Heinz Bude

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Heinz Bude (* 1954 in Wuppertal) ist ein deutscher Soziologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach dem Studium der Soziologie, Philosophie und Psychologie an der Universität Tübingen und an der Freien Universität Berlin legte er 1978 die Diplomprüfung in Soziologie ab. Von 1978 bis 1983 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin, danach Projektmitarbeiter sowie Habilitationsstipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Ferner war er als selbstständiger Sozialforscher tätig. 1986 promovierte er mit einer Dissertation zur Wirkungsgeschichte der Flakhelfer-Generation an der FU Berlin zum Dr. phil.; 1994 habilitierte er sich für Soziologie mit einer Studie zur Herkunftsgeschichte der 68er-Generation.

Ab 1992 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Hamburger Institut für Sozialforschung und seit 1997 dort Leiter des Bereichs »Die Gesellschaft der Bundesrepublik«. Er vertrat Lehrstühle an der Freien Universität Berlin und an der Viadrina in Frankfurt a.d.O. und war 1996 Visiting Scholar am Center for European Studies der Cornell University. Seit 2000 ist er Professor für Makrosoziologie an der Universität Kassel.

Er ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, in deren Vorstand er 2004 gewählt wurde und deren 33. Kongress mit dem Titel "Die Natur der Gesellschaft" er im Oktober 2006 in Kassel mitorganisierte.

Publikationen

  • "Das Altern einer Generation. Die Jahrgänge 1938 bis 1948". Frankfurt am Main: Suhrkamp 1995.
  • "Generation Berlin". Berlin: Merve Verlag 2001.
  • "Erbschaft des schuldigen Denkens. Jürgen Habermas und Jacques Derrida als Denker der Nachkriegszeit", in: Merkur, 59. Jg., Heft 3, S. 195-206.
  • "Bürgertumsgenerationen in der Bundesrepublik", in: Manfred Hettling/Bernd Ulrich (Hg.), Bürgertum nach 1945, Hamburg: Hamburger Edition 2005, S. 111-132.
  • "Das Phänomen der Exklusion. Der Widerstreit zwischen gesellschaftlicher Erfahrung und soziologischer Rekonstruktion", in: Mittelweg 36, 13. Jg., 2004, Heft 4, S. 3-15.
  • "Gibt es eine neue soziale Frage?" in: Berliner Debatte, 15. Jg., 2004, Heft 2, S. 6-10.
  • "Elitenwechsel. Deutsche Führungsgruppen im Übergang von der Bonner zur Berliner Republik", in: Ronald Hitzler/Stefan Hornbostel/Cornelia Mohr (Hg.), Elitenmacht, Opladen: VS Verlag, 2004, S. 295-313.
  • "Kapitalismus ohne Leitbild", in: Sozialwissenschaftliche Informationen, 30. Jg., 2004, Heft 1, S. 64-67.
  • "Das Altern von Institutionen", in: Joachim Fischer/Hans Joas (Hg.), Kunst, Macht und Institution. Karl-Siegbert Rehberg zum 60. Geburtstag, Frankfurt am Main/New York, 2004
  • Heinz Bude, Andreas Willisch (Hrsg.): Exklusion: Die Debatte über die »Überflüssigen«. stw 2007. ISBN 978-3518294192.
  • "Die Ausgeschlossenen. Das Ende vom Traum einer gerechten Gesellschaft", München 2008.
  • Heinz Bude/Ralf M. Damitz/André Koch (Hrsg.): "Marx. Ein toter Hund? Gesellschaftstheorie reloaded". Hamburg: VSA-Verlag 2010.
  • "Sind Leistungsprinzip und sozialer Zusammenhalt unvereinbar?", in: Walter-Raymond-Stiftung der BDA, Soziale Marktwirtschaft: Eliten in Verantwortung für Wirtschaft und Gesellschaft, Berlin: Verlag GDA 2010. ISBN 978-3-938349-57-1
  • Zus. mit Milo Rau: Das geschichtliche Gefühl. Ein Gespräch mit Heinz Bude über dokumentarische Wahrheit und die Erzählbarkeit von Geschichte. In: Milo Rau. Die letzten Tage der Ceausescus. Dokumente, Materialien, Theorie. Berlin: Verbrecher Verlag 2010. ISBN 978-3-940426-45-1
  • Herausgeber zusammen mit Joachim Fischer und Bernd Kauffmann: Bürgerlichkeit ohne Bürgertum. In welchem Land leben wir?, Wilhelm Fink Verlag, München 2010 ISBN 978-3-940731-25-8[1]
  • Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet. München: Carl Hanser Verlag. 2011. ISBN 978-3-446-23761-2

Vorträge

  • "Der Ort des Intellektuellen in der Gesellschaft der Gegenwart", Vortrag auf der Tagung Zur Aktualität Sartres. Philosophie, Literatur, Engagement der Französischen Botschaft in Berlin, der Bundeszentrale für politische Bildung, des Institut français de Munich und der Stiftung Literaturhaus, München, 3. Juni 2005.
  • "Zukunft der Gerechtigkeit", Eröffnungsvortrag des Kongresses Zukunft der Gerechtigkeit der Heinrich-Böll-Stiftung, Umweltforum Berlin (Auferstehungskirche), 10. Dezember 2004.
  • "Was heißt heute Solidarität?", Vortrag auf der Tagung "Brauchen wir neue Begründungen für Solidarität?" der SPD-Bundestagsfraktion in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Christinnen und Christen in der SPD, Berlin, 19. März 2010.

Weblinks

Einzelnachweis

  1. FAZ vom 17. November 2010, Seite 30: Distinktion braucht es einfach überall

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