Steinegg (Neuhausen)

Steinegg (Neuhausen)
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Neuhausen
Neuhausen (Enzkreis)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Neuhausen hervorgehoben
48.7933333333338.7786111111111482Koordinaten: 48° 48′ N, 8° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Enzkreis
Höhe: 482 m ü. NN
Fläche: 29,76 km²
Einwohner: 5422 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 182 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75242
Vorwahl: 07234
Kfz-Kennzeichen: PF
Gemeindeschlüssel: 08 2 36 044
Adresse der Gemeindeverwaltung: Pforzheimer Straße 20
75242 Neuhausen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Oliver Korz
Lage der Gemeinde Neuhausen im Enzkreis
Birkenfeld (Württemberg) Eisingen (Baden) Engelsbrand Friolzheim Heimsheim Illingen (Württemberg) Ispringen Kieselbronn Knittlingen Knittlingen Knittlingen Knittlingen Maulbronn Mönsheim Mühlacker Neuenbürg Neuhausen (Enzkreis) Niefern-Öschelbronn Ötisheim Sternenfels Tiefenbronn Wiernsheim Wimsheim Wurmberg Wurmberg Keltern (Baden) Remchingen Straubenhardt Neulingen Kämpfelbach Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Ölbronn-Dürrn Königsbach-SteinKarte
Über dieses Bild

Neuhausen ist eine Gemeinde im Enzkreis in Baden-Württemberg, etwa 12 km südöstlich der Kreisstadt Pforzheim gelegen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Neuhausen liegt auf der Hochfläche zwischen Nagold und Würm, dem so genannten Biet, zwischen 430 und 570 Meter N.N.

Geologie

Die Gemeinde ist hauptsächlich auf rotem Buntsandstein gelegen. Außerdem liegt ein Teil auf unterem bzw. mittlerem Muschelkalk.

Ausdehnung des Gemeindegebiets

Neuhausen und seine Ortsteile erstrecken sich auf einer Fläche von 2976 ha, davon sind 1647 ha = 55% Wald.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind: Bad Liebenzell, Pforzheim, Tiefenbronn, Unterreichenbach und Weil der Stadt.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde Neuhausen besteht aus den ehemaligen Gemeinden Hamberg, Neuhausen, Schellbronn und Steinegg. Zu den ehemaligen Gemeinden Hamberg, Schellbronn und Steinegg gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zur ehemaligen Gemeinde Neuhausen in den Grenzen von 1972 gehören das Dorf Neuhausen und die Orte „Monbachtal, Jugenderholungsheim“, teilweise auch zu Bad Liebenzell im Landkreis Calw, „Monbachtal, Kurhotel“ ebenfalls teilweise zu Bad Liebenzell, Bahnstation Neuhausen und St. Wendel (ehem. Wehrmachtsbaracken). Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Hamberg liegt das 1568 erstmals erwähnte und abgegangene Jagdschloss Taulbronnen.[2]

Klima

In den meisten Beschreibungen der Bietdörfer findet man die Wendung, dass es sich um eine Landschaft mit rauem Klima handele. Die Hochflächenlage mag dabei eine gewisse Rolle spielen, wobei auch die jeweilige Lage des Dorfes von Bedeutung ist. Wer am Anblaser wohnt, wird es rauer haben als der, dessen Dorf in der Mulde liegt.

Die mittlere Jahrestemperatur beträgt ungefähr 10° - 10,5°C. In den 30ern wurde noch eine Jahresmitteltemperatur von 7,5°C erreicht.

Geschichte

Die sogenannten Bietdörfer, zu denen auch Neuhausen und seine Ortsteile gehören, sind wahrscheinlich zwischen 800 und 1000 als Waldhufendörfer gegründet worden. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte später: 1073 Schellbronn, 1150 Neuhausen und 1157 Steinegg. Hamberg wurde erst 1453 das erste Mal urkundlich erwähnt, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass Hamberg im 11.Jahrhundert auf Veranlassung eines Stein von Rechtenstein entstanden ist. Ab 1407 unterstanden sie den Freiherren von Gemmingen.

Krieg, Pest und andere Katastrophen

Wie auch die anderen Gemeinden in Baden blieb die Gemeinde nicht von Pest, Kriegen und anderen Katastrophen verschont. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurden die Dörfer der Gemeinde mehrmals von der RAF angegriffen. Dabei starben auch mehrere Menschen, sowohl Zivilisten, als auch Soldaten.

Religionen

Da die Freiherren von Gemmingen auch nach der Reformation römisch-katholisch blieben, bildete das Biet, zu dem Neuhausen gehörte eine katholische Enklave in evangelischer Umgebung.

