Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen

Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
Filmdaten
Deutscher Titel: Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen
Originaltitel: Twilight
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2008
Länge: 122 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12
Stab
Regie: Catherine Hardwicke
Drehbuch: Melissa Rosenberg[1]
Produktion: Mark Morgan
Greg Mooradian
Wyck Godfrey
Musik: Carter Burwell
Kamera: Elliot Davis
Schnitt: Nancy Richardson
Besetzung
Synchronisation

Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen (Originaltitel: Twilight) ist ein US-amerikanischer Film der Regisseurin Catherine Hardwicke in Zusammenarbeit mit der US-Filmgesellschaft Coryworle. Er basiert auf dem Roman Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer und lief in Deutschland am 15. Januar 2009 in den Kinos an.[2] Die Premiere war in Los Angeles am 17. November 2008. Am Startwochenende konnte der Film in 3419 Kinos insgesamt 70,6 Millionen US-Dollar einspielen. Dabei handelt es sich um den besten Start eines Films einer Regisseurin und um den viertbesten Novemberstart aller Zeiten.[3]

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Die 17-jährige Isabella Marie Swan, genannt Bella, zieht von Phoenix zu ihrem Vater Charlie nach Forks, damit ihre Mutter Renée mehr Zeit für sich und ihren neuen Freund Phil hat. In Forks findet Bella schnell neue Freunde, sehr zu ihrer Verlegenheit auch einige Jungen, die schon bald um ihre Aufmerksamkeit wetteifern.

Doch besonders fällt ihr der geheimnisvolle Edward Cullen auf, der sie sehr abweisend behandelt. Auch seine Adoptivgeschwister Alice, Emmett, Jasper und Rosalie scheinen unnahbar zu sein. Bei einem späteren Zusammentreffen ist er anfänglich nett zu ihr, lässt sie später jedoch wieder ohne ein Wort stehen. Bei einem Autounfall auf dem Schulparkplatz wird Bella nur durch Edwards erstaunlich schnelle Reaktionsfähigkeit und Kraft gerettet. Stutzig geworden, fordert sie eine Erklärung von ihm, er weicht ihrer Frage jedoch aus und überlässt es ihr, die Antwort zu finden.

Bei einem Strandausflug trifft Bella Jacob „Jake“ Black, einen Indianer aus einem nahe gelegenem Quileute-Reservat, den sie von früheren Besuchen bei ihrem Vater kennt. Er erzählt ihr, dass die Quileute die Cullens für „kalte Wesen“ halten. Jacob sieht die Geschichte eher als alte Legende, Bella scheint jedoch endlich eine Möglichkeit gefunden zu haben, herauszufinden, was Edwards Geheimnis ist.

Bella fährt mit zwei Freundinnen aus der Schule, Jessica und Angela, nach Port Angeles und gerät dort erneut in Schwierigkeiten, nachdem sie abends in einem indianischen Laden ein Buch gekauft hat, von dem sie sich die Lösung erhofft. Abermals erscheint unerwartet Edward, um sie vor aufdringlichen Betrunkenen zu retten und lädt sie danach zum Essen ein. Während des Essens möchte Bella Antworten von ihm, er gesteht ihr jedoch nur, dass er die Gedanken aller Personen im Raum hören kann, außer ihre Gedanken. Auf der Rückfahrt von Port Angeles bemerkt Bella, als sie zufällig Edwards Hand berührt, dass diese sehr kalt ist. Zuhause angekommen, findet sie durch das indianische Buch endlich heraus: Edward muss ein Vampir sein.

Bella stellt Edward am nächsten Tag im Wald nahe der Schule zur Rede, indem sie ihm erklärt, dass sie weiß, was er ist. Edward fragt sie, ob sie sich keine Gedanken darum macht, wovon er sich ernährt, woraufhin sie ihm erklärt, keine Angst vor ihm zu haben. Edward ist entsetzt und führt Bella einen Berg hinauf an eine sonnenbeschienene Stelle, um ihr zu zeigen, was er wirklich ist. Bella lässt sich jedoch auch nicht in ihrer Zuneigung für ihn beirren, als Edward ihr zeigt, dass seine Haut in der Sonne wie Diamanten glitzert. Sie kann ihn schlussendlich davon überzeugen, dass sie ihn nicht verlieren und mit ihm zusammen sein möchte.

