Herten (Rheinfelden)

Herten (Rheinfelden)
Herten
Ehemaliges Wappen von Herten
Koordinaten: 47° 33′ N, 7° 44′ O47.55517.7342281Koordinaten: 47° 33′ 18″ N, 7° 44′ 3″ O
Höhe: 281 m ü. NN
Fläche: 8,23dep1
Einwohner: 4.606 (2009)
Eingemeindung: 1. Okt. 1973
Postleitzahl: 79618
Vorwahl: 07623

Herten ist ein Dorf im Landkreis Lörrach in Baden-Württemberg im Südwesten Deutschlands. Das Dorf Herten ist ein Ortsteil der Stadt Rheinfelden (Baden).

Inhaltsverzeichnis

Geografie und Lage

Herten ist der westlichste Stadtteil Rheinfeldens und liegt in einer Niederterrasse zwischen den Rhein und dem südwestlichen Ausläufer des Dinkelbergs.

Nachbarorte von Herten sind im Westen Grenzach-Wyhlen Wyhlen, im Osten Rheinfelden (Baden) und Rheinfelden-Warmbach sowie im Nordosten Rheinfelden-Degerfelden. Südlich über den Rhein in der Schweiz befindet sich Kaiseraugst.

Geschichte

Herten wurde erstmals am 17. Mai 807 als Harta und Hertum in einer Schenkungsurkunde an das Kloster St. Gallen erwähnt. Durch archäologische Funde belegt ist die Besiedlung der Römer. Hertens Zugehörigkeit zur Grafschaft Rheinfelden geht wahrscheinlich auf das 11. Jahrhundert zurück und wurde 1494 österreichisch. Der Dinghof von Herten diente als Gerichtsstätte der vorderösterreichischen Herrschaft. Im Jahr 1806 kam der rechtsrheinische Teil Rheinfeldens und damit auch Herten zum Land Baden.

2007 wurde das Dorf Herten 1200 Jahre alt, ein Fest fand vom 12. bis zum 15. Juli 2007 statt. Anwesend war auch eine Besuchsdelegation aus der gleichnamigen Stadt Herten in Nordrhein-Westfalen.

Politik

Ortschaftsrat

Herten verfügt über eine eigene Ortsverwaltung. Ortsvorsteher ist seit November 1999 der Landtagsabgeordnete Alfred Winkler.

Wappen

Das Hertener Wappen zeigt auf blauem Grund ein goldenes Hexagramm als Dorfzeichen und darin das österreichische Bindenschild, was an die Zugehörigkeit des Ortes an Vorderösterreich erinnert. Das Wappen wird seit 1905 auf Vorschlag des Badischen Generallandesarchivs verwendet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die katholische Pfarrkirche St. Urban im Dorfkern wurde 1792 von Franz Anton Bagnato neu erbaut. Der Innenraum ist zeitadäquat mit Stuck verziert. Die Kanzel von Matthias Faller wurde 1765 im Rokoko-Stil geschaffen und 1795 von der Freiburger Dominikanerkirche nach Herten gebracht. Ein weitere katholische Kirche St. Josef wurde 1928 im neobarocken Stil errichtet. Auf der Fassade am Hauptportal öffnet sich eine Nische mit einer großen Madonnenstatue. Die evangelische Petruskirche ist ein moderner Bau aus dem Jahr 1958/59.

Oberhalb des Siedlungsgebietes befindet sich auf einem Bergsporn die Ruine Hertenberg aus dem 13. Jahrhundert.

Infrastruktur

Verkehr

Das Dorf ist über die Hochrheinbahn (Basel - Kreuzlingen) mit dem überregionalen Schienennetz verbunden. Darüber hinaus verfügt sie über eine Busverbindungen. Sie gehört dem Regio Verkehrsverbund Lörrach an. Die Bundesstraße 34 führt nach Bodman-Ludwigshafen und Grenzach-Wyhlen. Außerdem ist Herten (Baden) über die L 139 mit Grenzach-Wyhlen und Rheinfelden-Degerfelden verbunden. Nächste Autobahnanschlussstellen sind die A 861 mit der Anschlussstelle Rheinfelden-Süd/Grenzach-Wyhlen über die B 34, die A 98 über die Anschlussstelle Lörrach-Ost sowie in der Schweiz A 2 über die Anschlussstelle Basel-Ost/Wettstein.

Östlich des Ortes befindet sich der Flugplatz Herten-Rheinfelden (ICAO-Kennzeichen: EDTR) mit einer 405 Meter langen Graspiste. Der Flugplatz wird vor allem von Leichtflugzeugen angeflogen.

Bildung

Herten besitzt eine Grund- sowie Hauptschule. Alternative weiterführende Schulen befinden sich in den umliegenden Städten in Grenzach-Wyhlen, Lörrach, Rheinfelden und Bad Säckingen. Herten besitzt außerdem einen katholischen und einen evangelischen Kindergarten. Außerdem gibt es eine Schule und einen Kindergarten für Menschen mit geistiger Behinderung, beides Teil des St. Josefshauses Herten.

Literatur

  • Julius Birlin: Herten vom Einst zum Jetzt!. Selbstverlag, Rheinfelden-Degerfelden 2002.
  • Haus Salmegg – Verein für Kunst und Geschichte Rheinfelden e.V., Arbeitsgruppe Geschichte (Hrsg.): Aus der Geschichte von Herten/Rheinfelden: Flurnamen. Hertenberg. Rote Höhle. Rheinfelder Geschichtsblätter, Bd. 9. Rheinfelden (Baden) 1999, ISBN 3-932889-09-6.

Weblinks


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