Seelenverwandtschaft

Seelenverwandtschaft

Eine Seelenverwandte (oder ein Seelenverwandter) ist eine Person, mit der man ein Gefühl tiefer oder natürlicher Affinität, Ähnlichkeit, Liebe, Intimität, Sexualität, Spiritualität oder Kompatibilität hat. Ein ähnliches Konzept ist das der Zwillingsseelen, die sich für ultimative Seelenverwandte halten. In der New-Age-Spiritualität ist die/der ultimative Seelenverwandte die einzige andere Hälfte der eigenen Seele. Doch nicht jeder, der diese Begriffe nutzt, beabsichtigt sie in solche mystische Konnotationen zu führen.

Die Füße der Saint Guénolé Statue, in einer Prigny (Loire-Atlantique) Kapelle sind mit Nadeln durchstochen von Mädchen aus der Gegend, die ihre Seelenverwandten zu finden hoffen.

Inhaltsverzeichnis

Historische Verwendung des Begriffs

Antikes Griechenland

Aristophanes präsentiert eine Geschichte über Seelenverwandte im Symposion von Plato. Es heißt, dass Menschen ursprünglich aus vier Armen, vier Beinen und einem einzigen Kopf mit zwei Gesichtern bestanden, aber Zeus fürchtete ihre Macht, teilte sie alle in der Mitte und verdammte sie, ihr Leben auf der Suche nach der fehlenden anderen Hälfte zu verbringen. [1]

Theosophie

Der Theosophie zufolge, deren Behauptungen von Edgar Cayce geändert wurden, schuf Gott androgyne Seelen – gleichermaßen männlich und weiblich. Spätere Theorien postulieren, dass die Seelen in getrennte Geschlechter aufgeteilt sind, möglicherweise wegen des während des Spielens rundum auf der Erde entstandenen Karmas oder der "Trennung von Gott." Im Laufe einer Reihe von Wiedergeburten sucht jede Hälfte die andere. Wenn alle karmische Schuld bereinigt ist, werden die beiden wieder miteinander verschmelzen.[2][3]

Bashert: jüdische Auffassung von Seelenverwandtschaft

Bashert ist ein jiddisches Wort, das "Schicksal" bedeutet[4]. Es wird häufig im Zusammenhang mit sein göttlich vorherbestimmter Ehegatte oder Seelenverwandter verwendet, bezeichnet als "basherte" (weiblich) oder "basherter" (männlich). Es kann auch verwendet werden, um das scheinbare Geschick oder Schicksal eines günstigen oder wichtigen Ereignisses, einer Freundschaft oder eines Geschehens zum Ausdruck zu bringen.

Die Idee von Seelenverwandten findet man oft in der klassischen rabbinischen Literatur. Ein Sprichwort, "Ehen werden im Himmel geschlossen" wird durch eine Geschichte aus dem Midrasch veranschaulicht: Nachdem eine römische Hausmutter von Rabbi Jose ben Chalafta gehört hatte, dass Gott alle Ehen arrangiert, sagte sie, dass dies eine leichte Sache sei, und prahlte, dass sie das ebenso selbst tun könnte. Daraufhin versammelten sie ihre Sklaven und Sklavinnen und sortierte sie paarweise. Am nächsten Morgen aber kamen sie alle zu ihr, um sich zu beschweren. Dann gab sie zu, dass für geeignete Ehen göttliche Intervention notwendig sei.

(Genesis Rabba lxviii. 3-4).

Sogar Gott selbst findet es ebenso schwierig ein Unternehmen wie die Teilung des Roten Meeres.

(Genesis Rabba lxviii. 3-4; also Babylonischer Talmud, tractates Soṭah 2a; Sanhedrin 22a; comp. M. Ḳ. 18b; "Sefer Hasidim," § 1128).

Im modernen Sprachgebrauch werden jüdische Singles sagen, dass sie ihren Bashert suchen, dh sie suchen die Person, die sie perfekt ergänzen und welche sie perfekt ergänzt. Da davon ausgegangen wird, dass von Gott vorherbestimmt worden ist, wen man heiraten wird, gilt der Ehegatte als der Bashert per Definition, unabhängig davon, ob des Paares Eheleben gut läuft oder nicht.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. The Internet Classics Archive|The Symposium by Plato
  2. Krajenke, Robert W. (1972). Suddenly We Were!: a Story of Creation Based on the Edgar Cayce Readings. A.R.E. Press.
  3. "What is a Twin Flame?". SoulEvolution.org. abgerufen am 21. Dezember 2007
  4. Yiddish Dictionary Online entry; abgerufen am 29. Dezember 2006

Sources

  • Segal, E. (ed) (1986). The Dialogues of Plato New York, N.Y.: Bantam Books. ISBN 055321327X.

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