Mission21

Mission21

Mission 21 ist ein internationales kirchliches Hilfswerk mit Sitz in Basel (Schweiz), das sowohl ökumenisch wie auch interreligiös tätig ist. Mission 21 pflegt in Europa partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Bethlehem Mission Immensee (BMI), dem EMS in Deutschland sowie der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) in Bern. Im Unterschied zu anderen Hilfsorganisationen arbeitet mission 21 ausschließlich mit kirchlichen oder kirchennahen Organisationen zusammen und leistet primär strukturelle Aufbauhilfe.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Am 1. Januar 2001 schlossen sich fünf einzelne Missionswerke zusammen. Dieses Hilfswerk wurde mission 21, evangelisches missionswerk basel genannt und ersetzte die bis 1999 tätige Kooperation Evangelischer Kirchen und Missionen (KEM). Vom 16. bis 20. Juni 2004 fand die erste internationale Missionssynode von mission 21 statt, in der die Partnerinnen und Partner von Afrika, Asien und Lateinamerika in den Entscheidungsstrukturen vertreten und an der Beschlussfassung beteiligt waren. Im Jahre 2007 kamen schließlich die Basler Mission, die Evangelische Mission im Kwango, die Herrnhuter Mission, die Schweizerische Ostasien Mission und die Südafrika Mission als weitere Trägervereine hinzu.

Organisation und Verwaltung

In der Verwaltung von mission 21 sind rund 55 Personen beschäftigt. Hinzu kommen noch rund 40 so genannte „ökumenische Mitarbeitende“ aus den verschiedensten Berufen zum Einsatz bei den Partnerkirchen und –organisationen, die allerdings keinen Verkündungsauftrag haben. Das Hotel und Bildungszentrum beschäftigt weitere 36 Personen.

Der Sitz von mission 21 ist das Missionshaus, welches 1870 in Basel fertig gestellt wurde. Das Haus diente ursprünglich als Schulungsgebäude für die Missionare der Basler Mission. Das Haus ist heute einerseits Sitz von mission 21, andererseits zu einem Hotel und Bildungszentrum umgebaut worden. Der Gewinn aus dem Hotelbetrieb fließt der Projektarbeit von mission 21 zu.

Mission 21 verfügt über eine hauseigene öffentlich zugängliche Bibliothek, die zudem eine ausgewiesene Fachbibliothek für Mission, Ökumene und Entwicklungszusammenarbeit ist. Ein ebenfalls vorhandenes umfangreiches Archiv für interdisziplinäre Forschung mit einem klaren Schwerpunkt im Bereich der Afrikanistik ermöglicht ein kritisches Aufarbeiten der (eigenen Missions-) Geschichte.

Mission 21 finanziert sich durch private Spenderinnen und Spender, von Kirchgemeinden in der Schweiz sowie mit Beiträgen von diversen anderen Organisationen. Der Gesamtumsatz von mission 21 beträgt aktuell rund 15 Millionen Schweizer Franken pro Jahr.

Das Logo von mission 21 stellt in stilisierter Form den Baum des Lebens dar, wie er im Buch der Offenbarung Vers 22,2 beschrieben wird. Gestaltet wurde das Logo vom Grafikerbüro VischerVettiger in Basel.

Zielsetzung und Grundsätze

Mission 21 hat die Ziel, Begegnungen mit bisher fremden Lebenswelten zu ermöglichen und dort konkret zu helfen, wo Friede, Gerechtigkeit und die Schöpfung bedroht sind. Sie setzt sich dabei im Rahmen von speziellen Begegnungen und Veranstaltungsreihen mit aktuellen Themen der Kirche und der Gesellschaft auseinander und bietet besonders in der Schweiz Raum für interkulturelle und interreligiöse Begegnungen. Jährlich wählt mission 21 regelmäßig so genannte Schwerpunktthemen aus, welche während eines gegebenen Zeitraums in der Kommunikations- und Projektarbeit besonders hervorgehoben werden. Dies kann die Vertiefung über ein bestimmtes Land ebenso sein wie die Möglichkeit, ein ausgewähltes Projekt umzusetzen. Die Projektbereiche umfassen medizinische Hilfe, HIV/Aids-Prävention, landwirtschaftliche Ausbildung, berufliche Weiterbildung, Unterstützung von Waisen, theologische Bildung, Friedensförderung und Gleichstellung der Geschlechter. Die rund 100 Projekte verteilen sich auf 17 Länder in Afrika, Asien und Lateinamerika.

