Löbsal

Löbsal
Löbsal
Gemeinde Diera-Zehren
Koordinaten: 51° 14′ N, 13° 26′ O51.22777777777813.433888888889Koordinaten: 51° 13′ 40″ N, 13° 26′ 2″ O
Einwohner: 40
Eingemeindung: 1. Juli 1950
Eingemeindet nach: Nieschütz

Löbsal ist ein Ortsteil der Gemeinde Diera-Zehren im Landkreis Meißen in Sachsen mit ca. 40 Einwohnern.

Die erste urkundliche Erwähnung des aus einer slawischen Siedlung entstandenen Ortes datiert aus dem Jahr 1277.

Das auf dem Burgberg am rechten Elbufer oberhalb von Diesbar gelegene Löbsal ist ein Weinbau- und Erholungsort mit mehr Gästebetten als Einwohnern. Es gilt als eines der Elbweindörfer.

Erwähnenswert ist ein prähistorischer bewehrter Siedlungsplatz aus der Bronzezeit (1800 v. Chr.) auf einem Bergsporn bei Löbsal (Burgberg). In dem teilweise erhaltenen Erdwall lassen sich Reste einer Burgmauer mit einem Fachwerkbau aus Holz und Erde nachweisen.

Inhaltsverzeichnis

Frühneuzeitlicher Münzschatz

Am 10. Januar 2007 fanden zwei ehrenamtliche Denkmalpfleger im Kreis Meißen einen Schatz. Im Auftrag des Landesamts für Archäologie Sachsen erkundeten sie ein Feld in der Nähe der Gemeinde Löbsal nach Oberflächenfunden und stießen dabei auf einen Münzschatz. Die meisten Stücke lagen dicht beieinander und unter der Oberfläche des brachliegenden Ackers. Weiterhin wurden noch Scherben von zwei Keramik-Gefäße geborgen.

Insgesamt wurden 154 Münzen gefunden, darunter fünf Goldmünzen. Die Dukaten sind von Kaiser Ferdinand III., aus der Reichsstadt Frankfurt, aus Geldern und Utrecht. Den Großteil bilden jedoch die 148 Silbermünzen, darunter Taler und Talerteilstücke, Groschen, Dreier, Mariengroschen, Prager Groschen, Maleygroschen, Patagone und ein viertel Patagone. Außerdem war ein in Saalfeld geprägter Taufpfennig dabei, der einem am 9. März 1599 geborenen Johannes Möller gehörte.[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Münzschatz aus Sachsen. Archäologie-Online, abgerufen am 13.April 2009.

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