Asterix – Sieg über Cäsar

Asterix – Sieg über Cäsar
Filmdaten
Deutscher Titel: Asterix – Sieg über Cäsar
Originaltitel: Astérix et la surprise de César
Produktionsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 1985
Länge: 79 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK o. A.
Stab
Regie: Gaëtan Brizzi, Paul Brizzi
Drehbuch: Pierre Tchernia nach einem Comic von René Goscinny & Albert Uderzo
Produktion: Yannik Piel
Musik: Vladimir Cosma
Kamera: Philippe Lainé
Schnitt: Monique Isnardon, Robert Isnardon
Synchronisation

Asterix – Sieg über Cäsar (Originaltitel: Astérix et la surprise de César) ist der vierte Asterix-Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1985, der in erster Linie auf den beiden Asterix-Comicbänden Asterix als Legionär und Asterix als Gladiator basiert und von vielen Fans der Comics und Filme als der beste Asterix-Film angesehen wird.

Der Film weicht von der bisherigen Machart der drei früheren Asterix-Filme um einiges ab, nicht nur weil extra ein Asterix-Song im Stil der 1980er Jahre von Plastic Bertrand komponiert wurde, sondern auch, weil bessere Animation und eine dramatische Auflösung der Handlungsverstrickungen zur Qualität beitrugen. 1987 erhielt der Film die Goldene Leinwand.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Der Film beginnt damit, dass sich Obelix in Falbala, die Nichte von Majestix, verliebt. Tragischerweise ist die bereits mit dem ansehnlichen Tragicomix verlobt, was bei Obelix für Trauer sorgt. Währenddessen gehen Falbala und Tragicomix im Wald spazieren und werden gefangen genommen. Ein Trupp Römer hatte sie aufgespürt, angetrieben von einem neuen, noch unerfahrenen, aber ehrgeizigen Dekurio, der mit seinem Fang den Chef des römischen Lagers beeindrucken will. Anders als erwartet gerät der Zenturio aber völlig in Rage, wohl wissend, dass die blutrünstigen Gallier jeden Moment aufkreuzen werden, um ihre Freunde zu befreien. Um dem vorzubeugen, schickt der Zenturio den Rekruten in einen äußersten Vorposten des römischen Imperiums, in die Sahara, und bereitet sich derweil auf die Konfrontation mit den Dorfbewohnern vor.

Die verärgerten Gallier überrennen das Camp kurze Zeit später, doch enttäuscht müssen sie die Abwesenheit ihrer Freunde feststellen. Noch auf dem Schlachtfeld werden Asterix und Obelix in ihre neue Mission, Falballa und Tragicomix aus den Fängen der Römer zu befreien, eingeweiht. Auf ihrer Reise lautet die erste Zwischenstation Marseille und es zeigt sich, dass sie den beiden am schnellsten folgen können, wenn sie sich für die römische Fremdenlegion einschreiben, denn mit ihr legt ein Schiff demnächst nach Afrika ab.

Unterdessen konnten sich Falballa und Tragicomix aus dem Gewahrsam der Römer befreien und haben dennoch Pech – vor ihnen liegt die unendliche Weite der Sahara. Sie haben Glück als sie von einer Wüstenkarawane bis zum Meer mitgenommen werden, doch schon nach einiger Zeit stellen sich die vermeintlichen Helfer als Sklavenhändler heraus und verkaufen die beiden nach Rom. Nachdem Asterix und Obelix endlich das Wüstencamp in der Sahara erreicht haben, müssen sie auch hier feststellen, dass sie zu spät sind, und so verfolgen sie ihre Spur nach Rom.

Dort angekommen müssen sie entsetzt feststellen, dass ihre beiden Freunde als „Fraß für die Löwen“ für die Siegesfeier von Julius Cäsar im Kolosseum vorgesehen sind. Der Organisator der Feier entdeckt derweil die unglaublichen Kräfte von Obelix und will ihn samt Asterix – den er für seinen Trainer hält – als Gladiatoren zwangsrekrutieren. Da Asterix seinen Zaubertrank verloren hat, können ihn seine Leibwächter sogar hinter Gitter bringen und nur mit einer dramatischen Rettungsaktion kann ihn Obelix retten, der bei der Hektik auch noch Idefix aus den Augen verloren hat.

