Giessbachfall

Giessbachfall
Die Giessbachfälle um 1895

Der Giessbach ist ein Bergbach mit imposantem Wasserfall, dem Giessbachfall, am östlichen Ende des Brienzersees im Berner Oberland. Die Hochtäler und Becken des Sägistal-Faulhorngebiets sind das Quellgebiet der weltberühmten Giessbachfälle, die sich in schönen Wasserkaskaden in 14 Stufen über 500 Meter in den Brienzersee hinunterstürzen. Unter dem Wasserfall führt ein Fußweg hindurch, den man gehen kann, ohne nass zu werden.

Der Brienzer Pfarrer Daniel Wyss und Brienzer Schulleiter Johann Kehrli (1774–1854) erleichterten im 19. Jahrhundert den Gästen des aufkommenden Fremdenverkehrs den Besuch des berühmten Falls. Kehrli erstellte einen Weg vom Seeufer bis zum zweituntersten Fall und stellte eine Sitzbank auf, während Wyss den Zugang zu den oberen Fällen erschloss und in poetischer Weise den vierzehn Wasserfällen Namen verdienter bernischer Helden gab.

Am Fuss des Wasserfalls liegt das historische Grandhotel Giessbach, welches durch die Giessbachbahn (älteste Standseilbahn Europas) direkt mit der Schiffsstation Giessbach verbunden ist. Es wurde 1873/74 durch die französische Dynastie Hauser erbaut. Hauser beauftragte den namhaftesten Hotelbauer jener Zeit, Horace Edouard Davinet, mit der Planung eines Neubaues.

1979 schloss das Hotel nach jahrelangem Niedergang seine Pforten. Die ganze ursprüngliche Anlage sollte abgerissen und durch ein modernes Betongebäude im Stil eines "Jumbo-Chalets" ersetzt werden. 1983 gelang es dem Schweizer Umweltschützer Franz Weber, mit Hilfe seiner Vereinigung Helvetia Nostra und der von ihm gegründeten Stiftung Giessbach dem Schweizervolk, die Liegenschaft und das 22 Hektar grosse Grundstück zu erwerben und unter Denkmalschutz zu stellen.

Beliebter Filmdrehort

Das Grandhotel diente als Kulisse im Film Supertrick (Quicker Than the Eye) mit Wolfram Berger von 1989 sowie für mehrere Szenen in der 10. und letzten Folge Points (dt. Kriegsende) der US-amerik. Fernsehserie Band of Brothers.

Literatur

  • Jürg Schweizer und Roger Rieker: Schweizerische Kunstführer GSK, Band 751: Grandhotel Giessbach, Bern 2004, ISBN 3-85782-751-3

Weblinks

Das Grandhotel um 1895

46.732242769298.02403211593637Koordinaten: 46° 43′ 56,07″ N, 8° 1′ 26,52″ O; CH1903: (644745 / 175838)


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