Lake Superior

Lake Superior
Oberer See
Satellitenbild des Oberen Sees
Satellitenbild des Oberen Sees
Geographische Lage: zw. Kanada und USA
Zuflüsse: Nipigon River, St. Louis River, Pigeon River, Pic River, White River, Michipicoten River, Kaministiquia River und viele andere
Abflüsse: St. Marys River zum Huronsee
Städte am Ufer: Duluth, Superior, Thunder Bay
Daten
Koordinaten 48° N, 87° W47.7675-87.371111111111184Koordinaten: 48° N, 87° W
Oberer See (Kanada)
DEC
Oberer See
Höhe über Meeresspiegel 184 m
Fläche 82.103 km²dep1
Seelänge 563 km
Seebreite 257 km
Volumen 12.100 km³dep1
Umfang 4.385 kmdep1
Maximale Tiefe 405 mdep1
Mittlere Tiefe 149 mdep1
Besonderheiten flächenmäßig zweitgrößter See der Erde (nach dem Kaspischen Meer), flächenmäßig größter Süßwassersee der Erde
Lage des Oberen Sees zu den großen Seen

Der Obere See (englisch: Lake Superior) ist der größte der fünf Großen Seen Nordamerikas sowie der nach dem Kaspischen Meer flächenmäßig zweitgrößte See der Erde (tiefster und vom Volumen her größter Süßwassersee ist der Baikalsee in Sibirien). Durch ihn verläuft die Grenze zwischen den USA und Kanada. Sein Wasserspiegel liegt auf 184 m, bei einer Gesamtfläche von 82.100 km² (entspricht etwa der Größe Österreichs). Seine größte Tiefe beträgt 405 m. Der Obere See grenzt im Norden an die Provinz Ontario in Kanada und den US-Bundesstaat Minnesota, sowie im Süden an die US-Bundesstaaten Wisconsin und Michigan. Die größte Insel im See ist die Isle Royale, von Süden ragt die Keweenaw-Halbinsel weit in den See hinein.

Der Obere See ist der Große See mit der besten Wasserqualität, da im Gegensatz zu den übrigen Seen an seinem Ufer nur wenige Industrieanlagen angesiedelt sind und er nicht von den anderen Seen gespeist wird.

Der See hat über 200 Zuflüsse. Die größten sind der Nipigon River, der St. Louis River, der Pigeon River, der Pic River, der White River, der Michipicoten River und der Kaministiquia River.

Der Obere See fließt über den St. Marys River in den Huronsee und ist damit Teil des Wasserweges der Großen Seen. Die Stromschnellen auf diesem Fluss erfordern Schleusen (sault locks), damit Schiffe die acht Meter Höhenunterschied zum Huronsee überwinden können.

Inhaltsverzeichnis

Name

In der Sprache der Anishinabe auch Ojibwa oder Chippewa-Indianer wird der See "Gichigami" ("großes Wasser") genannt. Aber er ist auch bekannt als der "Gitche Gumee", so wie z.B. auch in Henry Wadsworth Longfellows 1855 Epos, "The Song of Hiawatha" und Gordon Lightfoots Ballade "The Wreck of the Edmund Fitzgerald", welche vom Untergang der Edmond Fitzgerald auf dem Oberen See im November 1975 handelt. Der See wurde im 17. Jahrhundert von französischen Forschern "le lac supérieur" (Oberer See) genannt, weil er sich oberhalb des Huronsees befindet.

Geschichte

Der Obere See war schon für die indianische Urbevölkerung ein wichtiger Verkehrsweg, am Nordwest-Ufer münden mit dem Pidgeon River und dem Kaministiqwia River zwei Flüsse, die als Routen ins Innere des heutigen Kanadas dienten. Die ersten Weißen waren französische Pelzhändler, die von den Indianern diese Verbindungen gezeigt bekamen. Die sogenannte Great Portage am Pidgeon River wurde zum Handelsstützpunkt ausgebaut, die 1783 von französischstämmigen Händlern gegründete North West Company legte dort ein befestigtes Lager an, in das sie im Sommerhalbjahr ihr Hauptquartier verlegten. Der rekonstruierte Stützpunkt ist heute als Grand Portage National Monument ausgewiesen.

Im 19. Jahrhundert entstanden Bergbausiedlungen rund um den See, insbesondere Eisenerz wurde abgebaut und per Schiff über den See transportiert. Duluth ist heute der umsatzstärkste Binnenhafen der Vereinigten Staaten, Steinkohle und Eisenerz sind die wichtigsten Güter.

Heute spielt der Tourismus eine wichtige Rolle[1], das milde Klima macht das Gebiet im Sommer und Winter zu einem beliebten Ziel. Fischen, Bootfahren, Wandern, im Winter Langlauf und Schneemobilfahren sind die häufigsten Aktivitäten. Die Wasserqualität macht den See trotz der geringen Temperaturen auch zu einem attraktiven Tauchrevier.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. University of Minnesota: Facts about Lake Superior

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