Schmetterlingstuer

Schmetterlingstuer
Lamborghini Murciélago mit geöffneten Scherentüren.

Scherentüren sind Fahrzeugtüren, die im Bereich der A-Säule angeschlagen sind und nach vorn oben öffnen, wobei der Öffnungsvorgang normalerweise durch Gasdruckfedern unterstützt wird. Sie finden zumeist im Pkw-Bereich Anwendung und werden häufig mit Flügeltüren verwechselt. Besonders bekannt für den Einsatz derartiger Türen ist der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini, der Scherentüren bei seinen Modellen Countach, Diablo, Murcielago und Reventón verwendete bzw. verwendet.

Mischformen

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Seit einigen Jahren bietet das Unternehmen kw automotive GmbH unter dem Namen LSD-Doors (=Lambo Style Doors) für viele PKW-Modelle Türscharniere an, die einen scherentürenartigen Öffnungsvorgang der serienmäßigen Fahrzeugtüren ermöglichen. Da hierbei die ursprüngliche Einbauposition der Scharniere und die Form der Türen nicht verändert wird, ist ein unmittelbares Öffnen nach oben nicht möglich, so dass entsprechend umgerüstete Türen zunächst bis zu einem gewissen Winkel wie gewohnt nach außen geöffnet und erst dann nach oben geschwungen werden.

Schmetterlingstür

Eine häufig als Schmetterlingstüren bezeichnete Mischform aus Scheren- und Flügeltüren kommt u. a. beim McLaren F1 und beim Ferrari Enzo Ferrari zum Einsatz. Bei dieser Konstruktion öffnen die Türen nach vorn oben, schwingen dabei aber auch zur Seite und öffnen einen Teil des Daches. Der Begriff „Schmetterlingstüren“ ist jedoch im Deutschen nicht eindeutig, da auch hinten angeschlagene Türen (auch: „Selbstmördertüren“) so genannt werden.

Nachteile

Audi TT Roadster mit nachgerüsteten Scherentüren.

Um das Öffnen der Türen nach vorn oben zu ermöglichen, kann die Form der Türen und entsprechender Karosserien nicht beliebig gewählt werden. Außerdem müssen Maßnahmen getroffen werden, um die Türen nach dem Öffnen zuverlässig in ihrer Endposition zu halten (meist mit Gasdruckfedern realisiert). Dies bedeutet – gegenüber klassischen, seitlich öffnenden Türen – zusätzlichen Aufwand und beinhaltet die Gefahr guillotinenartig herabstürzender Türen bei Versagen des Haltesystems. Wie bei Fahrzeugen mit anderen Bauformen nach oben öffnender Türen kann keine Tür geöffnet werden, falls das Fahrzeug nach einem Unfall auf dem Dach liegt (betrifft jedoch nicht die Nachrüstlösungen; bei diesen lassen sich die Türen bei Bedarf auch weiterhin wie gewöhnliche Türen öffnen). Weiter müssen bei den Nachrüstlösungen bei vielen Modellen mehrere zusätzliche Anpassungsarbeiten durchgeführt werden wie z. B. die Änderung/Anpassung (und die damit verbundene Neulackierung) der vorderen Kotflügel und/oder die Verlängerung des Türkabelbaums.


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