Chatenay-Malabry

Chatenay-Malabry
Châtenay-Malabry
Wappen von Châtenay-Malabry
Châtenay-Malabry (Frankreich)
DEC
Châtenay-Malabry
Region Île-de-France
Département Hauts-de-Seine
Arrondissement Antony (Arrondissement)
Kanton Châtenay-Malabry, ein Teil gehört zu Sceaux
Koordinaten 48° 46′ N, 2° 16′ O48.7666666666672.2638888888889104Koordinaten: 48° 46′ N, 2° 16′ O
Höhe 104 m
Fläche 6,38 km²
Einwohner
– mit Hauptwohnsitz
– Bevölkerungsdichte
(2006)
31.873 Einwohner
4.996 Einw./km²
Postleitzahl 92290
INSEE-Code 92019
Website chatenay-malabry.fr

Châtenay-Malabry ist eine französische Gemeinde im Département Hauts-de-Seine in der Region Île-de-France.

Inhaltsverzeichnis

Namensherkunft

Der Name Châtenay leitet sich mit großer Wahrscheinlichkeit vom lateinischen castellanum, das kleine Burgen oder römische Lager bezeichnen konnte, ab. [1] Das würde auf eine Besiedlung im 1. oder 2. Jahrhundert verweisen, was durch archäologische Funde aus der gallo-römischen Epoche untermauert wird. Bei Grabungen wurden zudem Objekte aus prähistorischer und keltischer Zeit entdeckt.

Früher wurde Châtenay von châtaignier, der Kastanienbaum, hergeleitet. Zwar befindet sich im Bereich der Gemeinde eine große Zahl von ihnen. Doch sind sie erst relativ spät in der Region anzutreffen.

Malabry könnte auf schlechten Boden oder ungünstiges Gelände (mauvais terrain) verweisen, denn tatsächlich gibt es eine Reihe von Abhängen dort.

Geschichte

Châtenay wird erstmalig in einem Schreiben des Abtes Irminon im 9. Jahrhundert unter der Bezeichnung Castenatum erwähnt. Das Gebiet gehörte weithin bis zur Französischen Revolution zum Domkapitel der Pariser Kathedrale.

Zwischen Châtenay und der Nachbarkommune Antony kam es 1936 zu einem umfangreichen Gebietsaustausch. Teile des Parks von Sceaux (:fr:) kamen zu Antony, dessen nordwestlicher Bereich demgegenüber an Châtenay überging.

Voltaire lebte nach seiner Verbannung aus Paris seit dem Beginn des Jahres 1719 bis zu seiner Rückkehr in das elterliche Haus, dem Château de la Roseraie, in Châtenay.

Gegenwart

In Châtenay-Malabry befindet sich die vallée aux loups, ein grünes Tal mit schönen Häusern. Auch Chateaubriand besaß hier ein Anwesen. Eine große Anzahl der Châtenaisiens lebt im Butte Rouge, dem am dichtesten besiedelten Stadtviertel. Die Gartenstadt der Butte Rouge, la Cité Jardins, stellte eines der ersten seit 1950 zunächst in der Île-de-France errichteten HLMs dar; es handelt sich dabei um „Wohnungen mit gemäßigten Mieten“, also um eine Siedlung, die konsequent durch den sozialen Wohnungsbau bestimmt war.

In Châtenay-Malabry befinden sich die École Centrale Paris sowie mit der UFR de Pharmacie eine wissenschaftliche pharmazeutische Fakultät. Der Hochgeschwindigkeitszug TGV Atlantique unterquert den Ort in der Coulée verte, dem grünen Strom.

Seit dem 31. Dezember 2002 gehört die Gemeinde zum Verband der Gemeinden der Hauts de Bièvre (Communauté d'agglomération des Hauts de Bièvre).

Städtepartnerschaften

Châtenay-Malabry pflegt Städtepartnerschaften mit

Bergneustadt und Landsmeer sind seit 1968 verbunden.

Kultur

Châtenay-Malabry lautet der Titel eines erfolgreichen Chansons von Vincent Delerm.

Persönlichkeiten

  • Henri de Latouche, französischer Schriftsteller, † 1851 in Châtenay-Malabry
  • Emmanuel Mounier, christlicher französischer Philosoph, † 1950 in Châtenay-Malabry
  • André Martinet, französischer Sprachwissenschaftler, † 1999 in Châtenay-Malabry
  • Robert Jonquet (* 1925) unternahm hier seine ersten fußballerischen Schritte
  • Paul Ricœur, christlicher französischer Philosoph, † 2005 in Châtenay-Malabry
  • Jérôme Rothen, Fußballspieler, * 1978 in Châtenay-Malabry
  • Sully Prudhomme, französischer Schriftsteller, † 1907 in Châtenay-Malabry
  • Jean Fautrier, französischer Künstler, †1964 in Châtenay-Malabry
  • Habib Bamogo, französisch-burkinischer Fußballspieler, * 1982, in Châtenay-Malabry aufgewachsen
  • Hatem Ben Arfa, französisch-tunesischer Fußballspieler, * 1987, in Châtenay-Malabry aufgewachsen
  • Grégoire Colin, französischer Schauspieler, * 1975 in Châtenay-Malabry

Weblinks

Quellen

  1. Y. Firini: Antony; Verlag Maury

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