts.

Neuzeit bis zum Zweiten Weltkrieg

1588 veröffentlichte der Nordhäuser Arzt Johann Thal mit der Silva hercynia die erste Regionalflora der Welt und beschrieb die floristischen Besonderheiten des Harzes.

1668 erließ Rudolf August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, eine erste Schutzverordnung für die Baumannshöhle. Es heißt in dem herzoglichen Erlass unter anderem, dass diese Höhle jederzeit von allen verständigen Leuten für ein sonderbares Wunderwerk der Natur gehalten worden sei. In demselben dürfe nichts verdorben oder vernichtet werden, auch dürfe kein fremdes loses Gesindel unangemeldet hineingelassen werden. Ein ansässiger Bergmann wurde mit der Aufsicht über das Naturdenkmal betraut. Bis zum Erlass dieser Schutzverordnung hatte es nur Waldschutzverordnungen gegeben, die aus rein praktischen Erwägungen heraus von den Fürsten verkündet worden waren. Die Höhlenverordnung von 1668 berücksichtigte erstmals ethisch-ästhetische Gesichtspunkte; 1668 war das Geburtsjahr des klassischen, konservierenden Naturschutzes im Harz. Ausgelöst worden war die Verordnung durch vorhergehende, schwere Zerstörungen des Höhleninventars durch Rowdies. Der erste Harzer „Ranger“ war geboren.

1705 wurde der letzte Harzer Bär am Brocken erlegt.

Der ständig zunehmende Holzhunger der Gruben und Hütten führte zur Übernutzung der Wälder und ab ca. 1700 zur regelrechten Waldzerstörung. Allein 30.000 Meilerplätze soll es im Harz gegeben haben. 1707 verbot eine Verordnung des Grafen Ernst zu Stolberg den Brockenführern, Fremde oder Einheimische ohne besondere Erlaubnis auf den Brocken zu führen; das Feuermachen wurde untersagt.

Erste Waldschutzbemühungen im Harz ranken sich von Anfang an um den Brocken und beginnen mit einem weitsichtigen Akt des Naturschutzes vor über 275 Jahren: 1718 erließ der Graf Christian Ernst aus dem Hause Stolberg die weitsichtige Verfügung, in der strenge Ahndung für jedes Zerstören und Verschandeln des Waldes am Brocken angedroht wird. Graf Christian Ernst errichtete 1736 auch das „Wolkenhäuschen“ auf dem Brocken.

Johann Wolfgang von Goethe besuchte als junger Mann mehrmals den Harz und hatte dort wesentliche biografische Erlebnisse. Dazu gehören seine Wanderungen auf den Brocken, sowie der Besuch des Bergwerkes in Rammelsberg. Später flossen seine Beobachtungen der Gesteine am Brocken in seine geologischen Forschungen ein. Mit dem ersten Besuch des Harzes wurde bei ihm ein starkes Interesse an den Naturwissenschaften geweckt (siehe Goethe: Wahrheit und Dichtung). 1777 bestieg Goethe, von Torfhaus kommend, den Brocken.

Zu dieser Zeit gab es auf dem Brocken noch keinen Massentourismus; für das Jahr 1779 sind nur 421 Wanderer belegt. Goethe beschrieb seine Gefühle auf dem Gipfel später wie folgt: So einsam, sage ich zu mir selber, indem ich diesen Gipfel hinabsehe, wird es dem Menschen zumute, der nur den ältesten, ersten, tiefsten Gefühlen der Wahrheit seine Seele öffnen will.

Am 23. März 1798 wurde der letzte Wolf des Harzes bei der Plessenburg erlegt.

Das gräfliche Logierhaus auf der Heinrichshöhe war zu klein geworden und litt unter Überbelegung; 1799 brannte es ab. 1800 wurde daher ein neues Gasthauses auf dem Brocken errichtet.