Bella und Edward verbringen viel Zeit miteinander und er gibt ihr endlich die Antworten auf all die Fragen, die Bella hat. Er erklärt, dass die Cullens sich nur von Tierblut ernähren und sich daher scherzhaft Vegetarier nennen. Edward beschließt, Bella nun auch seiner Familie vorzustellen. Während sich der Großteil der Familie auf den ersten Besuch mit Bella freut und sie herzlich empfängt, kann Rosalie das Risiko für die Cullens nicht akzeptieren, dass die Situation mit Bella als Mensch unter Vampiren böse enden könnte.

Später lädt Edward Bella ein, an einem Baseballspiel der Cullens teilzunehmen. Während des Spiels tauchen drei Vampire namens Victoria, James und Laurent auf. Sie trinken, anders als die Cullens, Menschenblut. Ein kleiner Windstoß weht den Geruch von Bella zu James hinüber, der sie sofort jagen will. Mit Hilfe der Cullens flieht Bella nach Phoenix, doch als sie einen Anruf von James erhält und erfährt, dass er ihre Mutter gefangen hält, entwischt sie Alice und Jasper, um sich ihm zu stellen.

In einem ehemaligen Ballettstudio trifft sie auf James, der sie belogen hat: er hat ihre Mutter nicht in seiner Gewalt. James spielte am Telefon nur die Amateurvideos von Bella und ihrer Mutter ab. Bella hat gegen James keine Chance und wird von ihm gebissen. Im letzten Moment rettet Edward sie und saugt das Gift aus ihrem Blut, damit sie nicht selbst zum Vampir wird. Emmett, Alice und Jasper zerstückeln James und verbrennen ihn anschließend, da er nicht aufhören würde, Bella zu jagen.

Nach einem Krankenhausaufenthalt wird sie von Edward auf den Jahresabschlussball der Highschool ausgeführt und trifft erneut Jacob, der sie auf Bitte seines Vaters vor Edward warnen soll. Doch Bella wünscht sich für immer mit Edward zusammenzubleiben. Dennoch weigert er sich, sie in einen Vampir zu verwandeln, da er will, dass sie ein menschliches Leben hat. Er verspricht ihr ein langes Leben an seiner Seite.

Wissenswertes

Die Autorin der Romanvorlage, Stephenie Meyer, hat in einer Restaurant-Szene, als Bella und ihr Vater Charlie zusammen essen, einen Cameo-Auftritt. Catherine Hardwicke bezeichnete diese Szene, in der die Autorin ein vegetarisches Gericht bestellt, als einen kleinen Insiderwitz. Dies beziehe sich darauf, dass die Vampire im Film sich selbst als "vegetarisch" bezeichnen, da sie sich nicht von Menschen ernähren würden. Greg Mooradian, Produzent des Filmes, erklärte außerdem, der Cameo-Auftritt sei ein Dankeschön an die Fans, welche die Autorin sofort erkennen und sich darüber freuen würden.[4]

Zudem hat „Spoon“ aus der MTV Show „The Pickup Artist“ einen Cameo-Auftritt im Restaurant, als Edward meint, er könne die Gedanken der Leute im Lokal lesen und es ginge einigen nur um Sex. Dies bezieht sich darauf, dass Pickup Artists darauf abzielen, zum „perfekten Verführer“ zu werden.

Soundtrack

Der offizielle Soundtrack erschien in den USA am 4. November 2008 und erreichte in den Vereinigten Staaten Ende November 2008 Platz 1 der Billboard-Albumcharts. Stephenie Meyer war an der Zusammenstellung der Musik beteiligt, so sind auf dem Soundtrack unter anderem die Bands Muse und Linkin Park vertreten, die nach Aussage der Autorin bei ihrem Schreibprozess eine wichtige Rolle gespielt haben.

Der Titelsong Decode stammt von der Band Paramore. Das Video zum Song wurde am 3. November 2008 veröffentlicht und enthält Szenen aus dem Film.

Eine digitale Version des Soundtracks, die bei iTunes verfügbar ist, enthält drei Bonussongs: Let Me Sign von Robert Pattinson, La Traviata gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra und Clair de Lune (APM Orchestra), die ebenfalls im Film zu hören sind.

Am 25. November 2008 wurde außerdem ein weiterer Soundtrack mit dem Titel Twilight: The Score zum Online-Download zur Verfügung gestellt, der instrumentale Musikstücke aus dem Film enthält. Auf CD ist diese Zusammenstellung am 9. Dezember 2008 erschienen.