Räumliche Entwicklung des Gemeindegebiets

Am 1. März 1973 wurden die Gemeinden Hamberg, Neuhausen und Steinegg 1973 zur Gemeinde Neuhausen zusammenschlossen. Am 1. Januar 1975 wurde die heutige Gemeinde Neuhausen durch Vereinigung mit der Gemeinde Schellbronn neu gebildet.

Politik

Bürgermeister

  • Oliver Korz (seit 199?)
  • Gerhard Gindele (? - ?)

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

CDU 48,5 % −1,8 8 Sitze −2
FWG 40,2 % −1,1 7 Sitze −1
SPD 11,3 % +2,8 1 Sitz  ±0

Wappen

Das Wappen der Gemeinde Neuhausen

In Silber auf einem von Blau und Gold geteilten Schildfuß ein rotes Haus mit zwei Schornsteinen, zwei von den Giebeln linkshin flatternden roten Fähnlein, sechs (3:3) roten Fenstern, an der Front geschlossenem Tor und einem roten Fenster an der linken Giebelseite

Das Wappen von Hamberg

Hamberg
In von Blau und Gold viermal geteiltem Schild eine gestürzte silberne Pflugschar. (Die Annahme, dass es sich bei der Plugschar um eine Schäferschaufel handeln könnte, wurde vom Generallandesarchiv Karlsruhe nicht bestätigt.)

Das Wappen von Neuhausen

Hamberg
Die ehemalige Gemeinde Neuhausen führte seit 1902 ein Wappen, das in Silber auf grünem Boden ein rotes Haus enthielt. Dieses Wappen gab es in Siegeln bereits im 19. Jahrhundert.

Das Wappen von Schellbronn

Schellbronn
In Gold ein roter Brunnen, aus dessen drei Röhren silbernes Wasser fließt.

Das Wappen von Steinegg

Steinegg
In gespaltenem Schild vorn in Gold drei schwarze Wolfsangeln, hinten in Blau zwei goldene Balken. (Wolfsangel war früher ein Gerät zum Fangen von Wölfen und Füchsen.)

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Waldkapelle Hamberg
St. Wendelin-Kapelle Neuhausen

Bauwerke

  • Bahnhof Monbach-Neuhausen (1912)
  • Burg Steinegg
  • Germania Neuhausen(Kriegerdenkmal) (1876)
  • Kapelle St.Wendel Neuhausen (1693)
  • Kirche Maria-Königin Steinegg (1968)
  • Kirche St.Nikolaus Schellbronn (1752)
  • Kirche St.Sebastian Neuhausen (1475)
  • Kirche St.Wolfgang Hamberg Alt (Bau unbekannt, Restaurierung 1749, Denkmalschutz 1936)
  • Kirche St.Wolfgang Hamberg Neu (1941)
  • Kriegerdenkmal Hamberg (1928)
  • Kriegerdenkmal Schellbronn (1924)
  • Kriegerdenkmal Steinegg (1927)
  • Pfarrkirche St.Urban & Vitus Neuhausen (1523)
  • Schloßkapelle Steinegg (1730–1739)
  • Waldkapelle Hamberg (1739)

Naturdenkmäler

Die Fernwanderstrecke Ostweg (PforzheimSchaffhausen), die den Ort berührt, führt an vielen Naturdenkmälern vorbei.

In der gesamten Gemeinde sind auf den Gemarkungen der einzelnen Ortsteile die sogenannten Bildstöckle zu finden. An ihnen führt teilweise auch der Kapellenrundweg Biet vorbei.

Sportvereine

In der Gemeinde gibt es in jedem Ortsteil mehrere Sportvereine, unter anderem:

  • Taekwondo Verein So-San Schellbronn
  • SV Neuhausen
  • 1. FC Schellbronn
  • 1. FC Alemannia Hamberg
  • 1. FC Steinegg
  • TTC Hamberg

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Nachtumzug Schellbronn des Narrenbundes Schellau
  • Faschingsumzug Neuhausen des Fastnachtsvereins Hau-Hu
  • Sonnwendfeuer
  • Bietpokal
  • Most- und Schlachtfest des MV Hamberg am Rosberg
  • Leistungsschau Neuhausen
  • Weihnachtsmarkt Neuhausen
  • Lichterfest des TTC Hamberg

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Bevölkerungsstand
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 582–584

Literatur

  • Rund um St. Wendel - Bilder von früher und heute, Eugen Bogner und Erich Schmidl, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, ISBN 3-89570-324-9
  • Auf Spurensuche - Gemeinde Neuhausen Band I, Eugen Bogner und Erich Schmidl, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, ISBN 3-89570-759-7
  • Auf Spurensuche - Gemeinde Neuhausen Band II, Eugen Bogner und Erich Schmidl, Geiger-Verlag, Horb am Neckar, ISBN 3-89570-900-X

Weblinks


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