Massú

Massú
Nicolás Massú in Kitzbühel 2005
Nicolás Massú 2006 bei den Australian Open

Nicolás Alejandro Massú Fried (* 10. Oktober 1979 in Viña del Mar) ist ein chilenischer Tennisspieler.

Massús Mutter Sonia Fried ist jüdischer Abstammung, sein Vater Manuel Massú hat arabische Vorfahren. Massús Begeisterung für Sport wurde durch seinen Großvater Ladislao Fried geweckt, als Massú fünf Jahre alt war.

1997 war Massú einer der besten Nachwuchsspieler der Welt. Er gewann die Orange Bowl, das Juniorenturnier in Wimbledon sowie das Juniorenturnier bei den US Open. Ebenfalls 1997 schloss sich Massú dem Profitennis an.

2000 qualifizierte sich Massú für die Olympischen Spiele in Sydney und führte das chilenische Olympiateam während der Eröffnungsfeier als Fahnenträger an. Doch beim Tennisturnier schied er bereits in der zweiten Runde aus.

2003 und 2004 gewann er den World Team Cup mit seinem Freund Fernando Gonzalez

Seine größten Erfolge erreichte er bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen. Im Doppel gewann er mit seinem Partner Fernando González das erste Olympiagold für Chile überhaupt. In einem packenden Fünfsatzspiel bezwangen sie die Deutschen Nicolas Kiefer und Rainer Schüttler. Einen Tag später krönte Massú seine Olympiateilnahme mit dem Sieg im Einzel. Im Finale siegte er gegen den US-Amerikaner Mardy Fish in fünf Sätzen mit 6:3, 3:6, 2:6, 6:3 und 6:4. In den darauf folgenden Jahren verlor er den Anschluss an die Spitze und stand oft im Schatten seines Landsmannes Fernando González, der in der Zeit wesentlich erfolgreicher war. Neben den bescheidenen Leistungen im Einzel, verliefen viele Daviscup-Aufeinandertreffen mit mäßigem Erfolg, was mit einem frühen Ausscheiden Chiles endete.

Massú fiel in der Rangliste weit zurück und steht aktuell nicht unter den Top 100, was die Teilnahme an großen Turnieren erschwert. Doch durch seinen Kampfgeist konnte er eine weitere Durchreichung im Ranking verhindern, indem er bei kleineren Challenger-Turnieren teilnahm und dort seine Punkte fürs Ranking sammeln konnte. Des Weiteren kämpfte er sich oft über die Qualifikation in größere Turniere, wo er das eine oder andere Spiel auch gewinnen konnte. Am 28. Juli 2008 nahm er im Rahmen der Vorbereitung für die Olympischen Spiele in Peking bei einen Challengerturnier in Belo Horizonte teil und erreichte das Finale. In Peking war er als Titelverteidiger gesetzt und überraschte viele, als er in der ersten Runde den favorisierten Belgier Steve Darcis 6:4, 7:5 besiegen konnte. Doch in der zweiten Runde musste er sich dem Argentinier David Nalbandian mit 7:6 (0), 6:1 geschlagen geben.

Massús beste Position in der ATP-Weltrangliste war Platz 9 kurz nach seinem Olympiasieg. Er hat bislang bei sechs Finalteilnahmen fünf ATP-Turniersiege geschafft.

Kurioses

Massú bewahrte seine Goldmedaillen in Athen unter dem Kopfkissen auf. Nach der Rückkehr nach Chile bemerkte er, dass er die Medaillen vergessen hatte. Er rief seinen Doppelpartner Fernando Gonzalez an, der noch vor Ort war, sich der Sache annahm und die Medaillen sicherstellte.

Bilanz bei Grand Slam-Turnieren

Turnier 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007
Australian Open - 1 1 - 1 2 1 1
French Open 2 1 - 2 3 1 3 2
Wimbledon 1 3 1 2 1 2 1 1
US Open 1 2 3 3 2 AF 1

AF = Achtelfinale VF = Viertelfinale HF = Halbfinale F = Finale S = Sieg Ziffer = Vorrunde

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