- Lotus 7
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Lotus Serie 2, Bj. 1965
Seven Hersteller: Lotus Cars Produktionszeitraum: 1959–1972 Klasse: Sportwagen Karosserieversionen: Roadster Motoren: Ottomotoren:
0,95–1,6 Liter
(21–92 kW)Länge: 3366 mm Breite: 1549 mm Höhe: 940 mm Radstand: 2184 mm Leergewicht: 750 kg Vorgängermodell: Nachfolgemodell: Der Lotus Seven war ein zweisitziges, offenes Sportwagenmodell von Lotus Cars. Der spartanische, leichte und verhältnismäßig kleine Sportwagen wurde zwischen 1957 und 1972 produziert.
Geschichte
Der Lotus Seven wurde 1957 auf den Markt gebracht, nachdem der bereits Lotus Eleven in limitierter Stückzahl produziert wurde. Basierend auf Chapmans erstem in Serie hergestellten Sportwagen, dem Lotus 6, wurde der Seven von einem 40 bhp starkem Ford Seitenventil-Motor mit 1172 cm³ Hubraum angetrieben. Der Wagen war damit hauptsächlich für günstige Club-Rennen auf kurzen Strecken ausgelegt.
1960 folgte die Serie 2 (S2) und 1968 die Serie 3 (S3). 1970 veränderte Lotus das Designe des Autos deutlich und schuf die etwas konventioneller proportionierte Serie 4 (S4), mit einer eckigeren GFK-Karosserie, die den bisherigen Aluminium-Aufbau größtenteils ersetzte. Mit der Serie 4 bot der Seven auch erstmals serienmäßige Komfortmerkmale, wie ein Heizgebläse. Das S4-Modell wurde jedoch nicht gut angenommen und Lotus verkaufte nur wenige Exemplare.
Durch das damalige Steuersystem (Purchase Tax, Verbrauchssteuer) konnte das Auto günstiger Verkauft werden, indem man es als Kit Car anbot, da so der Steueraufschlag entfiel, der bei fertig montierten Fahrzeugen angefallen wäre. Die Steuergesetze besagten jedoch, dass den Bausätzen keine Bauanleitungen beigelegt werden durften. Lotus nutzte jedoch eine Lücke im Gesetzestext und lieferte den Kunden Demontageanleitungen, welche zur Montage des Fahrzeugs nur noch in umgekehrter Reihenfolge befolgt werden mussten. Durch den Beitritt des Vereinigten Königreichs zur EWG am 1. Januar 1973, musste die britische Regierung die Verbrauchssteuer durch die Mehrwertsteuer ersetzen. Damit entfielen die steuerlichen Vorteile und die Lotus-Seven-Bausatzfahrzeuge fanden ihr Ende.
1973 entschied Lotus das „Kit-Car-Image“ vollständig abzulegen und stattdessen auf limitierte Renn- und Sportwagen zu konzentrieren. Infolge dieser neuen Firmenpolitik verkaufte Lotus die Produktionsrechte des Seven an ihren letzten verbliebenen Vertragshändler Caterham Cars. Nachdem die Firma Caterham für eine kurze Zeit die Serie 4 weiterproduzierte (darunter fiel auch die Montage verbliebener Lotus-Kits), führte sie ihre Version des Serie-3-Modells ein. Diese wird seitdem als Caterham Seven weiterproduziert und ständig überarbeitet. Daneben haben sich viele weitere Firmen gefunden, die der Idee des kleinen, leichten, Sportwagens folgen und sehr ähnliche Fahrzeuge anbieten, darunter Irmscher (D), Westfield (GB), Dax (GB), Sylva (GB), Locust (GB), Donkervoort (NL), HKT (D), VM(D), Rush(D) und RCB(D).
Der Lotus 7 stellt in der Geschichte der Lotus-Modelle eine Besonderheit dar. Bis in die heutige Zeit erhielten alle Straßenmodelle eine mit „E“ beginnende Modellbezeichnung (eine Hommage an die Ehefrau Chapmans), alle Rennwagen dagegen wurden mit einer fortlaufenden Nummer versehen. Nur der Lotus Seven hatte diese Nummer und war ein Straßenfahrzeug, wenn auch als Rennwagen konstruiert.
Versionen
- Serie 1 (Aluminiumkarosserie):
- 7F (Ford-Motor, 1172 cm³, 28-40 PS, Dreiganggetriebe), 1957-1960
- 7C (Coventry Climax-Motor, 1098 cm³, 75 PS, Vierganggetriebe) 1958-1960
- 7A (BMC-Motor, 948 cm³, 37 PS, Vierganggetriebe), 1958-1960
- 7 America (Austin-Healey-Motor, 43 PS, Vierganggetriebe), 1958-1960
- Serie 2 (alle 7 ab jetzt mit Kunststoffkarosserie und Vierganggetriebe):
- 7F (Ford-Motor, 1172 cm³, 40 PS), 1960-1961
- 7A (BMC-Motor, 948 cm³, 37 PS), 1960-1961
- 7 America (Austin-Healey-Motor, 1098 cm³, 55 PS), 1960-1961
- 7 105E (Ford-Motor, 997 cm³, 39 PS), 1961-1968
- Super 7 Cosworth 1340 (Ford/Cosworth-Motor, 1340 cm³, 85 PS), 1961-1962
- Super 7 1500 (Ford/Cosworth-Motor, 1498 cm³, 66-100 PS), 1962-1968
- 7 Serie 2 1/2 (Ford-Motor, 1598 cm³, 84 PS), 1968
- Serie 3
- 7 1300/1600 (Ford-Motoren, 1297/1598 cm³, 72/84 PS), 1968-1969
- 7 S (Ford/Holbay-Motor, 1598 cm³, 120 PS), Einzelstück, 1969
- 7 SS (Lotus-Motor, 1558 cm³, 115-125 PS), 13 Stück, 1969
- Serie 4 (mit stark geänderter, größerer Karosserie)
- 7 1300/1600GT (Ford-Motoren, 1297/1598 cm³, 72/84 PS), 1970-1972
- 7 Twin Cam (Lotus-Motor, 1558 cm³, 115-125 PS), 1970-1972
Stückzahlen:
- Serie 1: 242 Exemplare
- Serie 2: ca. 1310 Exemplare
- Serie 3: ca. 340 Exemplare
- Serie 4: ca. 664 Exemplare
Weblinks
- Serie 1 (Aluminiumkarosserie):
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