Peuntner

Peuntner

Thomas Peuntner (* um 1390 in Guntramsdorf bei Wien; † 20. März (?) 1439) war ein österreichischer katholischer Prediger und Theologe.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Peuntner studierte an der Universität Wien und wurde der Schüler von Nikolaus von Dinkelsbühl. Nach Abschluss seines Studiums berief ihn Herzog Albrecht V. von Habsburg zum Hofprediger in die Residenz. Dort war er auch als Beichtvater tätig.

Durch Fürsprache seines Lehrer Nikolaus von Dinkelsbühl wurde Peuntner 1436 in das Domkapitel von St. Stephan in Wien aufgenommen. Im darauffolgendem Jahr predigte Peuntner auch im Augustiner Chorfrauenstift Zur Himmelspforte in Wien.

Zusammen mit Nikolaus von Dinkelsbühl und Thomas Ebendorfer, genannt Thomas von Haselbach, ist Thomas Peuntner einer der Hauptvertreter der Wiener Schule der Pastoraltheologie. Es lag ihm viel daran, anstatt Furcht vor der Hölle die Gottesliebe als oberstes Ziel zu verkünden und auf die Gnade Gottes zu vertrauen. Die Melker Reform erfuhr seine Liebhabung Gottes eine enorme Verbreitung.

Im Alter von ungefähr 50 Jahren starb Thomas Peuntner wahrscheinlich am 20. März 1439. Seine letzte Ruhestätte fand er im Dom St. Stephan in Wien.

Werke

  • Beichtbüchlein
  • Betrachtungen über das Vater Unser und das Ave Maria
  • Büchlein von der Liebhabung Gottes
  • Kunst des heilsamen Sterbens
  • Die Liebe Gottes mitsampt dem Spiegel der krancken und sterbenden Menschen

Literaturhinweise

  • Ernst Haberkorn: Das Beichbüchlein des Thomas Peuntner. - Göppingen : Kümmerle, 2001. - ISBN 3-87452-945-2
  • Hedwig Rumpler: Thomas Peuntner und sein Büchlein von der Liebhabung Gottes nach Cod. Pal. Vind. 2965. - Wien, Univ., Diss., 1950
  • Rainer Rudolf: Leben und Werk eines Wiener Burgpfarers. - in: Literaturwissenschaftliches Jahrbuch / N.F. 4.1963 - S.1-19
  • Rainer Rudolf: Thomas Peuntners Kunst des heilsamen Sterbens. - Berlin : Schmidt, 1956
  • Bernhard Schnell: Thomas Peuntner: Büchlein von der Liebhabung Gottes. - Göppingen : Kümmerle, 1984. - ISBN 3-7608-3381-0

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем написать реферат

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Thomas Peuntner — (* um 1390 in Guntramsdorf bei Wien; † 20. März (?) 1439) war ein österreichischer katholischer Prediger und Theologe. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 Literatur 4 …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Pet–Pez — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • 1439 — Portal Geschichte | Portal Biografien | Aktuelle Ereignisse | Jahreskalender ◄ | 14. Jahrhundert | 15. Jahrhundert | 16. Jahrhundert | ► ◄ | 1400er | 1410er | 1420er | 1430er | 1440er | 1450er | 1460er | ► ◄◄ | ◄ | 1435 | 1436 | 1437 | 14 …   Deutsch Wikipedia

  • 20. März — Der 20. März ist der 79. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 80. in Schaltjahren), somit bleiben 286 Tage bis zum Jahresende. Am 20. oder am 21. März findet das Frühlingsäquinoktium (Tagundnachtgleiche) statt. Im iranischen Kalender ist der 21 …   Deutsch Wikipedia

  • Codex Palatinus Germanicus — Als Codex Palatinus Germanicus (Abkürzung: Cod. Pal. germ. oder cpg) bezeichnet man jede deutschsprachige Handschrift aus der ehemaligen Bibliotheca Palatina in Heidelberg. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden die Handschriften und Drucke… …   Deutsch Wikipedia

  • Nikolaus von Dinkelsbühl — Nikolaus von Dinkelsbühl, eigentl. Nicolaus Prunczlein, (* um 1360 in Dinkelsbühl; † 17. März 1433 in Wien) war ein deutscher Theologe. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 Einige Schüler von Nikolaus von Dinkelsbühl …   Deutsch Wikipedia

  • Stiegelbrauerei — Stieglbrauerei Die Stieglbrauerei zu Salzburg ist eine österreichische Brauerei. Inhaltsverzeichnis 1 Geschichte 2 Brauereimuseum …   Deutsch Wikipedia

  • Stieglbrauerei zu Salzburg — GmbH Rechtsform GmbH Gründung 1492 (Brew am Stiegl) Sitz …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”