Um 1800 waren weite Teile des Harzes entwaldet. Die in der Folge des Bergbaus entstandenen, wenig widerstandsfähigen Fichtenmonokulturen des Oberharzes wurden durch Borkenkäferkalamitäten und ein orkanartiges Unwetter im November 1800 großenteils zu Boden gelegt. Diese größte bekannt gewordene Käferkalamität im Harz wurde die „Große Wurmtrocknis“ genannt – sie vernichtete ca. 30.000 ha Fichtenwald und dauerte etwa 20 Jahre an. Die Wiederaufforstung geschah größtenteils mit Fichte. Ständige Borkenkäferprobleme und Sturmkatastrophen waren die negativen Begleiterscheinungen der Fichtenwirtschaft des Harzer Bergbaus.

1818 erlegt der reitende Förster Spellerberg aus Lautenthal am Teufelsberge den letzten Luchs des Harzes.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts, mit der zunehmenden Umgestaltung der Naturlandschaft durch den wirtschaftenden Menschen, und nach der Ausrottung der großen Säugetiere Bär, Wolf und Luchs, wurde man sich der Gefährdung der Natur bewusster.

1852 stellte der Landrat von Quedlinburg die Teufelsmauer bei Thale als einen Gegenstand der Volkssage und eine als seltene Naturmerkwürdigkeit berühmte Felsgruppe unter Schutz, da die Bewohner der benachbarten Gemeinden die Felsen als Steinbruch benutzten. Diese Schutzanordnung blieb allen Widersprüchen der benachbarten Gemeinden zum Trotz bestehen. Ein hochwertiges Naturdenkmal blieb so vor der Zerstörung bewahrt, und es ist beachtlich, dass hierbei von der Behörde ausdrücklich romantische Motive für die Sicherstellung geltend gemacht wurden.

1890 legte Professor Dr. Albert Peter den Brockengarten an. Es handelte sich damals um den ersten Alpenpflanzengarten auf deutschem Boden; der Brockengarten war in seiner wissenschaftlichen Konzeption und Aufgabenstellung die erste Einrichtung dieser Art weltweit.

1899 erfolgte die Inbetriebnahme der Brockenbahn, gegen die es schon damals starke Bedenken der Naturschützer gab. So wollte der Botaniker Bley Züge auf den Brocken verhindern, da die Brockenflora bedroht war.

1907 stieß Hermann Löns angesichts des anlaufenden Massentourismus auf dem Brocken seinen bekannten Stoßseufzer „Mehr Schutz für den Brocken“ aus.

1912 forderte Hermann Löns in der relativ unbekannt gebliebenen Broschüre Der Harzer Heimatspark (Verlag E. Appelhans u. Co., Braunschweig 1912), ohne ihn so zu nennen, die Einrichtung eines Harzer Nationalparks. Der Harz spielte eine besondere Rolle im Leben des bekannten Heimatdichters, Naturforschers und Heimatfreundes, sicherlich nicht zuletzt wegen seiner zweiten, aus Barbis im Südharz stammenden Frau Lisa Hausmann.

Um 1920 starb die Harzer Auerhuhnpopulation aus.

1926 schrieb der Wernigeröder Rektor W. Voigt im bekannten „Brockenbuch“: In Amerika ist es längst eine Sache des Volkes geworden, der heimischen urwüchsigen Natur in Nationalparks eine geheiligte Zufluchtstätte zu schaffen. Nord- und Süddeutschland haben ihren Heide- und Alpenpark. Möge es nun auch in Mitteldeutschland den gemeinsamen Bemühungen der Fürstlichen Verwaltung und der Landjägerei, des Wernigeröder Naturschutzvereins und einzelner Brockenfreunde gelingen, durch liebevolle Pflege und Aufklärung in weitesten Kreisen, auch den Brocken zu einem kleinen, aber einzigartigen Naturschutzgebiet des deutschen Volkes zu machen und als solches zu erhalten.

