Vanellus spinosus

Vanellus spinosus
Spornkiebitz
Spornkiebitz

Spornkiebitz

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Regenpfeiferartige (Charadriiformes)
Familie: Regenpfeifer (Charadriidae)
Gattung: Hoplopterus
Art: Spornkiebitz
Wissenschaftlicher Name
Hoplopterus spinosus
(Linnaeus 1758)

Der Spornkiebitz (Hoplopterus spinosus) ist eine Vogelart aus der Familie der Regenpfeifer (Charadriidae).

Inhaltsverzeichnis

Erscheinungsbild

Der Spornkiebitz erreicht ausgewachsen eine Körperlänge von 25 bis 27 Zentimeter. Der Vogel ist an Kopf und Brust auffallend schwarz-weiß gekennzeichnet. Die Körperoberseite dagegen ist sand- bis graubraun. Die Beine sind schwarz und ragen im Flug über den Schwanz hinaus. Ähnlich wie beim Kiebitz ist der Flug langsam und bedächtig.

Verbreitung

In Europa ist der Spornkiebitz ein seltener Brutvogel. Der erste europäische Brutnachweis gelang 1959 in Ostgriechenland. Beobachtungen liegen auch aus Spanien, Deutschland und Teilen Osteuropas vor. Von März bis April kann man ihn auch in Zypern beobachten.

Er kommt häufig in der Türkei, im östlichen und nördlichen Syrien, in Israel, Jordanien und dem Irak sowie in Ostafrika vor. Er ist in den Regionen, die nördlich des Libanons liegen, ein Zugvogel. In den anderen Regionen dagegen ist er überwiegend ein Standvogel beziehungsweise ein Strichvogel.

Nahrung

Ruhender Spornkiebitz

Der Spornkiebitz ortet seine Beutetiere visuell und erjagt sie, indem er sie mit einigen schnellen Sätzen erbeutet. Zu den Beutetieren zählen Insekten, wobei er vor allem Käfer, Mücken und deren Larven sowie Ameisen frisst. Zu seinem Beutespektrum gehören darüber hinaus auch Spinnen, Würmer, Mollusken, Kaulquappen und kleine Fische.

Fortpflanzung

Das Fortpflanzungsverhalten des Spornkiebitzes ist bislang nur unzureichend untersucht. Beobachtet hat man jedoch, dass das Männchen über Minuten hinweg das Weibchen mit steifen Schritten umkreist. Die Paarung erfolgt, nachdem das Weibchen eine Aufforderungshaltung angenommen hat.

Das Nest befindet sich meist in der Nähe von Gewässern und ist eine flache, mit Pflanzenmaterial ausgepolsterte Mulde. Es wird vom Männchen errichtet, das während der Paarung mehrere Mulden errichtet, von denen das Weibchen eine aussucht.

Das Gelege besteht im Durchschnitt aus vier Eiern, die einen gelblich-olivfarbenen Ton haben und schwarzbräunlich gefleckt sind. Die Eier werden von beiden Elternvögeln über einen Zeitraum von 22 bis 24 Tagen bebrütet.

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