Verden

Verden
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Verden (Aller)
Verden (Aller)
Deutschlandkarte, Position der Stadt Verden (Aller) hervorgehoben
52.9233333333339.23520Koordinaten: 52° 55′ N, 9° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Verden
Höhe: 20 m ü. NN
Fläche: 71,58 km²
Einwohner: 26.735 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 373 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27283
Vorwahl: 04231
Kfz-Kennzeichen: VER
Gemeindeschlüssel: 03 3 61 012
Stadtgliederung: 7 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Große Str. 40
27283 Verden (Aller)
Webpräsenz:
Bürgermeister: Lutz Brockmann (SPD)
Große Straße in Verden

Verden (Aller) [ˈfɛːɐ̯dn̩] ist Kreisstadt des Landkreises Verden in Niedersachsen. Die Stadt liegt in der Mittelweserregion an der Aller unmittelbar vor deren Mündung in die Weser. Sie trägt als Zentrum der Pferdezucht und des Pferdesports aus Gründen des Regionalmarketings den Beinamen Reiterstadt. Der Zusatz „Aller“ hat sich zu einer Zeit eingebürgert, in der im deutschsprachigen Raum für die französische Stadt Verdun ebenfalls der Name „Verden“ gebräuchlich war.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Verden liegt an der Aller kurz vor ihrer Mündung in die Weser, etwa 35 km von Bremen und 90 km von Hannover entfernt. Die Verdener Altstadt liegt östlich der Aller, direkt gegenüber befindet sich der Stadtteil Hönisch. Benachbarte Gebietskörperschaften und Samtgemeinden sind Langwedel, die Samtgemeinde Thedinghausen, die Samtgemeinde Grafschaft Hoya (Landkreis Nienburg), Dörverden und Kirchlinteln.

Stadtteile

Blick auf Verden

Zur Stadt Verden gehören neben der Innenstadt sieben Ortschaften mit eigenem Ortsrat:

Nachbarstädte

Achim
20km
Rotenburg (Wümme)
25km
Kirchlinteln
6km
Syke
27km
Nachbargemeinden Visselhövede
26km
Sulingen
40km
Nienburg (Weser)
36km
Walsrode
30km

Geschichte

Frühgeschichte

Bis in die frühe Eisenzeit lassen sich im Weichbild der Stadt Spuren menschlicher Siedlung nachweisen. Ferdi in Saxonia, unter dieser Bezeichnung wird Verden in einer Urkunde Karls des Großen zum ersten Mal in etwa heutiger Namensform erwähnt. Der Name weist auf Furt oder Fähre hin.

Mittelalter

Im Jahre 782 fand im Raum Verden die Unterwerfung der Sachsen im Verlauf der Sachsenkriege durch Karl den Großen einen grausamen Höhepunkt: Angeblich 4.500 Bewohner der damals dünnbesiedelten Region wurden hingerichtet („Verdener Blutgericht“), nachdem sie sich geweigert hatten, sich dem Frankenkönig Karl zu unterwerfen und den christlichen Glauben anzunehmen.

In den folgenden Jahrhunderten wuchs die Stadt aus zwei Siedlungskernen zusammen: der Norderstadt mit Rathaus und Johanniskirche und der Süderstadt mit dem geistigen Zentrum um den Dom, dem die Fischersiedlung an der Aller angegliedert war. Vom Anfang des 9. Jahrhunderts bis 1643 residierten im Bistum Verden 50 Bischöfe. Am 12. März 1259 wurde Verden durch bischöfliches Privileg das Stadtrecht nach bremischen Recht verliehen. 1568 wurde die Reformation im „Stifte Verden“ durch den Landesherrn und evangelischen Bischof Eberhard von Holle (geb. 1531 in Uchte) eingeführt. 1667 wurden die Norder- und Süderstadt durch die schwedische Königin Christina zwangsvereint.

Frühe Neuzeit

Im 15. Jahrhundert wurde Verden freie Reichsstadt bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges. Durch den Westfälischen Frieden fiel das Bistum Verden als Reichslehen an die schwedische Krone.

Im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg wurde 1675 Verden in einem Feldzug durch mehrere Staaten des Heiligen Römischen Reiches und Dänemark erobert und blieb bis zum Kriegsende 1679 in alliiertem Besitz. Im Zuge des Frieden von Saint-Germain im Jahre 1679 fiel Verden wieder an Schweden.

