- Ramseider Scharte
-
Riemannhaus
DAV Hütte Kategorie IRiemannhaus – im Hintergrund das Breithorn Lage Ramseider Scharte; Salzburg, Österreich Gebirgsgruppe Berchtesgadener Alpen, Steinernes Meer Geographische Lage 47° 27′ 28,3″ N, 12° 54′ 52,8″ O47.45786111111112.9146666666672177Koordinaten: 47° 27′ 28,3″ N, 12° 54′ 52,8″ O Höhenlage 2.177 m ü. A. Besitzer Sektion Ingolstadt Pächter Manfred Gruber Hüttentyp Hütte Geöffnet Mitte Juni bis Anfang Oktober Beherbergung 20 Betten, 120 Lager Winterraum 6 Lager (AV-Schloss) Weblink www.riemannhaus.de Hüttenverzeichnis OeAV DAV Das Riemannhaus ist eine Alpenvereinshütte des Deutschen Alpenvereins in 2.177 Metern Höhe in der Ramseider Scharte zwischen Sommerstein (2.305 m) und Breithorn (2.504 m). Es befindet sich im Steinernen Meer in den Berchtesgadener Alpen im Salzburger Land hoch über dem Talbecken von Saalfelden und Maria Alm. Die zentrale Lage macht das Riemannhaus zu einem der wichtigsten Stützpunkte im Steinernen Meer, von hier aus können geübte Bergsteiger zahlreiche Überschreitungen und Gipfelbesteigungen unternehmen. Es bieten sich sowohl ausgedehnte Plateauwanderungen als auch anspruchsvolle Gipfelziele in der unmittelbaren Umgebung an. Im Winter sind verschiedene Skitouren möglich, dann können im Winterraum bis zu sechs Personen übernachten.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Seinen Namen erhielt diese hochalpine Schutzhütte von seinem Erbauer Rudolf Ehrenfried Riemann. Riemann wurde 1825 in Posen als Sohn des „Geheimen Oberregierungsrates Riemann“ geboren und kam 1864 erstmals nach Zell am See. 1872 bis 1880 hatte er den Vorsitz der Alpenvereinssektion in Zell am See inne. Damals hatte Saalfelden noch keine eigene Sektion dieser alpinen Organisation. In dieser Zeit entstand der Ramseidersteig, jener Weg hinauf auf die Ramseider Scharte, für welchen er 500 Gulden spendete. Gleichzeitig wurde auch das Riemannhaus errichtet und feierlich eröffnet. Anfänglich umfasste das Haus 15 Betten und 9 (Berg-)Führerschlafstätten.
Heute wird das Haus vom Deutschen Alpenverein, Sektion Ingolstadt geführt und durch den Pächter Manfred Gruber in zweiter Generation bewirtschaftet. Im Laufe der Jahre erfolgten Um- und Ausbauten, sodass heute 20 Betten in Zimmern und etwa 120 Schlafplätze in Lagern angeboten werden können.
Anlässlich der Eröffnung des Riemannhauses wurde freudig verkündet: „Von nun an stehen alle Gipfel des Steinernen Meeres jedem Bergfreund offen!“ Und das gilt heute gleichermaßen wie damals.
Zugänge
- Von Saalfelden-Kaltenbachtal (850 m) über Ramseider Steig, mittel, Gehzeit: 4 Stunden
- Von Maria Alm (Parkplatz Sanden auf 1.100 m) über den versicherten Hüttenweg, Gehzeit: 2,5 Stunden
- Von Sankt Bartholomä am Königssee (605 m, erreichbar mit Boot) über Kärlingerhaus, mittel, Gehzeit: 7 Stunden
Übergänge
- Peter Wiechenthaler Hütte (1.752 m)
- über Breithorn, Mitterhorn und Persailhorn, Schwierigkeitsgrad I-II nach UIAA, teilweise gesichert, nur für Geübte, Gehzeit: 4,5 Stunden
- über Eichstätter Weg und Weißbachscharte, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden
- Ingolstädter Haus (2.120 m) über Eichstätter Weg, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden
- Kärlingerhaus (1.635 m) über Salzburger Kreuz und Funtensee, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden
- Wasseralm (1.420 m) über Hochbrunnsulzenscharte und Blaue Lacke, mittel, Gehzeit: 6-7 Stunden
- Franz-Eduard-Matras-Haus (2.941 m) über Hochplateau, Brandhorn, Torscharten, Herzogsteig und Übergossene Alm, Schwierigkeitsgrad I-II nach UIAA, teilweise gesichert, unter Umständen am Herzogsteig Grödel und Pickel erforderlich, Gehzeit: 10-12 Stunden
Gipfelbesteigungen
- Sommerstein (2.308 m), mittel, Gehzeit: 30 Minuten
- Schönegg (2.390 m), mittel, Gehzeit: 1 Stunde
- Breithorn (2.504 m) über Nordostseite, mittel, Gehzeit: 1,25 Stunden
- Wurmkopf (2.450 m), mittel, Gehzeit: 1,5 Stunden
- Schönfeldspitze (2.653 m), Schwierigkeitsgrad I-II nach UIAA, Schlüsselstellen mit Haken und Stiften gesichert, Gehzeit: 2,5 Stunden
- Selbhorn (2.654 m) über Buchauer Scharte, mittel, Gehzeit: 3,5 Stunden
Wikimedia Foundation.