- Christchurch Cathedral (Dublin)
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Christ Church Cathedral (auch: The Cathedral of the Most Holy Trinity - Kathedrale der heiligsten Dreifaltigkeit) in Dublin (Irland) ist die ältere der beiden mittelalterlichen Kathedralen der Stadt - die andere ist die St. Patrick’s Cathedral. Sie ist seit dem Mittelalter der Sitz der Dubliner Erzbischöfe (ursprünglich römisch-katholisch - später dann Church of Ireland).
Die Kathedrale wurde bereits 1038 von den Wikingern an deren ursprünglichen Siedlungsplatz bei Wood Quay am Ufer der Liffey als hölzerne Kirche errichtet. Die Steinkirche wurde 1172 von Richard de Clare, 2. Earl of Pembroke, ("Strongbow") und dem Erzbischof Laurence O'Toole in Auftrag gegeben und 1240 fertiggestellt. Sie war 1487 Krönungsort des 10-jährigen Lambert Simnel als König Eduard VI von England, ein Thronbewerber, der erfolglos versuchte Heinrich VII von England zu entthronen.
Der katholische englische König James II. floh 1690 aus England nach Irland, um für seinen Thron zu kämpfen und feierte in der kurzzeitig katholisierten Kirche Christ Church das Hochamt.
Im 17. Jahrhundert tagten für einige Zeit sowohl Gerichte als auch das Parlament in angebauten Gebäuden von Christ Church. Der englische König James II. selbst führte dort den Vorsitz des Parlamentes. Letztendlich zogen sowohl Gericht als auch Parlament in neue Gebäude: das Gericht in das neugebaute Four Courts und das Parlament in das Chichester House in Hoggen Green (heute: College Green).
1742 war der Chor der Kathedrale an der Uraufführung von Georg Friedrich Händels „Messiah“ beteiligt.
Die Kathedrale wurde im viktorianischen Zeitalter umfangreich saniert. Die Arbeiten begannen 1871. Während die Sanierung die schwer beschädigte Bausubstanz vor dem Einsturz bewahrte, ist es heutzutage schwer zu sagen, welcher Teil des Bauwerks aus dem Mittelalter stammt und welcher aus der Zeit der Sanierung.
Nach erneuten Sanierungen ist die Kirche wieder für Besucher zugänglich. Sie beherbergt verschiedene Monumente, eine geschnitzte Statue, die bis zum späten 18. Jahrhundert außerhalb des Tholsel (Dublins nicht mehr existierendes mittelalterliches Stadthaus) stand, sowie einen Satz Kerzenhalter aus der Zeit, in der in der Kathedrale letztmalig römisch-katholische Messen abgehalten wurden (um 1690).
Sehenswürdigkeiten
Grabmal von Richard de Clare („Strongbow“)
In der Kathedrale befindet sich das Grab von Strongbow, einem aus Wales kommenden Mitglied des normannischen Hochadels und Kriegsherren, der auf Einladung von König Diarmuid MacMorrough nach Irland kam und dessen Ankunft im Jahr 1170 den Beginn der englischen Einflussnahme in Irland bedeutete. Wie auch bei der Bausubstanz ist allerdings das Grabmal im Kirchenschiff nicht dessen eigentliches Grabmal, welches bereits vor Jahrhunderten zerstört wurde. Eine andere Grabplatte wurde von der Kirche in Drogheda an die Stelle von Strongbow’s Grab in Christ Church Cathedral verlegt und als diejenige von Strongbow ausgegeben.
Krypta
Die Kathedrale beherbergt die größte Krypta einer Kathedrale in Irland und England. Dort wurden 1860 hinter der Orgel eine mumifizierte Katze und eine Ratte gefunden, welche bei ihrer Verfolgungsjagd steckengeblieben waren.
Romanisches Portal
An der Südseite des Querschiffs befindet sich das Portal auf dem 12. Jahrhundert.
Chapel of St. Laud
Die Kapelle beherbergt das Herz des hl. Laurence O'Toole. Weiterhin gibt es Kacheln aus dem Mittelalter zu besichtigen.
Langschiff
Mit gotischen Bögen in 25 Metern Höhe.
Lesepulte
Das linke Lesepult aus Messing stammt aus dem Mittelalter. Auf der rechten Seiten befindet sich lediglich eine Kopie aus dem 19. Jahrhundert.
Dieser Text basiert teilweise auf einer Übersetzung des Artikels Christ Church Cathedral aus der englischen Wikipedia, Version vom 30. Mai 2005.
Weblinks
53.343055555556-6.2713888888889Koordinaten: 53° 20′ 35″ N, 6° 16′ 17″ W
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