In den dreißiger Jahren wurden die Nationalparkplanungen in Deutschland wieder konkret; es existierten belegbare Pläne für die Nationalparke Lüneburger Heide, Bayerisch- Böhmischer Wald, Hohe Tauern, Höllengebirge, Neusiedler See und Kurische Nehrung. Der Zweite Weltkrieg verhinderte den Fortgang dieser Nationalparkpläne, doch es kam 1937 noch zur Ausweisung des „Naturschutzgebietes Oberharz“.

In der NS-Zeit wurde der Harz zu einem wichtigen Standort der Rüstungsindustrie. Zahlreiche kriegswichtige Betriebe waren hier angesiedelt, die mit dem näherrückenden Ende des Zweiten Weltkriegs immer mehr Zwangsarbeiter beschäftigen. Der Harz war daher in dieser Zeit Standort von mehreren hundert Zwangsarbeiterlagern und KZs. Bekannt wurde das KZ Dora bei Nordhausen im Südharz.

In den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs machte die sogenannte „Harzfestung“ von sich reden. Im Februar/März 1945 rief der Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, die Harzfestung zur Verteidigung Mitteldeutschlands vor den West-Alliierten aus. Das Hauptquartier lag bei Blankenburg. Zu den mobilisierten Einheiten gehörten die Divisionen der 11. Armee, Divisionen der Waffen-SS und der Volkssturm. Als die 1. US-Armee Nordhausen (Südharz) erreichte und weiter nach Norden vorstoßen wollte, traf sie besonders in den Bergen um den Bereich der Städte Ilfeld und Ellrich auf Widerstand. Erst am 7. Mai 1945 kapitulierten die letzten Verbände der 11. Armee und der Waffen-SS in den Bergen des Harzes. Einige Truppen des Volkssturmes kämpften noch bis weit in den Mai gegen die Amerikaner. Objektiv betrachtet war der Harz jedoch zu Ende des Zweiten Weltkrieges niemals eine militärisch ernst zu nehmende Festung. Die West-Alliierten umgingen den Harz relativ mühelos auf ihrem Weg nach Berlin.

Ehemalige deutsch-deutsche Grenze

Durch das westliche Drittel des Harzes verlief bis 1990 die deutsch-deutsche Grenze. Das Brockenplateau und weitere grenznahe Harz-Gipfel waren ein großes militärisches Sperrgebiet, in das erstmals am 3. Dezember 1989 demonstrierende Wanderer kamen. Der Tourismus zum Brocken ist seitdem sehr intensiv geworden – ca. 1,3 Mio. Menschen besuchen jährlich die Brockenkuppe. Das ehemalige Sperrgebiet weist heute zahlreiche schutzwürdige Lebensräume auf, sodass es als Grünes Band entwickelt wird.

Wirtschaft

Bergarchiv in Clausthal-Zellerfeld

Historischer Bergbau

Der Bergbau im Harz begann vor ca. 3000 Jahren in der Bronzezeit. Dem Oberharzer Bergbau und dem Hüttenwesen verdanken die sieben Oberharzer Bergstädte (Clausthal, Zellerfeld, Bad Grund, Sankt Andreasberg, Lautenthal, Altenau und Wildemann) und rund 30 weitere Ortschaften im Harzinnern und am Harzrand ihre Blüte. Auch die ehemalige Reichsstadt Goslar, deren Glanz von den Erzschätzen des Rammelsberges abhing, förderte über mehrere Jahrhunderte silberhaltige Bleierze. Der Bergbau bestimmte maßgeblich das Harzer Wirtschaftsleben und sein Landschaftsbild. Die Bergleute schufen das berühmte technische System der Oberharzer Wasserwirtschaft, das Oberharzer Wasserregal, von dem noch 70 km Wassergräben und 68 Stauteiche (mit 8 Mio. Kubikmeter Inhalt) genutzt werden. Ohne deren Energieleistung hätte der Silberbergbau niemals seine hohe wirtschaftliche Bedeutung erlangen können.