Durch Kauf kam Verden dann 1719 zum Land Hannover, durch Annexion 1866 an Preußen.

Preußische Zeit und Nationalsozialismus

Bis zum Zweiten Weltkrieg bestimmten Handel und Handwerk sowie zahlreiche örtliche und überörtliche Behörden und Dienststellen und die Garnison (berittene Artillerie) die Entwicklung Verdens. Die Wehrmacht hatte in den z.T. noch heute erhaltenen Kasernen Front- und Ersatztruppenteile sowie andernorts Kommandobehörden bzw. Dienststellen und andere Einrichtungen des Wehrkreis X untergebracht. Verden war ab November 1943 formeller Sitz eines Plünderungs-Sondergerichtes[1]. Mit der Möbelfabrik Wöhler, dem Gaswerk sowie einzelnen Handwerksbetrieben ("Sozialgewerk") befanden sich in der Stadt Verden Firmen, die zivile Zwangsarbeiter einsetzten. Des Weiteren betrieb das KZ Neuengamme vom Januar bis April 1945 in Verden ein Außenlager, in dem acht KZ-Häftlinge für die SS-Bauleitung Verden beim Ausbau einer Schulungsstätte der Schutzstaffel (SS) im Sachsenhain arbeiten mussten[2]. Von Kampfhandlungen blieb die Stadt weitgehend verschont.

Nachkriegszeit

Gedenkmünze zum 1000-Jährigen Bestehen von eigenen Markt-, Münz-, Zoll- und Bannrechten

Von 1945 bis 1993 war Verden Garnisonsstadt der Britischen Rheinarmee u.a. der 7. britischen Panzerdivision (7th Armoured Division). Im Stadtgebiet siedelten sich viele Neubürger aus Schlesien, Ostpreußen und Pommern an. Hinzu kamen in den 1960er Jahren Gastarbeiter aus Südeuropa und Anatolien. Im Jahr 1985 feierte die Stadt das 1000-Jährige Bestehen von eigenen Markt-, Münz-, Zoll- und Bannrechten. Nach 1990 kamen viele Zuwanderer aus Osteuropa nach Verden.

Religion und Glaubensgemeinschaften

Traditionell ist Verden (Aller) evangelisch-lutherisch geprägt. Daneben ist Verden Sitz eines römisch-katholischen Dekanats mit Sitz in der Propsteikirche Sankt Josef. In Verden befinden sich Gemeinderäume der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde ( Zionsgemeinde ), der Freien Christengemeinde, der Zeugen Jehovas, der Neuapostolischen Gemeinde sowie der Adventgemeinde. Daneben befindet sich in der Verdener Innenstadt unweit des Domes eine islamische Moscheegemeinde, die organisatorisch zur DITIB gehört.

Politik

Bürgermeister und Stadtdirektoren

Hauptamtliche Bürgermeister in Verden:

  • 1806–1837 Carl-Christian Münchmeyer
  • 1837–1855 Christoph Gottlieb Pfannkuche
  • 1855–1890 Theodor Otto Münchmeyer
  • 1890–1919 Wilhelm Schorcht
  • 1919–1937 Dr. Friedrich Urban
  • 1937–1945 Dr. Eduard Lang
  • 1945–1946 Johann Thies (von der Besatzungsmacht eingesetzt)

Ehrenamtliche Bürgermeister in Verden:

  • 1946–1948 Andreas Willmesen (DP-CDU)
  • 1948–1951 Gustav Schäfer (SPD)
  • 1951–1952 Andreas Willmsen (DP-CDU)
  • 1952–1956 Gustav Schäfer (SPD)
  • 1956–1961 Dr. Hartmut Friedrichs (Wahlgemeinschaft)
  • 1961–1964 Johann Thies (CDU)
  • 1964–1969 Kurt Winkel (SPD)
  • 1970 Hanns Toonen (SPD)
  • 1970–1990 Dr. Hartmut Friedrichs (CDU)
  • 1990–2001 Wolfgang Krippendorff (CDU)
  • 2001–2004 Angelika Lürman (CDU)

Stadtdirektoren in Verden:

  • 1946–1947 Werner Cassebaum
  • 1948–1955 Gustav Hoffmann
  • 1955–1964 Helgo-Fritz Töwe
  • 1964–1985 Kai Füllgraf
  • 1985–2004 Dirk Richter

Nach Einführung der kommunalen Eingleisigkeit und Ablauf der Amtszeit des letzten Stadtdirektors sind beide Positionen seit dem 1. April 2004 im Amt des Hauptamtlichen Bürgermeisters vereint.

