L’âme Immortelle

L’âme Immortelle
L'Âme Immortelle
L’âme Immortelle (Thomas Rainer und Sonja Kraushofer) beim M’era Luna Festival 2004
L’âme Immortelle (Thomas Rainer und Sonja Kraushofer) beim M’era Luna Festival 2004
Gründung 1996
Genre Rock, Pop, Elektronische Musik
Website http://www.lameimmortelle.com/
Gründungsmitglieder
Keyboard, Gesang Thomas Rainer
Keyboard Hannes Medwenitsch (bis 2002)
Aktuelle Besetzung
Keyboard, Gesang Thomas Rainer
Gesang Sonja Kraushofer (seit 1996)
Livemusiker
Gitarre Ashley Dayour (seit 2002)
Keyboard Martin Parzer (seit 2003)
Bass Francis (seit 2003)
Schlagzeug Markus Adamer (seit 2003)

L'Âme Immortelle (franz.: „die unsterbliche Seele“) ist eine österreichische Band, die 1996 von Thomas Rainer (* 8. Februar 1979, Keyboard, Gesang) und Hannes Medwenitsch (Keyboard) gegründet wurde.

Inhaltsverzeichnis

Bandgeschichte

Die Wurzeln von L’Âme Immortelle liegen im Metal-Bereich. Nach der Gründung der Band im Jahr 1996 wurde neben dem Song „Final Oath“ auch das Stück „Life will never be the same again“ produziert, woraufhin sie sich auf die Suche nach einer Sängerin begaben. Sonja Kraushofer (* 6. November 1978) beendete diese Suche, woraufhin das Trio komplett war. 1997 produzierten sie ihr Demotape „Lieder die wie Wunden bluten“ und bewarben sich bei dem Liechtensteiner Label M.O.S. Records Ltd., das sie unter Vertrag nahm. Das Debüt-Album „Lieder die wie Wunden bluten“ wurde noch im selben Jahr veröffentlicht.

Ein Jahr später wurde das zweite Album, In einer Zukunft aus Tränen und Stahl veröffentlicht, das die erste Chartplatzierung in den deutschen Alternative-Charts schaffte. 1999 touren L'Âme Immortelle als Support der Band Christian Death durch Europa. Der Vertrag mit M.O.S. Records Ltd. wurde nicht verlängert und so wechselte die Gruppe zum Label Trisol Music Group.

Das dritte Album Wenn der letzte Schatten fällt wurde veröffentlicht und seitdem sind L’âme Immortelle auch außerhalb Deutschlands ein Begriff. Ihre erste Headlinertour fand 2000 statt. 2001 erhielten L'Âme Immortelle ihren ersten Erfolg in den Deutschen Media-Control-Charts, das Album Dann habe ich umsonst gelebt stieg auf Platz 48 ein. Aus gesundheitlichem Grund verließ das Gründungsmitglied Hannes Medwenitsch ein Jahr später die Band. Von nun an wurden sie an der Gitarre von Ashley Dayour auch bekannt von der Band Whispers in the Shadow unterstützt.

Ihr nächstes Album Als die Liebe starb wurde ebenfalls unerwartet zu einem Charterfolg (Höchstposition Platz 38 in Deutschland). Im Frühjahr 2003 tourten L'Âme Immortelle mit ASP und Unheilig durch weite Teile Deutschlands. Die DVD Disharmony erreichte Platz 9 in den Deutschen DVD Charts.

Im Jahr 2004 wechselte die Band zum Label Supersonic Records, einem Tochterunternehmen von Sony BMG Music Entertainment. Gemeinsam mit Oomph! wurde die Single Brennende Liebe veröffentlicht. Kurze Zeit später wurden das Stück 5 Jahre und das dazugehörige Album Gezeiten veröffentlicht, die Chartplatzierungen in Deutschland erreichten.

2006 folgte dann mit Auf deinen Schwingen ein weiteres Studio-Album, welches wesentlich mehr Pop-Elemente beinhaltete als seine Vorgänger. Noch im selben Jahr kündigte L’âme Immortelle für 2007 ihr zehnjähriges Jubiläums-Best-of-Album 10 Jahre an, welches auch neue Tracks beinhaltete.

