USS Peary

USS Peary
USS Peary
USS Pope
USS Peary (DD-226)
Dienstzeit
Bauwerft: William Cramp and Sons
Kiellegung: 9. September 1919
Stapellauf: 6. April 1920
Indienststellung: 22. Oktober 1920
Schicksal: Am 19. Februar 1942 im Hafen von Darwin von japanischen Bombern versenkt.
Technische Daten
Verdrängung: 1.215 Tonnen
Länge: 95,81 Meter
Breite: 9,7 Meter
Tiefgang: 3 Meter
Geschwindigkeit: 35 Knoten
Besatzung: 101 Offiziere und Mannschaften
Bewaffnung: 4 x 102-mm-Geschütze (4 x 1)
1 x 76-mm-Flak
12 x 533-mm-Torpedorohre (4*3)

Die USS Peary war ein kurz nach dem Ersten Weltkrieg gebauter amerikanischer Zerstörer der Clemson-Klasse. Namensgeber des Schiffes war der Polarforscher Robert Edwin Peary.

Geschichte

Die USS Peary wurde am 9. September 1919 bei William Cramp and Sons, Philadelphia auf Kiel gelegt und von der Tochter des Namensgebers zum Stapellauf am 6. April 1920 getauft. Die Indienststellung erfolgte am 22. Oktober 1920. Von 1922 an war sie in Südostasien als Teil der Asienflotte im Einsatz, um amerikanische Interessen in der Republik China zu schützen. Dies umfasste von 1923 bis 1931 Dienst in der Yangtze Patrol Force auf dem Jangtse, danach folgten jährliche Einsätze in chinesischen Küstengewässern bis zum amerikanischen Kriegseintritt in den Pazifikkrieg als Folge des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor.

Bei Beginn der japanischen Invasion der Philippinen lag die Peary im Stützpunkt Cavite in der Manilabucht. Als diese am 10. Dezember von japanischen Bombern angegriffen wurde erhielt der Zerstörer einen Treffer mittschiffs, der acht Besatzungsmitglieder tötete und zahlreiche andere, darunter auch den Kommandanten verwundete. Auf dem Weg durch die Celebessee um zu der ABDA-Flotte zu stoßen wurde das Schiff am 26. und 27. Dezember mehrfach von den Japanern aus der Luft mit Bomben und Torpedos angegriffen, es konnte den Angriffen jedoch ausweichen. Weniger Glück hatte der Zerstörer als er am späten Abend des 27. Dezembers versehentlich von drei australischen Lockheed Hudson-Bombern angegriffen wurde. Splitter eines Nahtreffers verursachten Schäden an der Backbordmaschine und töteten einen Matrosen. Die Schäden an der Maschine waren so schwerwiegend, das die Peary den Rest des Weges bis Ambon nur mit der Steuerbordmaschine fuhr. Dort notdürftig repariert fuhr sie zur Reparatur nach Darwin.

Januar und Anfang Februar 1942 verbrachte die Peary mit Patrouillen zur U-Boot-Jagd im Gebiet von Darwin. Mitte Februar war sie Teil des Geleitschutzes für einen Konvoi nach Kupang, der dringend benötigte Verstärkung für die Verteidigung von Timor geladen hatte, unter anderem ein australisches Pionierbataillon und ein Artilleriebataillon der US Army. Der Geleitschutz war entsprechend groß, neben der Peary der schwere Kreuzer USS Houston und die australischen Sloops HMAS Swan und HMAS Warrego. Dabei kam es am 16. Februar zu einem schweren Angriff von 54 japanischen Flugzeugen. Es gab im Konvoi zwar nur leichte Schäden durch Nahtreffer, aber Aufgrund der Heftigkeit des Angriffs und da bis zum Erreichen von Kupang mit weiteren schweren Angriffen zu rechnen war, sah sich der Konvoi gezwungen nach Darwin zurückzukehren. Von dort lief die Peary zusammen mit der Houston am Abend der 18. Februars sofort wieder aus, um sich bei Java dem Hauptverband der ABDA-Flotte unter Konteradmiral Karel Doorman zur Verteidigung von Java anzuschließen. Vor Darwin gab es jedoch einen U-Boot-Kontakt, bei dessen Verfolgung der Zerstörer soviel Treibstoff verbrauchte, das er zum Auftanken wieder nach Darwin beordert wurde, während die Houston alleine weiterfuhr.

Daher lag die Peary im Hafen von Darwin als die Maschinen von vier Flugzeugträgern des Kidō Butai die Stadt am 19. Februar angriffen. Bei dem Angriff entstand schwerer Schaden in Darwin, zahlreiche Schiffe wurden versenkt oder beschädigt, darunter auch die vier Transporter des Konvois. Der Zerstörer selbst erhielt fünf Bombentreffer, u.a. in das vordere Magazin und in den hinteren Maschinenraum, als er während des Angriffs versuchte ein Lazarettschiff durch das Legen einer Rauchwand zu schützen. Die Peary sank gegen 13 Uhr als Folge der Treffer im Hafen, unter der Besatzung gab es dabei 80 Tote und 13 Verwundete.

Siehe auch

  • Portal:Pazifikkrieg

Weblinks


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