Hauptamtlicher Bürgermeister:

Lutz Brockmann (SPD) seit 2004

Stadtrat

Sitzverteilung aufgrund der Stadtratswahl am 10. September 2006:

  • SPD 14 Sitze
  • CDU 12 Sitze
  • FDP 5 Sitze
  • Bündnis 90/Die Grünen 3 Sitze
  • NPD 1 Sitz
  • NÖL 1 Sitz

Als Auszeichnung verleiht der Stadtrat der Stadt Verden die "Städtische Verdienstmedaille".

Wappen

Blasonierung: „In Silber ein schwarzes Nagelkreuz.“

Partnerstädte

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Touristische Attraktionen

Sehenswert in Verden ist vor allem der gotische Dom zu Verden und die an der Aller gelegene Altstadt mit der romanischen St. Andreas-Kirche, in der die Grabplatte des Bischofs Yso aufbewahrt wird, die St. Johanniskirche, die zu den ältesten Backsteinkirchen Norddeutschlands zählt, sowie das alte Rathaus. Vom unbebauten gegenüberliegenden Allerufer im Ortsteil Hönisch aus bietet sich ein guter Panoramablick auf die Altstadt. Museen mit überregionaler Bedeutung:

  • Domherrenhaus
  • Historisches Museum Verden, im ältesten Stadtteil, dem Fischerviertel gelegen birgt u. a. eines von dreien der ältesten Holzartefakte der Menschheit, die „Lanze von Lehringen“; dieser Fundkomplex dokumentiert ein Jagdgeschehen einer Neanderthaler-Jagdgruppe auf einen Waldelefanten und ist für die Erforschung der Evolution des Menschen von weltweiter Bedeutung;
  • Deutsches Pferdemuseum am Holzmarkt, welches deutschlandweit einzigartig die Kulturgeschichte des Pferdes und dessen Funktionen für den Menschen im Laufe der Jahrhunderte präsentiert.

Im Sachsenhain (Ortsteil Dauelsen) stehen beiderseits eines von großen Eichen gesäumten Weges 4.500 Findlinge, die 1935 zum Gedenken an die hier angeblich hingerichteten Sachsen aufgestellt wurden.

Auf dem Domfriedhof befindet sich das „Goldmanngrab“, das durch seine Einzäunung auffällt. Am 11. Mai 1818 verstarb Franz Goldmann im jungen Alter von nur 20 Jahren infolge eines Jagdunfalls in Rieda bei Verden. Sein Vater, der Amtmann und Pächter zu Förste am Harz Christoph Goldmann, hielt die Erinnerung seines Sohnes durch ein Vermächtnis aufrecht, für das er 1.000 Thaler stiftete. Am 11. Mai jeden Jahres sollte ein „unbescholtenes und tugendhaftes Mädchen“ 30 Thaler erhalten, wenn sie am gleichen Tag heiratete und am Tag zuvor das Grab von Franz Goldmann mit Blumen geschmückt hatte und dort betete. Das Vermächtnis wird heute noch erfüllt.

Ganz in der Nähe der Stadt Verden liegt das Naturschutzgebiet Verdener Dünen.

In der Verdener Altstadt befindet sich das einzige John Lennon gewidmete Denkmal in Deutschland. Es wurde zur Erinnerung an Dreharbeiten zum Film Wie ich den Krieg gewann, in dem John Lennon mitwirkte, aufgestellt. Diese Dreharbeiten fanden teilweise in der Verdener Altstadt statt.