Die beiden sind nun der Meinung, dass man am einfachsten als Gladiator in das Kolosseum hereinkommt, und so melden sie sich freiwillig und bringen letztendlich Cäsars Siegesfeier ziemlich durcheinander. Im Handumdrehen besiegen sie die anderen Gladiatoren und gewinnen spielend das Wagenrennen. Als es Cäsar zu bunt wird, lässt er die Löwen los. Nun ist auch das Liebespaar in der Arena und weit und breit kein Zaubertrank. Doch nun erweist sich Idefix als Retter in der Not, als er aus heiterem Himmel mit der Zaubertrankflasche im Mund einen gewagten Sprint zwischen den Löwen macht und Asterix und Tragicomix so zu ungeahnter Stärke verhilft. Während die beiden sich der Löwen annehmen, ist Obelix vom erneuten Anblick Falballas so betört, dass er vor lauter Starrsichtigkeit eine Säule der Arena umrennt und so ein Drittel des gesamten Kolosseums zum Einsturz bringt. Nachdem die Sache vorbei ist, gewährt Cäsar den Galliern aufgrund ihrer Tapferkeit die Freiheit, und so können sie wieder in ihr Dorf zurückkehren.

Synchronisation

Rolle Originalsprecher Deutsche Fassung (1985) Berlinerische Fassung (2002)
Asterix Roger Carel Frank Zander Michael Pan
Obelix Pierre Tornade Wolfgang Hess Günter Schubert
Falbala Séverine Morisot Tina Hoeltel Carola Ewert
Tragicomix Thierry Ragueneau Sascha Hehn David Nathan
Julius Cäsar Serge Sauvion Christian Rode Originalstimme von 1985
Gaius Optus Pierre Mondy Fred Maire Originalstimme von 1985
Zenturio / Gladiatorentrainer Briseradius Roger Lumont Niels Clausnitzer Andreas Mannkopff
Miraculix Henri Labussière Arnold Marquis Wolfgang Völz
Majestix Jean-Pierre Darras Walter Reichelt Jürgen Kluckert

Kritiken

„Recht unterhaltsamer Trickfilm, wenn auch ohne besonders gute Animation und den Esprit der Vorlage.“

Lexikon des internationalen Films

„Der vierte und tricktechnisch beste ‚Asterix‘-Film.“

Cinema

„Gelungener Zeichentrickfilm.“

Rhein-Zeitung: 27. Oktober 1995

Wissenswertes

  • Um die Darstellung der Charaktere genauso liebevoll wie in den Comics umzusetzen, wurden die 149 Einzelfiguren und 6.000 Hintergründe mit 355 verschiedenen Farben gestaltet, was sich letztendlich in einer halben Tonne Farbe, 12.900 Bleistiften und 1.000 Pinseln ausdrückte. Insgesamt wurden 50 Kilometer Klebeband verbraucht, 70.000 Zelluloid-Folien koloriert und 45.000 Blatt Papier bemalt, um unter dem Strich 120.000 Zeichnungen mit einer speziellen Trickkamera aufzunehmen.
  • Der Film verwendet eine Reihe Zitate von Caesar. So benutzt der Zenturio nach Demolierung des römischen Lagers eine Abwandlung der Worte „Ich kam, ich sah, ich siegte“, indem er sagt: „Ich kam, ich sah, ich siegte nicht.“ („Veni, vidi, non vici.“). Nachdem Asterix in der gleichen Szene von ihm ablässt, sagt der Zenturio zudem den Satz: „Die Würfel sind gefallen.“ („Alea iacta est“). Dieser Satz ist allerdings eine Falschübersetzung. Da der Satz im Singular steht und „iacere“ nicht mit „fallen“ sondern mit „werfen“ zu übersetzen ist, müsste die korrekte Übersetzung lauten: „Der Würfel ist geworfen.“)
  • Die Sturmszene, in der Asterix seinen Zaubertrank und Obelix seinen Hund Idefix verliert und Asterix beinahe im Kellergefängnis ertrinkt, gehört zu den dunkelsten Szenen aller Asterix-Filme.
  • Das Wagenrennen spiegelt in seinem Verlauf das aus Ben Hur (1959) wider.
  • Das Kolosseum existierte zur Zeit Julius Cäsars noch nicht. Tatsächlich wurde es zwischen 72 und 80 n. Chr. erbaut. Zur Zeit Cäsars und auch in den Comics haben entsprechende Kampfhandlungen meist im Circus Maximus stattgefunden.

Soundtrack

  • Vladimir Cosma, Plastic Bertrand: Astérix et la surprise de César. Original Motion Picture Soundtrack. Auf: Astérix chez les Bretons · Astérix et la surprise de Cesar. Cosma Cinéma Collection, Vol. 20. Pomme Musi/Larghetto Music/Sony, s.l. 1995, Tonträger-Nr. 951292 – Originalaufnahme der Filmmusik unter der Leitung des Komponisten

Weblinks


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