Leiopython

Leiopython
Weißlippenpython

Weißlippenpython (Leiopython albertisii)

Systematik
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Überfamilie: Wühl- und Riesenschlangenartige (Boidea)
Familie: Riesenschlangen (Boidae)
Unterfamilie: Pythons (Pythoninae)
Gattung: Leiopython
Art: Weißlippenpython
Wissenschaftlicher Name
Leiopython albertisii
Peters & Doria, 1878

Der Weißlippenpython (Leiopython albertisii) ist die einzige Art der monotypischen Gattung Leiopython aus der Unterfamilie der Pythons. Derzeit sind keine Unterarten anerkannt[1]. Die Art wurde zu Ehren Luigi Maria d'Albertis benannt[2].

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Weißlippenpython erreicht bis zu drei Meter Länge und hat eine mittel- bis dunkelbraune Körperfärbung ohne Musterung, Kehle und Bauch sind hellgrau oder gelblich. Der Kopf ist lang und deutlich vom schlanken Rumpf abgesetzt, schwarzbraun bis schwarz gefärbt und hat auffällige weiße Ober- und Unterlippenschilde mit schwarzen Vorderkanten[3]. In den nördlichen Populationen findet sich häufig ein weißlicher Fleck hinter dem Auge.

Hinter den beiden Internasalschilde liegen zwei langgestreckte Präfrontalschilde und ein großer Frontalschild, an den ein Paar Parietalschilde anschließen. Das Auge ist umgeben von einem Präocular-, einem großen Supraocular- und drei bis vier Postocularschilden und grenzt an den fünften bis siebten der 12 bis 14 Supralabialschilde. Die Infralabialschilde zählen 14 bis 18. Die Rumpfmitte weist 44 bis 55 Reihen glatter Schuppen auf, der Bauch 259 bis 283 Ventral- und 62 bis 72 paarige Subcaudalschilde sowie einen ungeteilten Analschild.

Verbreitung

Der Weißlippenpython findet sich auf Neu Guinea (unterhalb 1200 Metern), inklusive der Inseln Salawati und Biak, auf Normanby, Mussau und auf einer Reihe von Inseln in der Torres-Straße[4]. Die Art lebt vorwiegend am Boden in Regenwäldern und Marschland, normalerweise in der Nähe von Wasser, welches bei Störung als Zuflucht genutzt wird.

Lebensweise

Der Weißlippenpython ernährt sich vorwiegend von kleinen bis mittelgroßen Säugern, Vögeln und Reptilien.

Die Weibchen legen etwa ein Dutzend Eier in einem kompakten Haufen. Die Gelege werden vom Muttertier wie auch bei anderen Python-Arten bewacht. Nach etwa 57–79 Tagen schlüpfen die Jungen, welche zu diesem Zeitpunkt eine Länge von etwa 35–40 Zentimetern aufweisen.

Weblinks

Quellen

  • Ludwig Trutnau: Ungiftige Schlangen, Teil 1. 4 Auflage. Eugen Ulmer GmbH & Co., Stuttgart 2002, ISBN 3-8001-3223-0. 

Einzelnachweise

  1. Leiopython bei ITIS (engl.)
  2. Peters W and G Doria. 1878. Catalogo dei retilli e dei batraci raccolti da O. Beccari, L. M. D'Alberts e A. A. Bruijn. nella sotto-regione Austro-Malese. Annali del Museo Civico de Storia Naturale di Genova. ser. 1(13):401-403, plate III, Fig. 2.
  3. Mehrtens JM. 1987. Living Snakes of the World in Color. New York: Sterling Publishers. 480 pp. ISBN 0-8069-6460-X.
  4. McDiarmid RW, Campbell JA, Touré T. 1999. Snake Species of the World: A Taxonomic and Geographic Reference, vol. 1. Herpetologists' League. 511 pp. ISBN 1-893777-00-6 (series). ISBN 1-893777-01-4 (volume).

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