Lara Croft: Tomb Raider – Legend

Lara Croft: Tomb Raider – Legend
Lara Croft: Tomb Raider – Legend
Entwickler: Crystal Dynamics
Verleger: Eidos Interactive
Publikation: 7. April 2006
Plattform(en): PC (Windows), PlayStation 2, Xbox, Xbox 360, PSP, GameCube, Nintendo DS
Genre: Action-Adventure
Spielmodi: Einzelspieler
Steuerung: Tastatur + Maus, Gamepad
Systemminima: 1 GHz CPU, 256 MB RAM, Geforce 3 TI, 9,9 GB HDD
Medien: DVD-ROM, Steam
Sprache: Deutsch
Altersfreigabe: PEGI:
PEGI-Einstufung: 12+


USK:
Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG USK

Tomb Raider - Legend ist der siebte Tomb Raider-Teil. Er erschien am 7. April 2006 für PlayStation 2, Xbox, Xbox 360, GameCube sowie für den PC. Die PSP-Version von Tomb Raider Legend folgte im Juni 2006 und soll auf der PS2-Version basieren, soll aber im Gegensatz zu den anderen Plattformversionen exklusive Spielmodi und Bonusmaterial enthalten.

Inhaltsverzeichnis

Umsetzung und Spielweise

Nach dem sechsten, nicht sehr erfolgreichen Angel of Darkness, gab Eidos die Entwicklung des siebten Teils anstelle von Core Design in die Hände von Crystal Dynamics, das vor allem durch die Legacy of Kain-Serie bekannt geworden war. Die Entwickler entschlossen sich, die etwas veraltete Spielmechanik und Steuerung völlig zu erneuern; Hierbei kam die bewährte Technologie aus Legacy of Kain: Defiance zum Einsatz.

Die Level sind nun nicht mehr aus großen, quadratischen Klötzen aufgebaut, sondern besitzen bedingt durch die neue Engine deutlich realistischere Ecken, Kurven und Kanten und sind mit mehr Details versehen. Weiterhin stellt die neue Grafik-Engine nun aufwendige Licht- und Partikeleffekte dar, eine Physik-Engine macht sich beispielsweise beim Verschieben von Kisten o. ä. bemerkbar.

Ebenfalls neugestaltet wurde die Spielfigur: Da man eine Lara schaffen wollte, mit der sich Frauen eher identifizieren können, ist sie nun etwas kleiner und besitzt realistischere Proportionen, zeigt jedoch in ihrem bauchfreien Standardkostüm etwas mehr Haut. Ihr traditioneller geflochtener Zopf wurde durch einen offenen Pferdeschwanz ersetzt. Die enorme Sprungkraft aus den früheren Teilen ist ebenfalls herabgesetzt worden.

Auch die Steuerung unterscheidet sich deutlich von den Vorgängern; sie ist nun wesentlich flüssiger und direkter. Lara hält sich beim Herabstürzen oft noch rechtzeitig an den Kanten fest, ungenaue Sprünge können durch schnelles Drücken der Aktionstaste noch gerettet werden. Durch diese Maßnahmen wird der Frust, der hierbei in früheren Teilen auftrat, etwas reduziert.

Laras Ausrüstung besteht aus einem Magnethaken, den Standardpistolen, dem persönlichen Lichtsystem (PLS), sowie Laras PDA (Select-Menü). Neben den Pistolen kann sie in diesem Teil der Tomb-Raider-Reihe nur eine zusätzliche Waffe bei sich tragen. Dabei kann zwischen einer Maschinenpistole, einem Sturmgewehr, einem Granatwerfer oder eine Schrotflinte ausgewählt werden. Zur Kompensation kann Lara nun Splitter-Granaten verwenden, von denen sie höchstens vier tragen kann und die vor allem gegen große Gegner-Gruppen nützlich sind. Ab dem Ende des siebten Levels steht außerdem Excalibur zur Verfügung, ein sehr starkes Schwert, mit dem man Energiewellen abfeuern kann.

