SMS Arcona III

SMS Arcona III
Schiffsdaten
Schiffname SMS Arcona
Schiffstyp Kleiner Kreuzer
Schiffsklasse Gazelle-Klasse
Kiellegung: 1901
Stapellauf (Schiffstaufe): 22. April 1903
Bauwerft: A.G. Weser in Bremen.
Bau-Nr. 133
Besatzung: 270-329 Mann
Baukosten: xx Goldmark
Technische Daten
Wasserverdrängung: Konstruktion: 2.706 t
Maximal: 3.180 t
Länge: KWL: 104,4 m
über alles: 105 m
Breite: 12,20 m
Tiefgang: 5,39 m
Maschinenanlage: 9 Dampfkessel
2 stehende 3-Zylinder-Dreifachexpansions-
Dampfmaschinen
Leistung: 8.000 PSi
Anzahl der Schrauben: 2 dreiflügelig Ø 3,5 m
Wellenumdrehung: 165 U/min
Leistung an den Wellen: 4000 PS pro Welle
Höchstgeschwindigkeit: 21,5 kn
Fahrbereich: 3.650 sm bei 12 kn
Brennstoffvorrat: ca. 700 t Kohle
Bewaffnung
Schnellfeuerkanonen
10,5 cm L/40:
10
Maschinenkanonen 3,7 cm: 10
Torpedorohre Ø 45 cm 2
Kommandanten
Korvettenkapitän x x

Die SMS Arcona war ein Kleiner Kreuzer der ehemaligen Kaiserlichen Marine. SMS steht für Seiner Majestät Schiff. Der Stapellauf erfolgte am 22. April 1903 auf der Werft A.G. Weser in Bremen.

Inhaltsverzeichnis

Schiffsart und -klasse

Technische Angaben

  • Gewicht voll ausgerüstet: 3180 t
  • Länge: 105
  • Breite: 12,4 m
  • Tiefgang: 5,62 m
  • Besatzung: 270-329 Mann

Antrieb

  • 2 stehende 3-Zylinder-Dreifachexpansions-Dampfmaschinen
  • 9 kohlegefeuerte Dampfkessel
  • 8500 PSi auf 2 Wellen
  • Geschwindigkeit: 21,5 kn

Bewaffnung

  • 10 Schnellfeuerkanonen 10,5 cm
  • 10 Maschinenkanonen 3,7 cm
  • 2 Torpedorohre 45 cm

Lebenslauf

Kaiserliche Marine

Die SMS Arcona gehörte vom 18. Juli 1903 bis zum 4. April 1907 zum Verband der Aufklärungsschiffe. Vom 27. August 1907 bis zum 24. März 1910 wurde die Arcona als Auslandskreuzer in Ostasien eingesetzt, unter anderem 1909 in Samoa während der Erhebung der dortigen eingeborenen Bevölkerung. 1911 - 1912 erfolgte der Umbau zum Minenkreuzer. Während des 1. Weltkrieges war die Arcona das Führungsschiff der Küstenschutzdivision vor der Ems.

Reichsmarine

Wegen ihres Alters musste die Arcona nach Kriegsende nicht ausgeliefert werden. Die Bewaffnung wurde im Frühjahr 1919 entfernt und das Schiff diente dann als Tender für Minensuchoperationen in der Nordsee. 1920 wurde sie wieder bewaffnet und danach bis 1923 als Ausbildungskreuzer benutzt. Das Schiff wurde am 1. Dezember deaktiviert, am 15. Januar 1930 von der Marineliste gestrichen, und danach als Wohnhulk in Wilhelmshaven, Swinemünde und Kiel genutzt.

Zweiter Weltkrieg

Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurden die Arcona und ihre einziges verbliebenes Schwesterschiff Medusa 1940 zu schwimmenden Flak-Batterien umgerüstet und im Mai bzw. Juni 1940 als solche in Dienst gestellt. Da ihre Maschinenanlagen nicht mehr brauchbar waren, wurden sie entfernt. Die Schiffe wurden in Position geschleppt und dort verankert. Als Flak-Batterie verdrängte die Arcona 2.650 Tonnen, bei nur noch 5,0 m Tiefgang. Ihre Bewaffnung bestand aus vier schweren 10,5 cm Fla-Geschützen, zwei 4 cm-Flak, und sechs 20 mm Fla-Maschinenkanonen. Sie war zunächst in Swinemünde, dann in Wilhelmshaven eingesetzt, wo auch schon die Medusa lag. Beide Schiffe wurden am 3. Mai 1945 von ihren Besatzungen gesprengt. Die Wracks wurden 1948/49 verschrottet.


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