Hornberg

Hornberg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Hornberg
Hornberg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Hornberg hervorgehoben
48.2122222222228.2294444444445384
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Ortenaukreis
Höhe: 384 m ü. NN
Fläche: 54,45 km²
Einwohner:

4.294 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 78132
Vorwahl: 07833
Kfz-Kennzeichen: OG
Gemeindeschlüssel: 08 3 17 051
Adresse der
Stadtverwaltung:
Bahnhofstraße 1-3
78132 Hornberg
Webpräsenz: www.hornberg.de
Bürgermeister: Siegfried Scheffold (parteilos)
Lage der Stadt Hornberg im Ortenaukreis
Ill (Elsass) Ill (Elsass) Frankreich Landkreis Rastatt Baden-Baden Landkreis Calw Landkreis Emmendingen Landkreis Freudenstadt Rheinau (Baden) Lauf (Baden) Sasbach Landkreis Rastatt Landkreis Rottweil Schwarzwald-Baar-Kreis Achern Achern Achern Appenweier Bad Peterstal-Griesbach Berghaupten Biberach (Baden) Durbach Ettenheim Fischerbach Friesenheim (Baden) Gengenbach Gutach (Schwarzwaldbahn) Haslach im Kinzigtal Hausach Hofstetten (Baden) Hohberg Hornberg Kappel-Grafenhausen Kappel-Grafenhausen Kappelrodeck Willstätt Kehl Kehl Kippenheim Kippenheim Kippenheim Lahr/Schwarzwald Lauf (Baden) Lauf (Baden) Lautenbach (Ortenaukreis) Mahlberg Mahlberg Mahlberg Meißenheim Mühlenbach (Schwarzwald) Neuried (Baden) Nordrach Oberharmersbach Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberkirch (Baden) Oberwolfach Offenburg Ohlsbach Oppenau Ortenberg (Baden) Ottenhöfen im Schwarzwald Renchen Renchen Ringsheim Ringsheim Rust (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (Baden) Rheinau (gemeindefreies Gebiet) Sasbach Sasbach Sasbach Sasbachwalden Schuttertal Schutterwald Schwanau Seebach (Baden) Seelbach (Schutter) Steinach (Ortenaukreis) Willstätt Willstätt Wolfach Zell am Harmersbach RheinKarte
Über dieses Bild

Hornberg ist eine Stadt im Ortenaukreis in Baden-Württemberg.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Hornberg liegt an der Mündung des Reichenbachtals in das Gutachtal im mittleren Schwarzwald in 344–970 Meter Höhe (Gemarkungsgrenze zu Gutach im Talgrund–Karlstein), im südöstlichen Zipfel des Ortenaukreises.

Blick auf Hornberg vom Schloss; links das Eisenbahnviadukt

Nachbargemeinden

Die Stadt grenzt im Nordwesten an Gutach, im Norden an die Stadt Wolfach, im Osten an Lauterbach und Schramberg, beide im Landkreis Rottweil, im Süden an die Stadt Triberg und im Südwesten an Schonach, beide im Schwarzwald-Baar-Kreis und im Westen an die Stadt Elzach im Landkreis Emmendingen.

Stadtgliederung

Zur Stadt Hornberg mit den ehemals selbstständigen Gemeinden Niederwasser und Reichenbach gehören 134 Städte, Dörfer, Weiler, Zinken, Höfe und Häuser.

Geschichte

Allianzwappen anlässlich einer Eheschließung zwischen einem Freiherrn von Hornberg und einer Freiin von Zimmern

Bereits zur Römerzeit verlief durch das Gebiet der Stadt eine bedeutende Fernverbindung von Straßburg nach Konstanz, die unter fränkischer Herrschaft weiter betrieben wurde. Die Herrschaft Hornberg wurde dem Adalbert von Ellerbach von Heinrich IV. um das Jahr 1084 zum Lehen gegeben, der sich fortan von Hornberg nannte.

Um 1200 erfolgte unter den Erben eine Teilung, der südliche Teil wurde zur Herrschaft Triberg. Die Burg, unterhalb der sich die spätere Stadt Hornberg entwickelte, wurde um das Jahr 1300 errichtet.

Die Stadt ging durch Verkauf in die Hände der Württemberger über, für die dieses Gebiet einen wichtigen Stützpunkt auf dem Weg zu ihren elsässischen Besitzungen und der Grafschaft Mömpelgard darstellte. Der Verkauf begann im Jahre 1423 und war etwa 20 Jahrzehnte später abgeschlossen. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Stadt Sitz eines Obervogteiamtes.

Im Gränzvertrag zwischen dem Königreich Würtemberg und dem Großherzogthum Baden,[2] der am 2. Oktober 1810 in Paris abgeschlossen wurde, kamen mehrere „Stäbe“ des Oberamtes Hornberg, so die Stadt Hornberg und die Gemeinden Gutach, Schiltach und Kirnbach an das Großherzogtum Baden. Hornberg blieb auch danach Sitz eines Bezirksamtes.

Siehe auch: Burg Tiefenbach

Eingemeindungen

Die Gemeinde Niederwasser wurde am 1. Dezember 1971 und die Gemeinde Reichenbach am 1. April 1974 eingemeindet.

Religionen

Die Reformation wurde 1535 in Hornberg eingeführt. In der Stadt gibt es heute eine evangelische, eine römisch-katholische und eine neuapostolische Kirche.

Politik

Stadtbrunnen in Hornberg, Landsknecht und Narr weisen auf das bekannte Hornberger Schießen hin.

Bürgermeister

Bei der Wahl am 7. Dezember 2008 wurde Siegfried Scheffold mit 77,53 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen erneut zum Bürgermeister gewählt. Es ist seine zweite Amtszeit. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,69 Prozent.

