Johann Georg Wolcker d.Ä.

Johann Georg Wolcker d.Ä.

Johann Georg Wolcker der Ältere (* Burgau?; † Augsburg?) war ein Maler des Frühbarock in Schelklingen.

Leben

Johann Georg Wolcker d. Ä. wurde vermutlich in Burgau geboren. Er heiratete vor 1700 Ursula Michler aus Schelklingen (Alb-Donau-Kreis). 1702 zog er mit seiner Familie nach Schelklingen, wo dem Ehepaar bis 1718 noch neun Kinder geboren wurden. Er verstarb vermutlich in Augsburg bei seinem ältesten Sohn Johann Georg der Jüngere.

Johann Georg Wolcker d. Ä. hatte mehrere Söhne, welche bedeutende Barockmaler wurden:

1. Johann Georg Wolcker d. J. (* 1700 in Burgau, † 27. Oktober 1766 in Augsburg): Werke siehe Thieme-Becker

2. Johann Michael Wolcker (getauft Schelklingen 12. Mai 1702, † 16. Oktober 1784 in Würzburg): pictor, ließ sich 1739 in Würzburg nieder. Werke siehe Thieme-Becker

3. Matthäus oder. Matthias Wolcker (getauft Schelklingen 22. Februar 1704, † 10. Oktober 1742 in Dillingen/Donau): Maler, lebte seit 1731 in Dillingen/Donau und heiratete eine Tochter des Dillinger Malers Anton Wenzeslaus Haffe. Werke siehe Thieme-Becker

4. Gottfried Wolcker (getauft Schelklingen 30. Dezember 1706, † 5. August 1779 in Schelklingen): artificiosus pictor, Maller allhier, lebte in Schelklingen im Bemelberger Schlössle und heiratete im Kloster Urspring am 20. Juni 1745 Brigitta Abbt, aus welcher Ehe mehrere Kinder entsprossten. Nicht bei Thieme-Becker

5. Andreas Wolcker (getauft Schelklingen 5. September 1708, † wo? 26. August 1758): pictor, Wohnort unbekannt. Nicht bei Thieme-Becker

6. Gabriel Wolcker (getauft Schelklingen 8. Juni 1715, † ?): Maler. Arbeitete in Franken. Datierungen von 1755 und 1757. Werke siehe Thieme-Becker

Werke

Die Hauptquelle für die Dokumentation der Werke der oben genannten Mitglieder der Familie Wolcker ist Ulrich Thieme und Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Leipzig: VEB E.A. Seemann Verlag, 1907-8. Bd. 36, Stichwort Wolcker, S. 184f.. Daneben sind eine Vielzahl von Einzelpublikationen heranzuziehen.

Literatur

  • Immo Eberl (Bearb.): Die Familien- und Personenstandsfälle in den Pfarreien Stadt Schelklingen und Kloster Urspring (1602–1621, 1657–) 1692–1875. Stadtarchiv, Schelklingen 1987, Stichwort Wolcker.
  • Johann Georg Bergmüller 1688–1762. Zur 300. Wiederkehr seines Geburtsjahres. Ausstellung im Schloß in Türkheim. Konrad, Weissenhorn 1988, S. 101–105 (Johann Georg Wolcker d.J.).
  • Monika Meine-Schawe und Martin Schawe: Die Sammlung Reuschel: Ölskizzen des Spätbarock. Hrsg. von der Reuschel-Stiftung, München. Bruckmann, München 1995, S. 162–167 (Johann Georg Wolcker d.J.).
  • Ulrich Thieme und Felix Becker: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Seemann, Leipzig, Band 36, Stichwort Wolcker, S. 184f..

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