Jakob Meckel

Jakob Meckel

Klemens Wilhelm Jacob Meckel (* 28. März 1842 in Köln; † 5. Juli 1905) war ein Heeresoffizier des Deutschen Reiches.

1885 wurde er – als Major – von der japanischen Regierung als Militärberater berufen und ging nach Japan. Er schloss einen Vertrag mit der japanischen Regierung und arbeitete mehrere Jahre als Lehrer an der japanischen Militärakademie als „ausländischer Berater“ (o-yatoi gaikokujin).

Er kooperierte in dieser Zeit eng mit japanischen Politikern wie Yamagata Aritomo und Ōyama Iwao. Vor seinem Kommen nach Japan war die japanische Armee eng an französischen Vorbildern organisiert, Meckel formte das Heerwesen allerdings in preußischen Stil um. 1888 war sein Vertrag mit der japanischen Regierung zu Ende und er ging zurück nach Deutschland. In Japan blieb sein Andenken lange lebendig, seine Vorlesungen an der Heereshochschule bildeten noch für Jahrzehnte die Grundlage für die militärische Ausbildung in Japan.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er Kommandeur des Infanterie-Regiments Frankfurt. Kurz nach seiner Ernennung zum Generalmajor trat er aus dem aktiven Dienst zurück. Er verstarb 1905.

Schriften

  • Studien über das Kriegsspiel, 1873
  • Lehrbuch der Taktik, 1874–1876
  • Anleitung zum Kriegsspiele, 1875, 2. Auflage 1904
  • Der verbesserte Kriegsspiel-Apparat, um 1875, 2. Auflage 1900
  • Die Elemente der Taktik, 1877, 2. Auflage 1883, 3. Auflage als Grundriß der Taktik 1895, 4. Auflage 1897 (Digitalisat, PDF der 3. Auflage)
  • Taktik. Allgemeine Lehre von der Truppenführung im Felde, 1881, 2. Auflage 1883, 3. Auflage 1890 als Allgemeine Lehre von der Truppenführung im Krieg
  • Vorwort zu Otto v. Gottberg: Mit den Japanern über den Jalu, 1904

Literatur

  • Georg Kerst: Jacob Meckel. Sein Leben, sein Wirken in Deutschland und Japan. Musterschmidt, Göttingen 1970

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