Leben in Verden

Historische Altstadt mit Fußgängerzone Große Straße, Kneipengegend am Lugenstein (genannt "Domviertel"), Stadthalle, Domherrenhaus, Museumseisenbahn, Fahrgastschiff auf der Aller sowie ein umfangreiches Sportangebot mit über 40 Sportvereinen.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Pferdeauktionen, nationale und internationale Turniere, Pferderennen, Ausstellungen, Freizeit- und Breitensportfestival rund ums Pferd
  • Verdener Domweih, eines der ältesten Volksfeste Norddeutschlands; in der Innenstadt (Anfang Juni)
  • Lätarespende, Verteilung von Brot und Heringen
  • Domfestspiele, saisonales Freilichttheater im Schatten des Doms
  • Verdener Jazz- und Bluestage
  • Kurzfilmfestival „Filmsalat“, veranstaltet vom Verein Kommunal Kino Verden e.V. ( seit 1987 )
  • Autosonntag (einmal im Jahr)
  • Sport und Schau (einmal im Jahr, meistens Januar)
  • Verdener Tanznacht (dreimal im Jahr)

Wirtschaft

Größter Industriebetrieb in Verden ist Mars Petcare (Heimtierbedarf). Erwähnenswert sind weiter die Verdener Keks- und Waffelfabrik Hans Freitag, das Kühl-und Logistikunternehmen Nordfrost, die Badenhop Fleischwerke, der Maschinenbau Focke & Co. Verpackungsmaschinen, Vemag Maschinenbau und Vemag Anlagenbau, THOM Metall- und Maschinenbau, das Maschinenbauunternehmen Hensen Packaging Concept GmbH, Elektroindustrie Block Transformatoren, Baugewerbe Matthäi Straßenbau, Holzkamm Hochbau, sowie die Tierzucht Masterrind GmbH, Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung, sowie der Hannoveraner-Zuchtverband. Im Umland der Stadt wird unter anderem Pferdezucht und Milchwirtschaft betrieben.

Verkehr

Straße

Verden liegt an der Bundesautobahn 27 Cuxhaven-Bremen-Walsrode, an der Bundesstraße 215 Rotenburg (Wümme)-Nienburg/Weser-Minden sowie an den Landesstraßen 171 Verden - Visselhövede - Schneverdingen und 203. Im Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin gibt es drei Fotos, die den Bau der „Allerbrücke bei Verden“ dokumentieren. [3]

Eisenbahn

Verden liegt an der Bahnstrecke Bremen-Hannover sowie an der Weser-Aller-Bahn von Minden nach Rotenburg (Wümme). Die beiden Strecken gehören zum Netz der Deutschen Bahn. Der Bahnhof Verden (Aller) ist Halt für Intercity-, Regionalexpress- und Regionalbahnzüge. Vorgesehen ist eine Anbindung an das Netz der projektierten S-Bahn Bremen.

Außerdem ist Verden Stammsitz der Verden-Walsroder Eisenbahn GmbH (VWE), die eine 12,5 km lange Bahnstrecke von Verden nach Stemmen und eine weitere Strecke von Böhme nach Walsrode betreibt (früher waren beide Strecken verbunden). Auf der VWE-Strecke findet seit Jahrzehnten nur Güterverkehr und gelegentlicher Museumseisenbahnverkehr statt. Unter anderem wird über die VWE das Masterfoods-Werk an das Schienennetz angebunden.

ÖPNV

Darüber hinaus verfügt die Stadt über einige lokale und regionale Buslinien. Verden gehört dem Verkehrsverbund Bremen-Niedersachsen an. Der innerstädtische Verkehr und der Busverkehr nach Kirchlinteln wird von der Verdener Verkehrsgesellschaft (VVG) (Tochter der VWE) versorgt, während die meisten regionalen Verbindungen von Bussen der Verden-Walsroder Eisenbahn, vereinzelt auch von der Weser-Ems Bus (WEB) bedient werden.

Wasser

Der Altarm der Aller, die "Alte Aller" bei Verden

Die Kernstadt liegt unmittelbar an der für die Binnenschifffahrt befahrbaren Aller (nur äußerst geringer Sportboot- und Ausflugsschiff-Verkehr), die im Norden des Stadtgebietes (Ortsteil Eissel bei Dauelsen) in die Weser mündet. Die Weser wird auch für die gewerbliche Binnenschifffahrt genutzt.

Die Lage an zwei Flüssen führt regelmäßig zum Ende des Winters zu Hochwasser. Dabei werden zumeist die Landesstraße 203 (Verden-Blender) sowie die Kreisstraße zwischen Eissel und Verden sowie Eissel und Langwedel überflutungsbedingt gesperrt. Eissel ist dann vorübergehend nur per Boot zu erreichen, Autofahrer aus Richtung Blender müssen kilometerweite Umwege über Hoya (Kreis Nienburg) oder Achim in Kauf nehmen.