Im östlichen Harzvorland (Mansfelder Land und Sangerhäuser Mulde) wurde bis 1990 Kupferschieferbergbau betrieben. Dessen Anfänge wurden urkundlich um 1199 erwähnt, er zählte in seiner Blütezeit, Ende des 15. Jahrhunderts, zu den bedeutendsten Europas. Weiterhin befindet sich in Ilfeld das ehemalige Bergwerk Rabensteiner Stollen, das einzige Steinkohlebergwerk im Harz. Im nordthüringer Revier gab es zahlreiche Kalibergwerke, in der Nähe von Röblingen wurden durch einen Montan-Betrieb geologische Wachse abgebaut.

Das letzte Bergwerk im Oberharz – die Grube „Wolkenhügel“ in Bad Lauterberg – stellte im Juni 2007 die Förderung wegen Unwirtschaftlichkeit ein. Zuletzt arbeiteten dort 14, von vormals 1000 Mitarbeitern, die mit modernster Technik den Schwerspat zu Tage förderten. Mit der Stilllegung dieser Anlage fand der schon im Mittelalter, und seit dem 16. Jahrhundert ununterbrochen, betriebene Bergbau auf Silber, Blei und Zink sein Ende. Davon zeugen die Kulturdenkmale und die negativen Folgewirkungen des Bergbaus für die Umwelt wie z. B. die Schwermetallbelastungen der Ökosysteme.[3]

Gegenwärtige Wirtschaft

Der in vergangenen Jahrhunderten im Harz blühende Bergbau – besonders nach Silber, Eisen, Kupfer, Blei und Zink – ist stark zurück gegangen. Geblieben sind jedoch die zum Teil stark schwermetallhaltigen Rückstände in den Böden des Oberharzes, welche heute ein großes Umweltrisiko darstellen.

Bedeutend ist auch heute noch die Kupferverarbeitung im Gebiet von Mansfeld. Letzte Schwerpunkte des Bergbaus waren der Rammelsberg bei Goslar (stillgelegt 1988) und die Grube Hilfe Gottes bei Bad Grund (stillgelegt 1992). In Bad Lauterberg wurde bis Juli 2007 auf der Grube Wolkenhügel als letztem Bergwerk des gesamten Harzes Schwerspat gewonnen, der heute in erster Linie in der Farbherstellung und dem Schallschutz Verwendung findet. Des Weiteren wird heute noch rund um Elbingerode in drei großen Tagebauen (Werk Rübeland, Werk Kaltes Tal und Werk Hornberg) Kalkstein abgebaut. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist die TU Clausthal. Neben den klassischen Fächern Bergbau und Metallurgie werden hier viele ingenieur- und naturwissenschaftliche Fächer sowie Betriebswirtschaftslehre unterrichtet und beforscht.

Auf Grund der Wälder des Harzes spielt die Forstwirtschaft eine wirtschaftliche Rolle sowie die dazugehörende verarbeitende Industrie. Wuchsen noch im ersten Jahrtausend nach Christus in den Höhenlagen – für einen natürlichen Bergwald typisch – überwiegend Harthölzer (in erster Linie Rotbuchen; man ging damals „in die Harten“ = Harz) so sind heute in den bewirtschafteten Flächen meistens Monokulturen von Fichten anzutreffen. Wesentliche Ursachen dieser Entwicklung lagen in der Bergbaugeschichte der Harzregion mit ihrem hohen Holzbedarf und den damit einhergehenden Übernutzungen und Devastierungen der Waldbestände. Dazu kamen klimatische Veränderungen in der so genannten „Kleinen Eiszeit“. Die Wiederaufforstung mit der relativ einfach anzubauenden und anspruchslosen Fichte seit Mitte des 18. Jahrhunderts geht wesentlich auf die Anregung des Oberforst- und Jägermeisters Johann Georg von Langen zurück.

Tourismus

Der Fremdenverkehr ist für den Harz sehr bedeutsam. Es gibt viele Kurorte und nahezu jeder Ort im Harz und Harzvorland ist touristisch geprägt. Bekannte Ziele sind der Nationalpark Harz mit Brocken und die historischen Städte am Harzrand. Konzepte wie die Westernstadt Pullman City Harz oder die Rockopern auf dem Brocken sollen vor allem auswärtige Touristen ansprechend unterhalten. Zuständig für das touristische Vermarktung des Harzes ist der Harzer Verkehrsverband (HVV).