Nicht mehr mit den Vorgängern sind auch die Bewegungen und das Kampfsystem zu vergleichen: Bis auf das Sprinten sind im Vergleich zu den Vorgängern nahezu alle Bewegungen möglich. Neben Seitwärts- und Rückwärtssaltos und weiteren Lauf-Sprung-Kombinationen wurde der Fokus auf das Klettern gelegt: Lara kann jetzt an Querstangen schwingen, beim Hangeln eine Ebene nach oben springen und mithilfe des Magnethakens Abgründe überwinden. Dieser spielt überdies immer wieder eine wichtige Rolle, z. B. wenn es darum geht, metallische Plattformen oder Schätze heranzuziehen. Außerdem kann sich Lara nun auch mit gezogenen Waffen im Nahkampf verteidigen, z. B. indem sie menschliche Gegner auf verschiedene Arten tritt oder sie mit einer Grätsche von den Beinen holt. Zudem kann sie Gegner auf höher gelegenen Ebenen mit dem Magnethaken in die Tiefe ziehen.

Handlung

Ungewöhnlich für die Reihe ist der Besuch des Anwesens der Heldin, wenn der erste Level nicht beendet wurde: Alle Türen des sonst als Tutorial dienenden Areals sind unpassierbar. Sobald man den ersten Level bestritten hat, kann man wie gewohnt im völlig neu gestalteten und den Verfilmungen der Reihe angepassten Croft Manor die grundlegenden Aktionen noch einmal vertiefen.

Der erste Level führt Lara nach Tiwanaku (Bolivien). Dort sucht sie, auf den Rat ihrer alten Freundin Anaya hin, die alte „Steinestrade“. Als sie diese findet, muss sie feststellen, nicht die einzige gewesen zu sein, die den Felsen gesucht und gefunden hat. Ein Mann, dessen Identität noch unklar ist, zeigt Lara einen Teil eines Schwertes. Die unbekannte Person spricht über Paraiso und lässt im Gespräch mit Lara beiläufig den Namen „Amanda“ fallen. Dieser Name gehörte einer alten Freundin von Lara, die als Studentin bei einer Ausgrabungsstätte in Paraiso vermeintlich ums Leben kam. Danach folgt die Flucht vor dem Hubschrauber des Unbekannten und dann muss sich Lara noch gegen einige Gefolgsleute des Mannes durchsetzen. Als Lara wieder zu Hause ankommt, klärt Zip, ihr technischer Beistand, endlich die Identität des Mannes auf: Sein Name ist James W. Rutland Jr. und er entstammt einer recht wohlhabenden Familie.

Dann reist Lara nach Paraiso (Peru) um herauszufinden, ob Amanda dort wirklich gestorben ist. Nach einer nervenaufreibenden Verfolgungsjagd auf dem Motorrad trifft sie sich mit Anaya an der Ausgrabungsstätte. Mitten im Gespräch mit ihrer Freundin erinnert sich Lara an das, was damals dort unten passiert ist. Man spielt Lara plötzlich Jahre früher, die mit ihrer Freundin Amanda eine Gruppe von Archäologie-Studenten anführt. Sie erforschen gemeinsam die Ausgrabungsstätte. Doch dort geschieht ein tragischer Unfall: Ein unbekanntes Wesen welches versehentlich wiedererweckt wurde, tötet beinahe alle Forschungsmitglieder, nur Amanda und Lara konnten sich retten. Plötzlich beginnt alles einzustürzen und Lara muss ihre Freundin zurücklassen. Nun wieder in der Gegenwart versucht Lara herauszufinden, ob Amanda dort wirklich gestorben ist und ob diese Höhle ein Geheimnis birgt. Denn das Schwertfragment, welches Rutland in den Händen hielt, ist Teil des sagenumwobenen Schwertes Excalibur. Sie findet heraus, dass ihr Erzfeind Shogo Takamoto ein Fragment besitzt und reist nach Tokio.