Luft

In Verden-Scharnhorst befindet sich ein Verkehrslandeplatz (ICAO-Code: EDWV) für Maschinen bis 2000 kg Höchstabfluggewicht.

Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

In Verden gibt es zahlreiche Bildungseinrichtungen. Neben fünf Grundschulen besitzt die Stadt eine Hauptschule, die Klaus-Störtebeker-Schule, die Andreasschule (Sonderschule), eine Realschule und zwei Gymnasien, das Gymnasium am Wall und das vor 1002 gegründete Domgymnasium Verden. Die höchste Schüleranzahl hat die Berufsbildende Schule Verden. Daneben existiert noch eine Kreisvolkshochschule.

Sozialeinrichtungen

Verden ist gemeinsam mit Achim Standort der Aller-Weser-Klinik, eines Krankenhauses der Regelversorgung im ProDiako-Verbund in kommunaler Trägerschaft.

Tierzucht

Verden ist ein Zentrum der Pferdezucht. So hat der Verband der Hannoveraner-Pferde seinen Hauptsitz in Verden, in der zugehörigen Niedersachsenhalle werden auch die international besuchten Hannoveraner-Auktionen abgehalten. Daneben spielt die Rinderzucht ebenfalls eine bedeutende Rolle. Die hier ansässige Masterrind GmbH veranstaltet ebenfalls Auktionen in der Niedersachsenhalle.


Persönlichkeiten

Ehrenbürger der Stadt Verden

  • 1862: Wilhelm Freiherr von Hammerstein, 1854–1862 Amtmann (Landrat) des Kreises Verden, später Minister des Königs von Hannover
  • 1868: Dr. phil. Hermann Gottlieb Plass, 1833–1871 Direktor des Verdener Domgymnasiums
  • 1887: Dr. iur. Friedrich Georg Wilhelm Müller, Justizrat, Bürgervorsteher
  • 1890: Theodor Otto Münchmeyer, 1855–1890 Bürgermeister der Stadt Verden
  • 1919: Wilhelm Schorcht, 1890–1919 Bürgermeister der Stadt Verden

Töchter und Söhne der Stadt Verden

Folgende bekannte Persönlichkeiten stammen aus Verden:

  • Anita Augspurg (1857–1943), Frauenrechtlerin, Wahlrechtreformerin
  • Jaan-Frederik Brunken (* 1990), Tennisprofi
  • Adolf Köster (1883–1930), Politiker und Diplomat
  • Nina-Marlisa Lenzi (* 1975), Fernsehmoderatorin
  • Hans Meyboden (1901–1965), Maler, Professur an der Karlsruher Akademie der Bildenden Künste
  • Hermann Schröder (1876–1942), Zahnmediziner, Professor in Greifswald und Berlin
  • Siegmund Seligmann (1853–1925), langjähriger Generaldirektor der Gummiwerke Continental AG in Hannover

Sonstige Persönlichkeiten

Folgende Persönlichkeiten sind nicht in Verden geboren, aber leben dort oder haben dort gewirkt:

  • Artur Becker (* 1968 in Bartoszyce), in Verden lebender Schriftsteller
  • Johann Bornemacher (auf dem Scheiterhaufen verbrannt) 3. Januar 1526 in Verden/Aller; luth. Theologe und Märtyrer
  • Peter Bohlmann (* 1972 in Coesfeld), Politiker, Landrat des Landkreises Verden
  • Karl von Einem (1853–1934), preußischer Kriegsminister
  • Friedrich Gottlieb Müller * 1816, † 1908 in Verden, Maler und Zeichner von Stadtansichten u. a. moderne Bauten und Industriebetriebe im nordwestdeutschen Raum
  • Friedrich Lang (1778–1859), Jurist und Politiker, Stadtsyndikus in Verden
  • Walther von Seydlitz-Kurzbach (1888–1976), General der Artillerie
  • Ludwig Stubbendorff (1906–1941), 1936 Doppelolympiasieger in der Einzel- und Mannschaftswertung der reiterlichen Vielseitigkeitsprüfung (Military)
  • Florian Langmann (* 1983), deutscher Turnierpokerspieler, u.a. Deutscher Pokermeister 2006

Literatur

Die Geschichte von Verden wurde in 17 Bänden von 1972-1991 aufgearbeitet.