Wintersport

Blick auf den Oberharz

Auch wenn der Wintersport im Harz nicht die Bedeutung anderer Mittelgebirge, wie Thüringer Wald, Erzgebirge, Schwarzwald oder gar der Alpen erreicht, gibt es genügend Wintersportmöglichkeiten. Zu nennen sind hier vor allem die Orte Altenau mit Ortsteil Torfhaus, Benneckenstein, Braunlage (mit Ortsteil Hohegeiß), Goslar-Hahnenklee, Hasselfelde, Sankt Andreasberg (mit den Ortsteilen Sonnenberg und Oderbrück) und Schierke. Dabei ist wegen der Höhenlagen und der Länge der Strecken der nordische Skisport vorherrschend. Internationale Wintersport-Wettbewerbe finden auf der Wurmbergschanze bei Braunlage und der Biathlonanlage am Sonnenberg statt.

Erwähnenswert sind die zahlreichen Loipen im Harz. Diese liegen in reizvoller Umgebung. Ihre Qualität und Ausstattung werden von den Grundeigentümern, insbesondere dem in Teilen immer noch relativ schneesicheren Nationalpark Harz, und auch einzelnen Kommunen und Fördervereinen gewährleistet. Bekannt wurde z. B. der Förderverein Loipenverbund Harz e. V. Er wurde 1996 auf Initiative des Nationalparks Harz von Harzer Wintersportgemeinden, den Seilbahn- und Liftbetrieben sowie Hotels und Verkehrsunternehmen gegründet und verfolgte das Ziel, den Skitourismus im Harz zu fördern und die Belange des Naturschutzes zu berücksichtigen.

Den Bergrettungsdienst in den Loipen, auf den Rodelhängen, Wanderwegen und Alpin-Skipisten, sowie im unwegsamen Gelände gewährleistet die Bergwacht Harz.

Sport im Sommer

Fichtenwälder des Harzes

Im Sommer wird im Harz vor allem gewandert. In den letzten Jahren erfreut sich auch Nordic Walking steigender Beliebtheit. Auf mehreren Talsperren im Harz wird vielfältiger Wassersport betrieben. Auch Kanufahren und verwandte Sportarten im Wildwasser sind möglich. Die Berge bieten ebenso eine gute Basis für die Fliegerei (Segel-, Drachenfliegen u. Ä., namentlich vom Rammelsberg bei Goslar aus).

Der Harz bietet auch verschiedene Klettergebiete, wie z. B. das Okertal, in dem auch nationale und internationale Kanu- und Kajak-Wettkämpfe stattfinden.

Weiterhin hat sich der Harz in den vergangenen Jahren zu einem sehr guten Mountainbike-Revier entwickelt mit 62 ausgeschilderten Mountainbikestrecken und drei Bikeparks mit Liftbetrieb in Hahnenklee, Schulenberg und Thale. Die Bikeparks verfügen über Freeride, Downhill und Fourcrossstrecken. Sowohl die ausgeschilderten Strecken als auch die Bikeparks sind für jeden Leistungs- und Konditionslevel passend.

Auch im Sommer sichert die Bergwacht Harz die Rettung von verunfallten Personen aus unwegsamem Gelände.

Wanderkonzepte und Klettergebiete

Einstige Klettergebiete an der Roßtrappe

Die Bergwelt des Harzes wurde schon in früheren Zeiten für ausgedehnte Wanderungen genutzt (z. B. von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine und Hans Christian Andersen). Ein umfangreiches Wanderwegenetz wird heute insbesondere durch den Harzklub e. V. unterhalten. Darüber hinaus gibt es unterschiedliche Fernwanderwege: Harzer Hexenstieg, Kaiserweg, Karstwanderweg, Selketalstieg … und als besonderes überregionales Projekt, die Harzer Wandernadel mit 222 Stempelstellen; letztere wird seit 2006 als Wanderabzeichen verliehen. Neben dem Okertal und der Roßtrappe bei Thale waren auch die Hohneklippen im Oberharz gelegentlich das Ziel von Kletterern (z. B. die Höllenklippe u. auch der Feuerstein bei Schierke).

