Keulenblattwespen

Keulenblattwespen
Keulhornblattwespen
Keulhornblattwespe der Gattung Cimbex

Keulhornblattwespe der Gattung Cimbex

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
Unterordnung: Pflanzenwespen (Symphyta)
Überfamilie: Tenthredinoidea
Familie: Keulhornblattwespen
Wissenschaftlicher Name
Cimbicidae
Larve aus der Gattung Cimbex

Die Knopf- bzw. Keul(en)hornblattwespen (Cimbicidae) sind eine Familie innerhalb der Pflanzenwespen (Symphyta). Sie kommen nur in der Holarktis mit etwa 130 Arten vor. In Europa leben davon 54 Arten.[1] Sie treten nicht nur in mitunter sehr niedrigen Populationsdichten auf, sondern führen teilweise auch ein verstecktes Leben und sind deswegen selten zu beobachten.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Die Wespen erreichen je nach Art Körperlängen von 8 bis 28 Millimetern, damit gehören die großen Arten zu den größten mitteleuropäischen Hautflüglern. Wichtigstes Merkmal dieser Familie sind die vier bis sieben segmentigen Fühler, die am Ende charakteristisch zu einer deutlichen Keule verdickt sind. Dies ist auch ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zu Hornissen, die von einigen Keulhornblattwespen mitunter täuschend echt imitiert werden. Der Thorax ist am Rücken deutlich eingebuchtet. Das Abdomen, das wie bei allen Pflanzenwespen zum Thorax hin nicht eingeschnürt ist, hat seitlich Kanten. Der Legeapparat (Ovipositor) der Weibchen steht am Hinterleibsende nicht hervor. Die Männchen haben verdickte Hinterbeine und kräftigere Mandibeln.

Die Larven (Afterraupen) sehen, wie die aller Pflanzenwespen, den Raupen von Schmetterlingen sehr ähnlich, unterscheiden sich von diesen aber durch insgesamt acht, statt maximal sieben Beinpaare. Im speziellen sind die Larven der Keulhornblattwespen mit bis zu 50 Millimetern Länge relativ groß und auch sehr wuchtig gebaut. Ihre Thorakalbeine sind fünfgliedrig und gut entwickelt. Auf dem zweiten bis achten Abdominalsegment und am 10. sitzen ebenfalls Beine. Bei vielen Arten sind die Larven hell gestäubt.

Lebensweise

Die Imagines ernähren sich von süßen Säften. Dazu ritzen sie z.B. junge Zweige an um an den Saft zu gelangen.

Die Weibchen legen ihre Eier entweder unter die Epidermis der Blätter oder in den Blattrand. Die Larven ernähren sich phytophag frei auf den Blättern sitzend. In Fresspausen sitzen sie eingerollt auf der Blattunterseite. Bei Gefahr können sie durch Reflexbluten einen gebündelten Strahl Körperflüssigkeit 10 bis 20 Zentimeter weit spritzen. Die Verpuppung findet in einem stabilen Kokon im Boden oder zwischen Rindenspalten statt.

Arten (Auswahl)

Referenzen

  1. Cimbicidae. Fauna Europaea. Abgerufen am 18.05.2007.

Weblinks


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