Dzjatlawa

Dzjatlawa
Wappen der Stadt Dsjatlawa

Dsjatlawa (weißrussisch Дзятлава, Dzjatlava; russisch Дятлово, Djatlovo; jiddisch Zšetl; litauisch Zietela; polnisch Zdzięciół) ist eine Siedlung städtischen Typs in der Woblast Hrodna im Westen Weißrusslands. Der etwa 8900 Einwohner zählende Ort (1995) ist das Zentrum des gleichnamigen Rajons, eine litauische Sprachinsel und römisch-katholische Enklave im Dreiländereck Polen/Litauen/Weißrussland.

Erste Erwähnung fand der Ort in Handschriften aus dem Jahr 1498. Vor der Ermordung der jüdischen Bevölkerung des Ortes in zwei Massenerschießungen durch Deutsche am 30. April und 6. August 1942 war der Ort ein Schtetl mit einem jüdischen Bevölkerungsanteil von etwa 75 %.

Menschen

  • Jacob ben Wolf Kranz, der "Dubner maggid" (1741-1804)
  • Israel Meir Kagan (Chofetz Chayim)
  • Baruch Sorotzkin

Literatur

  • Christian Ganzer: „Sowjetische Diskurse – Djatlovo, ein Heimatmuseum in der belarussischen Provinz.“ In: Olga Kurilo (Hg.): Der Zweite Weltkrieg im Museum: Kontinuität und Wandel, Berlin 2007, S. 133-148. ISBN 978-3-930064-82-3

Weblinks

53.46527777777825.4044444444447Koordinaten: 53° 28′ N, 25° 24′ O


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