  • Jürgen Weidemann: Novemberpogrom 1938 „Kristallnacht“ in Verden. 1988
  • Das Weinkaufsbuch, Übertragung von Carl-Christian Hesse 1988
  • Urgroßvaters Tagebuch, Max Lehmann 1936-1989
  • J. C. Trumph: 1744 - Die Verdener, ihre Gesundheit und ihr Bier. Neubearbeitung: F. Schmitz, W. Schöttler, 1991
  • Otto Voigt: Bauernreihen in den Dörfern der Kirchspiele das alten Amtes Verden. 2 Bände, 1993
  • Margarethe Wolters: Testamente 1774-1850. 2 Bände, o.J. (ca. 1994)
  • Björn Emigholz: Die Tagebücher der Gertrud Schädla 1914 - 1918. 2000
  • Jürgen Siemers: Das historische Verden. 2000
  • Edmund von Lührte: Die Holzmarktkaserne im Wandel zu einem neuen Zentrum städtischen Lebens. 2002
  • Joachim Woock: Zwangsarbeit ausländischer Arbeitskräfte im Regionalbereich Verden/Aller (1939-1945). 2004
  • Daniela Piplat: Entwicklung und gegenwärtige Struktur der Pferdehaltung im Raum Verden. 2005
  • Bernd Kappelhoff, Jan Lokers: Verdener Gerichts- und Geschichtsquellen 1663-1909. 2006
Chroniken der zu Verden gehörenden Orte
  • Elisabeth Söhl: Scharnhorst. 1981
  • Otto Voigt: Walle. 1981
  • Else Arens: Eitze. 1989
  • Jürgen Siemers: Döhlbergen-Hutbergen. 1995
  • Arbeitskreis Dorfchronik (Hrsg.): Eissel. 1996
  • Arbeitskreis Dorfchronik: (Hrsg.): Dauelsen.1996
  • Jürgen Siemers, Arbeitskreis Dorfchronik (Hrsg.): Hönisch. 1997
  • Heimatverein Borstel in Verden e.V. (Hrsg.): Borstel. 2004

weitere Werke

  • Karl Nerger: Verden stellt sich vor. Ein Führer für Touristen. Verden (Aller) 1981, 24 S. m. 12 Abb.
  • Jürgen Bohmbach: Verden. In: Herbert Obenaus (Hrsg. in Zusammenarbeit mit David Bankier und Daniel Fraenkel): Historisches Handbuch der jüdischen Gemeinden in Niedersachsen und Bremen. Band 1 und 2 (1668 S.), Göttingen 2005, Seite 1518-1523 ; ISBN 3-89244-753-5

Film

Flugzeug-Patenschaft

Auf den Namen "Verden" wurde 1997 ein Airbus A319-114 (Kennung: D-AILU, Seriennummer: 744) der Lufthansa getauft. Dieses Flugzeug und ein Airbus A321-121 (D-AIRY, 901) sind als einzige Maschinen der Lufthansa dauerhaft mit einem zusätzlichen Ziersticker auf dem Rumpf versehen. Davor trug eine Lufthansa-Boeing 737-230 (D-ABMF, 23158/1089) den Namen der Stadt.

Kriegsschiffs-Patenschaft

Die Stadt Verden hat im Jahr 1966 die Patenschaft für das Schnellboot "Hyäne" der Deutschen Marine übernommen. Das Boot gehört dem 7. Schnellbootgeschwader mit Heimathafen Warnemünde an.

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Joachim Woock, Rede anlässlich der Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus", 2002
    Am 9. November 1943 wurde der Sitz des Plünderungs-Sondergerichtes formell von Wesermünde, wo weiterhin Verhandlungen stattfanden, nach Verden verlegt
  2. Marc Buggeln: In: Wolfgang Benz, Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. Geschichte der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Bd. 5, Hinzert, Auschwitz, Neuengamme. Beck-Verlag, München 2007, S. 530. ISBN 3-406-52965-8
  3. 3 Fotos aus der Bauzeit der Allerbrücke

Weblinks


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