Das "PEP!" - Programm

PEP! (Professionals Exposure Program) ist ein dreiteiliges Weiterbildungsangebot von mission 21. Ziel des Angebots ist es, jungen Menschen den Zugang zu moderner Entwicklungsarbeit zu ermöglichen, ohne sich dabei gleich für mehrere Jahre für einen Einsatz zu verpflichten. Nach einem Vorbereitungskurs ist ein Projekteinsatz vorgesehen, der in einem Rückkehrseminar und Workshop zur Vertiefung interkultureller Fragen abgeschlossen wird. Die Aufgabe im Projekt steht in Zusammenhang mit Beruf oder Ausbildung. So kann Fachwissen vertieft und interkulturelle Kompetenz aufgebaut werden. Während des sechs- bis zwölfmonatigen Einsatzes in Afrika, Lateinamerika oder Asien sind die Teilnehmenden für ein eigenes Aufgabengebiet verantwortlich. Jährlich leisten dabei rund 15 bis 20 Personen einen "PEP!"-Einsatz, die aus etwa 400 Bewerbern pro Jahr ausgesucht werden.

Publikationen

Mission 21 bedient sich drei verschiedener Publikationen, um ihre Mitglieder und die Öffentlichkeit über ihre Arbeit und Projekte sowie über ihre Partnerorganisationen zu informieren, aber auch um mit aktuellen Themen zu Diskussionen anzuregen. Diese Publikationen erscheinen 6x jährlich und sind im Einzelnen:

  • Auftrag - Informationen über das Leben und seine Kehrseiten in den beteiligten Ländern
  • Nachrichten Mission 21 - allgemeine informationen über das Mission21 und seine Projekte
  • Informell - übergeordnete Informationen der Trägervereine

Partnerkirchen

Die Mitbestimmung der Partnerkirchen und –organisationen spielt eine zentrale Rolle. In den Kontinentalversammlungen dieser Partnerkirchen werden die jeweiligen Delegierten bestimmt, die aktuellen Themen definiert sowie die verschiedenen Aktivitäten koordiniert. Diese Partnerkirchen sind im Einzelnen:

  • Presbyterian Church in Cameroon: [1]
  • Teofilo Kisanji University, Tansania : [2]
  • CEDEPAS-Centro:[3]
  • CEDEPAS-Norte: [4]
  • ADEP: [5]
  • AAMA-FRAMA: [6]
  • BCCM: [7]
  • GKP: [8]
  • PGI: [9]
  • STS: [10]
  • UIN YOGYA: [11]
  • UKDW: [12]
  • Kamerun, Fonta: Landwirtschaftliches Beratungszentrum: [13]
  • Tansania, Mbeya: Teofilo Kisanji Universität: [14]
  • Bolivien, La Paz: Institut für ökumenische andine Theologie ISEAT: [15]
  • Chile: Mesa Chile: [16]
  • Chile, Concepción: Entwicklungs- und Ausbildungsdienst SEDEC: [17]
  • Chile, Santiago: Evangelischer Entwicklungsdienst SEPADE: [18]
  • Chile, Santiago: Ökumenisches Zentrum "Diego de Medellín" CEDM: [19]
  • Chile, Santiago: Dienst für Frieden und Gerechtigkeit SERPAJ: [20]
  • Chile, Santiago: Methodistische Kirche von Chile IMECH: [21]
  • Chile, Sanitago: Frauenkollektiv Conspirando: [22]
  • Chile, Santiago & Concepción: Evangelisch-Theologische Gemeinschaft von Chile: [23]
  • Costa Rica, San José: DEI Departemento Ecuménico de Ivestiganciones: [24]
  • Costa Rica, San José: SERPAJ - LA Servicio de Paz y Justicia coordinación Latinoamericana: [25]
  • Argentinien, Bueons Aires: ISEDET Instituto Superior Evangélico de Estudios Teológicos: [26]
  • Ecuador, Quito: CLAI Consejo Latinoamericano de Iglesias: [27]
  • Südkorea: The Presbyterian Church in the Republic of Korea (PROK): [28]
  • Südkorea: The Presbyterian Church of Korea (PCK): [29]
  • Asian Fellowship of mission 21 Partners: [30]

Einzelnachweise

  1. Curch in Cameoon [1]
  2. Teofilo Tansania [2]
  3. CEDEPAS [3]
  4. CEDEPAS [4]
  5. ADEP [5]
  6. AAMA [6]
  7. BCCM [7](indonesisch)
  8. GKP [8](indonesisch)
  9. PGI [9] (indonesisch)
  10. STS [10]
  11. UIN [11]
  12. UKDW [12]
  13. FONTA [13]
  14. Mbeya [14]
  15. ISEAT [15]
  16. Mesa [16]
  17. Conceptión [17]
  18. SEPADE [18]
  19. CEDM [19]
  20. SERPAJ [20]
  21. IMECH [21]
  22. Conspirando [22]
  23. Conceptión [23]
  24. DEI [24]
  25. SERPAJ [25]
  26. ISEDET [26]
  27. CLAI [27]
  28. PROK [28]
  29. PCK [29]
  30. ASIA [30]

Weblink


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