Watusi

Watusi
Filmdaten
Deutscher Titel: König Salomons Diamanten
Originaltitel: King Solomon's Mines
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 1950
Länge: 98 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 6
Stab
Regie: Compton Bennett, Andrew Marton
Drehbuch: Helen Deutsch
Produktion: Sam Zimbalist
Kamera: Robert Surtees
Schnitt: Ralph E. Winters, Conrad A Nervig
Besetzung

König Salomons Diamanten ist der Titel eines MGM-Farbfilms in Technicolor aus dem Jahr 1950. Als literarische Vorlage diente der gleichnamige Roman von H. Rider Haggard.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Eigentlich wollte Allan Quatermain (Stewart Granger) gar nicht auf Mrs. Elizabeth Curtiz' Bitte eingehen, mit ihr und ihrem Bruder John Goode (Richard Carlson) tief im Innern von Afrika nach ihrem verschollenen Mann zu suchen. Aber der verwitwete Mann braucht das Geld, um seinem Sohn in England eine gute Erziehung zu ermöglichen. So hat er sich schließlich überreden lassen, und sie brechen mit farbigen Trägern auf.

Es war weniger Liebe als ihr schlechtes Gewissen, das Elisabeth in dieses gefährliche Unterfangen trieb. Sie hat ein großes Vermögen mit in die Ehe gebracht und das ihrem Mann oft genug vorgehalten. Jetzt ist er seit einem Jahr auf der Suche nach König Salomons sagenhaftem Schatz, und sie hat nichts mehr von ihm gehört.

Auch die Chemie zwischen Elizabeth und Allan stimmt anfangs keinesfalls, und oft muss John den Vermittler spielen. Doch je schwieriger der Weg durch unerforschtes Land wird, je gefährlicher die Umwelt und die wilden Tiere sie bedrohen, umso mehr wächst die gegenseitige Achtung. Sie bewundert seine Gelassenheit und Sicherheit in kritischen Situationen, ihm imponieren ihre Ausdauer und ihr Mut.

Als sie in das Gebiet eines wilden Volksstamms kommen, sind eines Morgens alle Träger verschwunden. Sie müssen alleine weiter und verlieren bei einem Angriff auch noch Quatermains Boy Khiva. Sie sind jetzt nur noch zu dritt.

Dann stößt ein seltsam aussehender, hochgewachsener Eingeborener zu ihnen und bittet, sie begleiten zu dürfen. Und immer wieder müssen sie Gefahren überstehen, so entgehen sie nur knapp einer amoklaufenden Tierherde und dem Verdursten in einer endlosen Sandwüste. Langsam empfinden Elizabeth und Allan für einander mehr als Sympathie.

Schließlich kommen sie in ein fruchtbares Gebiet, das von Menschen bewohnt wird, deren Aussehen dem ihres Begleiters gleicht. Er begrüßt einige wie alte Freunde. Es stellt sich heraus, ihr Weggefährte ist Umbopa, der verstoßene König dieses Volkes, der seinen Thron von seinem Rivalen zurückfordern will.

Während Umbopa den politischen Umsturz vorbereitet, geraten die drei Weißen noch einmal in Gefahr. Anhänger der feindlichen Partei locken sie in eine Höhle. Dort stoßen sie zwar auf noch die sagenhaften Diamanten König Salomons und die Überreste von Elizabeths Mann, gelangen aber nur unter Lebensgefahr wieder ins Freie.

Zwischen Umbopa und dem falschen König kommt es zum Kampf. Umbopa siegt und wird vom Volk zum neuen Herrscher ausgerufen. Elizabeth, Allan und John aber kehren, mit Geschenken beladen, in die Heimat zurück.

Hintergrund

  • Sieht man sich den Film heute anhand der DVD an, so fallen einem unterschiedliche Farbaufnahmen auf. Sequenzen mit Tieraufnahmen, wie auch mit der amoklaufenden Tierherde, sind ungenauer und dunkler als die mit den Schauspielern. Offensichtlich wurden die Tieraufnahmen als "Konserve" in den Film hineingeschnitten.
  • Die identischen Szenen mit der amoklaufenden Tierherde tauchen noch einmal in einem anderen Afrikafilm auf, nämlich in Watusi (1958).
  • Fünfmal wurde der Stoff verfilmt: 1937 mit Sir Cedric Hardwick, 1950 mit Deborah Kerr, 1958 mit George Montgomery, 1978 mit Patrick Macnee (Mit Schirm, Charme und Melone), 1985 mit Richard Chamberlain und Sharon Stone und 2004 mit Patrick Swayze.

Auszeichnungen

  • Dreimal wurde der Film 1950 für den Oscar nominiert, unter anderem auch als bester Film. Zwei Oscars erhielt er und zwar für
  • die Kamera (Robert Surtees) und
  • den Schnitt (Ralph E. Winters und Conrad A. Nervig).
  • Außerdem wurde die Kameraarbeit im Jahr 1951 mit einem Golden Globe in der Kategorie Best Cinematography - Color ausgezeichnet.

Kritik

Lexikon des Internationalen Films: Die wenig originelle Geschichte geht unter in einem faszinierenden Gemälde von Afrika mit großartigen Natur- und Landschaftsaufnahmen aus Tanganjika, Kenia, Uganda und Zaire.

Fortsetzung

1959 brachte MGM eine Fortsetzung in die Kinos mit dem Titel Watusi. Dieser verwendete alle entscheidenden Szenen einfach ein zweites Mal. Zwar spielte der Film inhaltlich ein paar Jahre später, aber es wiederholte sich einfach noch einmal dieselbe Handlung und nur die "ruhigen" Szenen wurden mit neuen Schauspielern neu gedreht.

Quelle

  • Das neue Filmprogramm, Mannheim

Weblinks


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