Hookipa

Hookipa
Der Strand von Ho'okipa auf Maui gehört zu den weltbesten Surfspots.
Surfing am Strand von Ho'okipa auf Maui, Hawaii.

Hoʻokipa ist der bekannteste Windsurf-Spot der Welt. Hoʻokipa Beach Park, auf der Insel Maui, am Highway 36, zwei Meilen östlich von Paia gelegen, ist einer der legendären Surfstrände der Hawaiʻi Inseln (siehe auch "Maui"). Hoʻokipa bedeutet übersetzt aus der hawaiischen Sprache Gastfreundlichkeit.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Hoʻokipa Beach Park liegt in einer 1 km breiten Bucht an der Nordküste Mauis. Der meist beständig wehende Nord-Ost Passat kommt durch die ideal verlaufende Küste (SW nach NO) "sideshore" also halbwinds, von rechts und wird tagsüber durch Konvektion und Venturi Effekt des Haleakala (3050m) enorm verstärkt (auf 4-8 Beaufort).

Das Spartan Reef (Korallenriff) an der Nordküste Mauis (welches von Kanaha-Lowers mit Unterbrechungen, über Uppers, Sprecks, Kuau, Lanes bis Jaws sich über 14 Meilen erstreckt) verläuft in Hookipa spektakulär nah am Ufer. Zudem ist das Riff hier so ideal geformt und je nach Tide nur 50-100 cm tief, daß die Dünungswellen des Nordpazifik hier nicht "close out" brechen, sondern je nach Swell in einer mehr oder weniger sauberen "Rechtswelle". Eine 100 m Lücke im Riff ermöglicht zudem selbst bei extrem hohen Wellen (bis doppelt Masthoch / 8m) einen geordneten und einigermaßen sicheren Ausstieg aus der Welle zwischen Hoʻokipa und dem sich westlich anschließenden "Lanes" und ein Aufkreuzen zu einem erneuten Wellenritt. Die Entfernung des Riffes und damit der Wellen von weniger als 100 m zum Strand macht ein Beobachten und Fotografieren der Windsurfer hier besonders einfach, spektakulär und beliebt.

Revierinformationen

Gefahren

Für die Windsurfer selber allerdings ist die Nähe des Riffs zum Strand einerseits vorteilhaft aber auch von Nachteil : Nach dem Beach Start ist man in wenigen Sekunden in den Wellen und der Windsurfer kann sich auch der Beobachtung von Freunden/Freundinnen, Touristen, und der Lifeguard sicher sein. Allerdings ist der "Einstieg" am Strand extrem schwer und die hohen Wellen erzeugen eine starke Strömung (ca 2-3 m/sec) die bei einem Nichtgelingen des Beachstarts den Windsurfer binnen weniger Sekunden in einen felsigen Malstrom befördert. In diesen Felsen landet auch derjenige, der die Gezeiten, Abstände der "Sets" (besonders hohe Wellen kommen alle 5-10 Minuten) und berüchtigte thermische Flautenlöcher nicht genauestens kennt. Daher ist Ho'okipa der Weltelite des Windsurfens vorbehalten. Einige 100 Windsurfer beherrschen es, hier zu fahren.

Ho'okipa ist ab vier Meter hohen Wellen absolut tabu für Hobby Windsurfer. Die Bedingungen werden an Land unterschätzt. Es herrscht dann für weniger erfahrene Windsurfer Lebensgefahr. Diese Bedingungen aber machen für die "locals" und arrivierten "zugereisten", erfahrenen Windsurfer den besonderen "Thrill" von Ho'okipa aus.

Regeln

Hoʻokipa Beach Park ist im östlichen Teil für Wellenreiter reserviert und (nur bei Wind) im westlichen Teil für Windsurfer. Zwischen beiden gibt es bisweilen Animositäten um die beste Welle, daher ist eine Trennung der beiden Sportlergruppen recht bedeutsam.

An idealen Tagen sind etwa 30 Windsurfer hier gleichzeitig auf dem Wasser. Da der "Idealpunkt" für den Beginn eines guten Wellenrittes nur wenige Meter breit ist, gelten ungeschriebene aber wichtige Regeln für alle, die in Hoʻokipa Windsurfen wollen. Zum Beispiel :

  • vor 11 Uhr morgens nie
  • wenn bei wenig Wind mehrere Wellenreiter im westlichen Bereich sind, nie
  • in einer guten Welle hat derjenige Vorfahrt der in Luv zuerst am "point" ist.

Wettbewerbe

Zweimal jährlich finden in Hoʻokipa Windsurfregatten statt : Ende März der PWA Worldcup, Anfang November der Aloha Classic. Dabei treffen sich ca 64 Männer und ca 16 Frauen die aus der Weltelite der Windsurfer sich hierfür qualifiziert haben im "KO"-System aufeinander, um den Weltmeister im "Wave" des Windsurfing zu ermitteln. Namen wie Robby Naish, Björn Dunkerbeck, Jason Polakow, Mike Eskimo, Josh Angulo, Maui Meyer, Josh Stone, Kevin + Matt Pritchard sind von früher bekannt. Namen wie Francisco Goya, Levi Siver, Rush Randle, Alex Aguera und etwa 20 weitere trifft man hier regelmäßig an. Von den Damen sind besonders die Zwillingsschwestern Daida und Iballa Moreno zu erwähnen, die als einzige in der Lage sind Ho'okipa wirklich weltmeisterlich zu beherrschen.

Bedeutung für das Windsurfen

Windsurfen an diesem Riffabschnitt ist gehört zum Spektakulärsten, was es in der Welt des Windsurfens gibt. An guten Tagen werden auch ohne Regatta im Sekundentakt die waghalsigsten und schwierigsten Manöver gefahren und gesprungen, die das Windsurfen zur „Mutter aller Trendsportarten“ gemacht haben. Sprünge bis 10 m Höhe, Vorwärts- und Rückwärtsloopings, doppelte Vorwärtsloopings, 360°-Drehungen in der Welle, Windsurfen in der Tube (das heißt, die brechende Wellenlippe hängt über dem Masttopp) und selbst der Triple Loop (von Robert Teriitehau) wird gezeigt. Ständig sitzen Fotografen mit Superteleobjektiven an dem Hochufer, das wie ein Amphitheater wirkt. An spektakulären Tagen kreisen Helikopter mit Fotografen direkt über den Wellen. Deren Bilder gehen in Magazinen dann um die ganze Welt.

Alternativen

Noch schwierigere Bedingungen zum Windsurfen gibt es auf Maui dann nur noch in Jaws. Leider "funktioniert" die Welle dort nur 2-3 mal im Jahr für 1-2 Tage. Oft ist der Wind dort schlechter als in Ho'okipa und Zuschauer haben es sehr schwer einen Beobachtungsort für Jaws zu finden. Daher ist Jaws meist für wenige Spezialisten sowie bei Flaute für Tow-In-Surfer vorbehalten (mit Jet Ski) und man findet dann davon spektakuläre Aufnahmen in der Presse.

20.933333333333-156.35757Koordinaten: 20° 56′ 0″ N, 156° 21′ 27″ W


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