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 7. Juni 2009 brachte folgendes Ergebnis:

Partei Wahlergebnis Sitze
CDU 38,2 % (+3,4) 7 Sitze (+1)
SPD 32,3 % (−0,6) 6 Sitze (±0)
FWH 29,6 % (−2,7) 5 Sitze (−1)

Reichenbach und Niederwasser verfügen über eigene Ortschaftsräte.

Wappen

Das Wappen zeigt zwei abgewendete schwarze Jagdhörner (Hifthörner), die über einem grünen Dreiberg schweben auf einem silbernen Schild.

Partnerschaften

Die Stadt Hornberg unterhält partnerschaftliche Beziehungen zur elsässischen Stadt Bischwiller in Frankreich, die etwa 30 km nördlich von Straßburg liegt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Gasthaus Schwanen auf dem Fohrenbühl
  • Industrie: Sanitärkeramik, Elektrotechnik, Holzverarbeitung.
  • Landwirtschaft: Die landwirtschaftlichen Betriebe konzentrieren sich auf Viehhaltung und Forstwirtschaft in den Ortsteilen Reichenbach und Niederwasser, von den 85 (2003) Betrieben sind 34 Haupterwerbsbetriebe.
  • Fremdenverkehr: Der Tourismus ist für Hornberg ein wichtiger Erwerbszweig, insgesamt wurden im Jahr 2005 52.685 Übernachtungen gezählt.

Ansässige Betriebe

In Hornberg sind unter anderem die Privatbrauerei M. Ketterer GmbH & Co. und der Sanitärhersteller Duravit AG ansässig. Hoch über der Stadt liegt das Hotel Schloss Hornberg.

Verkehr

Hornberg ist durch die Bundesstraße 33 (WillstättRavensburg) mit dem überregionalen Straßennetz verbunden. Seit 3. Juli 2006 wird die Hornberger Innenstadt durch einen Umgehungstunnel, den 1885 m langen Hornberg-Tunnel, entlastet.

Über die Badische Schwarzwaldbahn von Karlsruhe und Offenburg nach Singen (Hohentwiel) und Konstanz ist die Stadt an das Schienennetz angeschlossen.

Bildungseinrichtungen

Mit der Wilhelm-Hausenstein-Schule verfügt Hornberg über eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Daneben gibt es je einen evangelischen und römisch-katholischen Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Stich von Matthäus Merian: Hornberg um 1643

Hornberg liegt am Mittelweg, Westweg und am Querweg Rottweil-Lahr, drei Fernwanderstrecken, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen. Der Ort liegt auch an der Deutschen Uhrenstraße.

Bauwerke und Orte

  • Johannes-Täufer-Kirche, Evangelische Stadtkirche, 1953-1955 nach starker Zerstörung im 2. Weltkrieg renoviert und restauriert [3]
  • Eisenbahnviadukt der Schwarzwaldbahn
  • Karlstein bei Hornberg Felsformation im Ortsteil Niederwasser
  • Stadtbrunnen zum Gedenken an das Hornberger Schiessen. Erbaut 1955 durch Hugo Knittel [4]

Museen

  • Stadtmuseum mit Wilhelm-Hausenstein-Gedenkraum

Regelmäßige Veranstaltungen

Persönlichkeiten

Codex Manesse 251r: Herr Bruno von Hornberg

Ehrenbürger

  • Franz Schiele (* 1882 in Hornberg) war Unternehmer und Bürgermeister
  • Wilhelm Hausenstein (* 1882 in Hornberg) war ein Publizist und Diplomat
  • Erwin Leisinger war ein Heimatdichter und Verfasser des Freilichtspiels „Das Hornberger Schiessen“

Söhne und Töchter der Stadt

  • Bruno von Hornberg (1275–1310), deutscher Minnesänger
  • Anna Hofheinz-Gysin (1881–1929), deutsche Dichterin, Pfarrersfrau und Hausfrau
  • Wilhelm Hausenstein (1882–1957), Schriftsteller, Kunstkritiker und Kulturhistoriker, Publizist und Diplomat
  • Friedrich Jeckeln (1895–1946), deutscher Kriegsverbrecher
  • Siegfried Wendt (* 1940), Informatiker
  • Thomas Schäuble (* 1948), ehemaliger deutscher Politiker (CDU), Vorstand der Badischen Staatsbrauerei Rothaus
  • Bärbel Hähnle (* 1949), Leichtathletin, 1969 Vize-Europameisterin mit der 4-x-100 Meter-Staffel
  • Andreas Beck (* 1948), Mediziner, Theologe und Schriftsteller
  • Christoph Schmider (* 1960), deutscher Archivdirektor
  • Michael Gebhart (* 1961), deutscher Drehbuchautor, Produzent und Radiomoderator

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

  • Rochus Misch (* 1917), Leibwächter und Telefonist Adolf Hitlers; arbeitete als selbständiger Kunstmaler in Hornberg
  • Reinold von Urslingen(* ca. 1363-1365; † 11. November 1442), Ritter, 1437 Anteileigentümer an der Burg und Stadt Hornberg

Literatur

  • Stadtverwaltung Hornberg (Hrsg.): 900 Jahre Hornberg. Konkordia, Bühl [Baden] 1993.

Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2010 (Hilfe dazu)
  2. documentArchiv.de: Gränzvertrag zwischen dem Königreich Würtemberg und dem Großherzogthum Baden
  3. Website der Stadt Hornberg , Stand 06/2011
  4. Narrenzunft Hornberg e.V.

Weblinks

 Commons: Hornberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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