Am 25. Januar 2008 veröffentlichte L'Âme Immortelle ihr neuntes Studioalbum, Namenlos. Hierfür wechselte die Band zurück zu ihrem alten Label Trisol Music Group, was im Dezember 2007 bekannt gegeben wurde.[1] Das Album erschien in Form eines Doppelalbums, dessen zweite CD Cover-Versionen anderer Bands, unter anderem von Whispers in the Shadow, Spiritual Front und Steinkind, enthält. Am 25. Juli 2008 erschien das Remix-Album Durch fremde Hand, dass Remixes und Cover-Versionen befreundeter Bands aller Songs von Namenlos enthält, in derselben Reihenfolge abgespielt.

Stil

Musik

Das Debüt Lieder die wie Wunden bluten weist noch deutliche Spuren aus Rainers Black-Metal-Vergangenheit auf. Sein elektronisch verzerrter Gesang wird guttural eingesetzt, während die an Popmusik und Schlager orientierte Stimme Kraushofers den sanften Gegenpart bildet. Die auf einfachen Grundmustern basierenden Tracks werden oft durch technoide Rhythmen und klassik-inspirierte Komponenten untermalt. Dieser Stil wurde bis zum Album Dann habe ich umsonst gelebt ausgeweitet und vereinzelt um Future-Pop- und Drum-’n’-Bass-Elemente erweitert (bspw. bei dem Titel „Innocent Guilt“). Auf dem dritten Album Wenn der letzte Schatten fällt findet sich erstmals vermehrt unverzerrter Männergesang.

Obgleich die Musik der Band deutlich elektronisch geprägt war, taten sich viele Journalisten schwer mit einer stilistischen Kategorisierung. Auf die Frage, ob sich L’Âme Immortelle als Gothic-Band verstünden, antwortete Rainer bedächtig:

Das ist eine gute Frage. Es ist schwer, sich in irgendeine Schublade stecken zu lassen. Für mich persönlich ist »Gothic« eher Gothic Rock. Das ist zumindest meine Definition.[2]

Thomas Rainer, Orkus Musikmagazin, 1999

2002 erfolgte mit Als die Liebe starb ein Wechsel zu elektronischer Popmusik und konventionellem, teils deutsch-sprachigen Alternative Rock mit Einflüssen der Neuen Deutschen Härte. Diesem Stil blieb die Band – mit wenigen Ausnahmen – bis heute treu.

Texte

Die Songs von L'Âme Immortelle sind auf Deutsch und teilweise Englisch verfasst. Sie weisen meist melancholische Liedtexte auf und handeln häufig von starkem Liebeskummer.

Nebenprojekte

Diskografie

Alben

  • 1997: Lieder die wie Wunden bluten
  • 1998: In einer Zukunft aus Tränen und Stahl
  • 1999: Wenn der letzte Schatten fällt (Version 2 mit Bonus-CD Echoes)
  • 2001: Dann habe ich umsonst gelebt
  • 2002: Zwielicht
  • 2002: Als die Liebe starb
  • 2003: Seelensturm (Version 1: Buch & CD, Version 2: CD)
  • 2004: Gezeiten
  • 2006: Auf deinen Schwingen
  • 2007: 10 Jahre
  • 2008: Best of Indie Years
  • 2008: Namenlos (Doppel-CD)
  • 2008: Durch Fremde Hand

Singles

  • 2000: Epitaph
  • 2001: Judgement
  • 2002: Tiefster Winter
  • 2004: 5 Jahre
  • 2004: Stumme Schreie
  • 2005: Fallen Angel
  • 2006: Dein Herz
  • 2006: Phönix (nur als DJ-Promo)
  • 2006: Nur Du

Sonstiges

  • 1998: Echoes
  • 1999: Tour CD
  • 2002: Zwielicht (Remix-CD von "Dann habe ich umsonst gelebt", inkl. Video-CD)
  • 2003: Disharmony - Live! (DVD & Musik-CD)
  • 2003: DJ Revelation 01 compiled by L'ÂME IMMORTELLE
  • 2004: Brennende Liebe (mit Oomph!)
  • 2005: Disharmony - Live! (DVD & Musik-CD)
  • 2007: 10 Jahre (Best Of)
  • 2008: Best of Indie Years (Best Of)
  • 2008: Jenseits der Schatten (DVD & Musik-CD)

Einzelnachweise

  1. Artikel: L'Ame Immortelle returns to Trisol for 'Namenlos' 2CD (englisch; Zugriff: 2008-03-28)
  2. Claus Müller & Kerstin Strobel: Interview mit L’Âme Immortelle, Orkus Musikmagazin, Ausgabe 11/99, S. 28, November 1999
  3. a b c http://www.musicline.de/de/chartverfolgung_summary/artist/L%2527Ame+Immortelle/longplay

Weblinks


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