Helleborus viridis

Helleborus viridis
Grüne Nieswurz
Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

Grüne Nieswurz (Helleborus viridis)

Systematik
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Helleboreae
Gattung: Nieswurz (Helleborus)
Art: Grüne Nieswurz
Wissenschaftlicher Name
Helleborus viridis
L.
Illustration der Grünen Nieswurz

Die Grüne Nieswurz (Helleborus viridis) ist eine Art in der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Die giftige Pflanze wurde früher als Heilpflanze eingesetzt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Grüne Nieswurz ist eine mehrjährige krautige Pflanze, welche typischerweise 20 bis 40 Zentimeter hoch wird, aber auch eine Höhe von bis zu 60 Zentimeter erreichen kann. Die Sprossachsen sind bis zum Blütenstand unbehaart.

Die sommergrünen, lang gestielten, sieben- bis neunteiligen Blätter sind handförmig geteilt und haben gesägte Abschnitte. Die Laubblätter gehen fließend über die Hochblätter in die Blütenblätter, bei welchen es sich eigentlich um die Kelchblätter handelt, über. Im Gegensatz zur Schneerose (Helleborus niger) hat die Pflanze meist zwei grundständige Blätter, die nicht überwintern.

Die anemonenähnlichen, halb hängenden Blüten haben eine hell- bis gelbgrüne Farbe, sind flach ausgebreitet und vier bis sechs Zentimeter groß. Die Grüne Nieswurz blüht von März bis Mai und bringt zwei bis fünf vielsamige Balgfrüchte hervor.

Vorkommen

Die Pflanze wächst hauptsächlich im südlichen Europa, kommt aber auch in Mitteleuropa vor. In Deutschland gedeiht sie vereinzelt vom Tiefland bis in die Gebirgsregionen. In den Alpen kommt sie bis in einer Höhe von 1000 Meter NN vor. Sie bevorzugt tiefgründige, humusreiche, kalkhaltige Böden in Wäldern und Gebüschen.

Sonstiges

Die Grüne Nieswurz ist giftig und wurde früher als Heilpflanze kultiviert. Unter anderem wurde aus dem getrockneten Wurzelstock ein Niespulver gewonnen, was auch der Grund für den deutschen Namen der Pflanze ist. Sie enthält etwa 0,1 % Helleborein, daneben sind Hellebrin, Celliamin, Sprintillamin und weitere Alkaloide enthalten.

Heute wird sie aufgrund ihrer ungewöhnlichen Blütenfarbe als Zierpflanze gehalten. Am Naturstandort ist sie aber meist geschützt.

Literatur

  • Bruno P. Kremer: Steinbachs grosser Pflanzenführer. Ulmer (Eugen), Stuttgart 2005, ISBN 3-8001-4903-6

Weblinks


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