Synchronisation

Rolle Darsteller Dt. Synchronsprecher
Bella Swan Kristen Stewart Annina Braunmiller
Edward Cullen Robert Pattinson Johannes Raspe
Dr. Carlisle Cullen Peter Facinelli Philipp Moog
Rosalie Hale Nikki Reed Angela Wiederhut
Jasper Hale Jackson Rathbone Benedikt Gutjan
Jessica Stanley Anna Kendrick Gabrielle Pietermann
Victoria Rachelle Marien Lefevre Marion von Stengel
Eric Yorkie Justin Chon Patrick Roche
Jacob Black Taylor Lautner Max Felder
Angela Weber Chrstian Serratos Jacqueline Belle
James Cam Gigandet Benedikt Weber

Rezension

Rotten Tomatoes bewertet Twilight zusammenfassend: „Having lost much of its bite transitioning to the big screen, Twilight will please its devoted fans, but do little for the uninitiated.“ (Da Twilight bei der Umsetzung als Film viel Biss verloren hat, wird der Film zwar den Fans gefallen, die der Buchserie ergeben sind, jedoch nur wenig Eindruck bei normalen Kinogängern hinterlassen.)[5]

Christina Krisch meinte in der Kronen Zeitung vom 15. Januar 2009, dass die Regisseurin eine aufwühlende Romeo und Julia-Romanze im Blutsaugermilieu inszeniert habe, die sich in rührend zart-keuscher Seelenverwandtschaft übe. Der Film lebe völlig von der Chemie der charismatischen Jungdarsteller.[6]

Julia Evers vergibt in den OÖN vom 17. Januar 2009 drei von sechs möglichen Sternen und meint, dass dies der Stoff sei an dem Teenagermädchen weltweit Blut geleckt hätten. Die Liebe zwischen Bella und dem Vampir Edward strotze im Film von Metaphern der sexuellen Enthaltsamkeit. Die Regisseurin zeige einen durchgestylt-modernen Pop-Jugendfilm, in dem die Dialoge zwischen Pathos und (unfreiwilligem) Witz wechseln würden und Teile der Handlung und Sinn der Nebenfiguren würden sich oft nur denjenigen erschließen, die das Buch kennen würden.[7]

Dimitrios Anathanassios schreibt auf Moviemaze.de, dass ihm der Film aufgrund der schlechten Geschichte überhaupt nicht gefalle. "Was kommt raus, wenn man Vampirmythen und Schulromanzen und Daily Soaps Plot verbunden werden? Eine Story der jeglicher Biss fehlt." Der Film sei nur für Teenager geeignet, "für den Vampirfan oder den Cineasten, der eine gute Story erwartet, wird hier aber wenig geboten." Er gibt dem Film 2 von 10 möglichen Punkten.[8]

Björn Helbig von Filmstarts.de ist der Meinung, der Regisseurin sei "mit viel Schmalz und Zuckerguss eine akzeptable Teenie-Vampir-Schmonzette für die H&M-Generation gelungen. Mit mehr Tempo und weniger schwülstigen Blicken wäre der Film allerdings unterhaltsamer und insgesamt besser ausgefallen.". Mit der vergebenen Wertung von 5 von 10 Sternen liegt er leicht unter dem Bewertungsdurchschnitt.[9]

Budget und Einnahmen

Der Film spielte in den USA ca. 191 Millionen US-Dollar ein, weltweit betragen die Filmeinnahmen ca. 376 Millionen US-Dollar (Stand: März 2009).[10] Das Budget für den Film lag bei geschätzten 37 Millionen US-Dollar.[10]

Fortsetzung

Am 22. November 2008 bestätigte Summit Entertainment die Verfilmung des zweiten Buches der Serie, Bis(s) zur Mittagsstunde.[11] Mit der Arbeit am Drehbuch für den Nachfolger von Twilight hatte die Drehbuchautorin Melissa Rosenberg bereits vor dem Filmstart begonnen.[12] Regisseur ist Chris Weitz.[13]

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. The Internet Movie Data Base
  2. www.twilight-derfilm.de
  3. www.azurblau.de
  4. Bericht auf MTV.com über Stephenie Meyers Cameo Auftritt
  5. http://www.rottentomatoes.com/m/twilight/
  6. http://www.krone.at/krone/S49/object_id__129184/hxcms/index.html
  7. http://www.nachrichten.at/nachrichten/kultur/art16,96243 Mädchenträume, mit Blut getränkt
  8. Kritik auf moviemaze.de
  9. Kritik auf Filmstarts.de
  10. a b Einspielergebnisse bei boxofficemojo.com
  11. LA Times Blogs
  12. Entertainment Weekly Online
  13. Hollywood Insider Blog auf www.ew.com

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