Mundarten des Harzes

Auf dem Gebiet des Harzes werden vorwiegend ostfälische und thüringische Mundarten gesprochen.

Eine Besonderheit des Oberharzes ist, oder war, die Oberharzer Mundart. Im Gegensatz zu den niedersächsischen, ostfälischen und thüringischen Mundarten des Umlandes, handelt es sich hier um eine erzgebirgische Mundart, die auf die Ansiedlung von Bergleuten im 16. Jahrhundert zurückgeht.

Die Oberharzer Mundart beschränkt sich auf wenige Orte. Die bekanntesten sind Altenau, Sankt Andreasberg, Clausthal-Zellerfeld, Lautenthal und Hahnenklee. Heute hört man im Oberharz die Mundart im täglichen Leben nur mehr wenig. Hauptsächlich Angehörige der älteren Generationen beherrschen sie noch, so dass zur Aufrechterhaltung in den Lokalzeitungen gelegentlich Artikel in Oberharzer Mundart abgedruckt werden.

Zur Verdeutlichung folgt der Refrain eines St. Andreasberger Heimatliedes:

Eb de Sunne scheint, ebs stewert, schtarmt, ebs schneit,
bei Tag un Nacht ohmds oder frieh
wie hämisch klingst de doch
du ewerharzer Sproch
O Annerschbarrich wie bist de schien.

Ausflugsziele (Auswahl)

Bergwerke und Höhlen

Bergbaumuseum Rammelsberg

In den Gips-, Dolomit- und Kalksteinschichten des Harzes haben geomorphologische Prozesse zur Entstehung von Höhlen geführt. Solche Tropfsteinhöhlen sind die Baumannshöhle, die Einhornhöhle, die Hermannshöhle, die Iberger Tropfsteinhöhle und am Südrand des Harzes die Heimkehle. Da die älteren Formationen viele Bodenschätze enthalten, wurden sie schon früh durch Bergbau ergründet. Die Bergwerke sind oft zu Schaubergwerken umgestaltet. So war die Grube Samson lange Zeit das tiefste Bergwerk der Welt. Andere Schaubergwerke sind „Büchenberg“, „Drei Kronen & Ehrt“, Schaubergwerk Röhrigschacht, das Schaubergwerk „Lange Wand“ in Ilfeld und das Schaubergwerk „Rabensteiner Stollen“ in Netzkater. Andere sind in Bergbaumuseen umgewandelt, wie das Bergbaumuseum Lautenthal mit Grubenbahn oder das Bergbaumuseum Rammelsberg bei Goslar, welches zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Die Grube Roter Bär wird zur Zeit als Lehrbergwerk genutzt.

Städte und Gemeinden im und am Harz

Städte im Harzvorland

Carlshausturm auf der Carlshaushöhe (626 m ü. NN)

Im sachsen-anhaltischen Harzvorland finden sich Städte wie (in alphabetischer Reihenfolge): Aschersleben, Derenburg, Eisleben, Halberstadt, Hettstedt, Oschersleben, Osterwieck, Quedlinburg, Sangerhausen und Staßfurt. Die Städte Bad Gandersheim, Bockenem, Duderstadt, Einbeck, Göttingen, Hildesheim, Northeim, Salzgitter, Vienenburg und Wolfenbüttel liegen im niedersächsischen Harzvorland. Im thüringischen Harzvorland befinden sich Bleicherode, Heringen/Helme, Nordhausen und Sondershausen.

Klöster und Kirchen

Die mittelalterlichen Klöster Drübeck, Ilsenburg, Michaelstein und Walkenried befinden sich besonders im Randgebiet des Harzes. Bei Hahnenklee steht die 1908 geweihte hölzerne Gustav-Adolf-Stabkirche.