Der Tod von Laras Mutter soll sich angeblich so zugetragen haben: Als neunjähriges Kind stürzte Lara mit ihrer Mutter im tiefsten Himalaya mit einem Flugzeug ab. Beide suchten Schutz in einer unterirdischen Höhle. Schon mit neun war Lara neugierig, zu neugierig, denn sie setzte ein Schwert in die dafür vorgesehene Öffnung und richtete gewaltigen Schaden an. Ein Ring erhob sich und in ihm ein Licht. Laras Mutter zog das Schwert aus dem Stein … und verschwand für immer in einem Lichtblitz.

Während Laras Vater, Richard Croft, fest davon überzeugt ist, dass seine Frau noch am Leben ist, akzeptieren sowohl Lara als auch ihre Familie und Freunde ihren Tod.

Während ihrer Suche nach den Fragmenten des Schwertes findet Lara heraus, dass ein sogenannter „Ghalali-Schlüssel“ das Schwert wieder zusammenfügt. Als sie dann zu Hause ankommt, erfährt sie von ihrem Butler Winston, dass ihre Mutter eine Brosche trug, die dem Ghalali-Schlüssel außerordentlich ähnlich sieht. Diese hat Laras Mutter vor ihrem Tod von Laras Vater, Richard Croft, auf einer Expedition in Ghana geschenkt bekommen. Wiedereinmal ist Lara gezwungen, in ihrer eigenen Vergangenheit zu stöbern und fliegt nach Nepal, zum Flugzeug mit dem sie und ihre Mutter mitten im Himalaya abgestürzt sind. Es gleicht jetzt mehr einer Müllhalde als einem Flugzeug. Nach dem sie sich gerade noch aus dem herunterstürzenden Wrack auf eine Plattform retten konnte, kann sie das Schwert endlich zusammensetzen, um es in der finalen Schlacht gegen Amanda Evert und ihre Schergen einzusetzen. In diesem Kampf trifft Lara Rutland mit dem Schwert und er kommt ums Leben. Anschließend verwandelt sich Amanda in das schon bekannte Monster, welches durch Amanda nun viel mächtiger ist. Nun gilt es, das Monster mit dem Schwert Excalibur für immer zu erledigen. Nachdem Amanda am Boden liegt, findet Lara heraus, dass sie selbst die mysteriöse Macht war, die damals durch den geheimnisvollen „Spiegel“ mit ihrer Mutter sprach. Der Spiegel ist eine Art von interdimensionalem Relais, das durch das Schwert Excalibur aktiviert werden kann und es so ermöglicht, durch Raum und Zeit mit der anderen Person zu kommunizieren, was in diesem Fall zufällig Laras Mutter und die zukünftige Lara waren. Da sie wusste, was mit ihrer Mutter geschehen würde, versucht Lara, sie durch den Spiegel aus davon abzuhalten, das Schwert herauszuziehen. Amanda jedoch, die bereits von Lara im Kampf geschlagen wurde, machte Laras Mutter weis, dass das Schwert explodieren würde, wenn sie es nicht herausziehe.

Seitdem glaubt Lara, dass ihr Vater die ganze Zeit recht gehabt haben könnte, dass ihre Mutter immer noch am Leben sein könnte, im Land von Avalon, der „Insel der Gesegneten“, wie sie in keltischen Legenden beschrieben wird. Die Geschichte endet damit, dass sich Lara auf den Weg ins Britische Museum macht, um die Legende um König Artus, welche möglicherweise realer ist als erwartet, erneut zu untersuchen.

Insgesamt führt sie ihre Reise nach Tiwanaku (Bolivien); Paraiso (Peru); Tokio (Japan); Ghana (Westafrika); Kasachstan; Cornwall (England); Himalaya (Nepal) und am Ende nochmals nach Bolivien.

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