Türme, Schlösser und Burgen

Im Harz gibt es an verschiedenen Punkten aufgrund der erhöhten Lage Funk- und Aussichtstürme, wie die Carlshaushöhe bei Trautenstein, der Aussichtsturm auf dem Großen Knollen oder das Josephskreuz. In früheren Zeiten wurden erhöhte Kamm- und Spornlagen zur Anlage von Burgen genutzt und so finden sich im Harz die Burgruine Anhalt, die Burg Falkenstein, auf der Eike von Repkow wahrscheinlich den Sachsenspiegel verfasste, die Burgruine Harzburg, die Burg Hohnstein bei Neustadt/Harz, die Ruine Königsburg, die Burg Lauenburg bei Stecklenberg, die Plessenburg, die Burgruine Scharzfels, die Burg Stecklenburg. Neben diesen Wehranlagen wurden aber auch Schlösser errichtet, wie Schloss Herzberg, Schloss Blankenburg, Schloss Stolberg und Schloss Wernigerode.

Bekannte Maler

Caspar David Friedrich: Einsamer Baum (Harzlandschaft bei Morgenbeleuchtung) von 1822

Unter den vielen Malern, die den Harz abgebildet haben, waren Caspar David Friedrich, Ludwig Richter, Georg Heinrich Crola, Ernst Helbig, Hermann Hendrich, Edmund Kolbe, Wilhelm Pramme, Adolf Rettelbusch, Wilhelm Ripe, Hermann Bodenstedt, Walther Hans Reinboth und Rudolf Nickel.

Literatur

Dichterische Darstellungen

Wissenschaftliche Darstellungen

  • Georg Henning Behrens: Hercynia Curiosa oder Curiöser Hartz-Wald. Nordhausen 1703
  • Friedrich Günther: Der Harz. Bielefeld 1901 (= Land und Leute. Monographien zur Erdkunde, Bd. 9)
  • Kurt Mohr: Geologie und Minerallagerstätten des Harzes. 2. Auflage, Stuttgart 1993
  • Kurt Mohr: Harz: westlicher Teil. 5. ergänzte Auflage, Berlin [u. a.] 1998 (= Sammlung geologischer Führer 58) ISBN 3-443-15071-3
  • Geologische Karte Harz: mit Erläuterungen auf der Rückseite / hrsg. vom Geologischen Landesamt Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Niedersächsischen Landesamt für Bodenforschung. Maßstab 1:100.000. Halle/Saale 1998. ISBN 3-929951-20-7
  • Harz-Forschungen
  • Harz-Zeitschrift, hg. vom Harzverein für Geschichte und Altertumskunde e. V., Bd. 1/1948 ff., Gesamtinhaltsverzeichnisse: 1–35 (Bd. 40, Sanders) u. 36–50/51 (Bd. 54/55, Feicke); Forts. der Zeitschrift des Harzvereins für Geschichte und Altertumskunde, Bd. 1/1868 – Bd. 74/75/1942, Gesamtinhaltsverzeichnisse: 1–50 (Möllenberg 1918), 51–70 (Grosse 1938) u. 71–75 (Sanders 1980).

Filmdokumentationen

  • Im Reich der Schwarzstörche. Das Biosphärenreservat Südharz. Dokumentarfilm von Peter und Stefan Simank. Produktion: Simank-Filmproduktion, Deutschland 2008. 30 Minuten

Siehe auch

Weblinks

Quellen

  1. Das Luchsprojekt Harz. Abgerufen am 22. März 2009.
  2. Vgl. Urte Dally: Heilige Waffen im Harz – die Keule von Thale und der Zinken von Welbsleben. In: Harald Meller (Hrsg.): Der geschmiedete Himmel. Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1907-9, S. 108f. 
  3. Friedhart Knolle: Bergbauinduzierte Schwermetallkontaminationen und Bodenplanung in der Harzregion online

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