Sozialdemokratische Partei Polens

Sozialdemokratische Partei Polens

Die Sozialdemokratie Polens (SDPL), polnisch Socjaldemokracja Polska, ist eine politische Partei in Polen. Sie wurde am 20. April 2004 von 25 abtrünnigen SLD-Abgeordneten und neun weiteren Politikern gegründet. Ihre Jugendorganisation heißt Vereinigung Junge Sozialdemokratie Stowarzyszenie / Młoda Socjaldemokracja (SMS). Im Gründungsjahr war ein Drittel der SDPL-Mitglieder vorher noch nie in einer Partei, 40% waren unter 35 Jahre alt.

Programm

Nach Eigendarstellung der Partei war der Auslöser der Abspaltung die Vetternwirtschaft, Korruption und Affären der SLD. Konsequenterweise wirbt sie damit, einen entschlossene Kampf gegen Korruption führen zu wollen (Instrument soll die Gründung einer Unabhängigen Antikorruptionsagentur sein) und den Staat aus der Parteienherrschaft zu befreien.

In den Außenpolitik spricht sich die Partei für ein Gleichgewicht in der Beziehungen zu den europäischen Partnern und den Vereinigten Staaten aus. Sie gilt als Europafreundlich und fordert die schnelle Ratifizierung der Europäischen Verfassung.

Innenpolitisch fordert sie eine parlamentarische Demokratie mit einer Kammer und einen weltlichen Staat, bei dem sich die öffentliche Herrschaft vom Glauben her neutral verhält. Der Staat solle sich aus Kirchenfinanzierung maximal zurückhalten. Die SDPL unterstützt die Möglichkeit der Abtreibung.

Im Wirtschaftsteil ihres Programms fordert die SDPL eine Progressivsteuer für Nicht-Selbständige, die Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte bei Privatisierungen sowie mehr Schutz für Zeitarbeiter. Man will die Gewerkschaften und ihre Entwicklung im Privatsektor fördern.

Vorsitzende

Weblink



Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужно сделать НИР?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Deutsche Sozialdemokratische Partei Polnisch-Oberschlesiens — Die Deutsche Sozialdemokratische Partei Polnisch Oberschlesiens (DSP) war eine Partei der deutschen Minderheit in der Zweiten Polnischen Republik 1922 bis 1939. Ab 1925 bildete die DSP einen Regionalverband der Deutschen Sozialistischen… …   Deutsch Wikipedia

  • Deutsche Sozialistische Arbeitspartei Polens — Die Deutsche Sozialistische Arbeitspartei Polens (DSAP) war eine Partei der deutschen Minderheit in der Zweiten Polnischen Republik 1922 bis 1939. Ab 1925 war die DSAP der Zusammenschluss der regionalen sozialdemokratischen Parteien in Polen. Die …   Deutsch Wikipedia

  • Polnische Partei der Arbeit — Polska Partia Pracy Polnische Partei der Arbeit Partei­vorsitzender …   Deutsch Wikipedia

  • Sozialdemokratie Polens — Socjaldemokracja Polska Sozialdemokratie Polens Partei­vorsitzender Wojciech Fi …   Deutsch Wikipedia

  • Geschichte Polens (Die Dritte Republik) — Die sogenannte Dritte Polnische Republik ging 1989 hervor aus der sowjetisch beeinflussten Volksrepublik Polen, die nicht als Fortsetzung der demokratischen Tradition der Adelsrepublik (1569–1795) und der Zweiten Polnischen Republik (1918–1939)… …   Deutsch Wikipedia

  • Kommunistische Partei Frankreichs — Logo Basisdaten Gründungsdatum: 1920 Gründungsort: Tours Generalsekretärin: Marie George Buffet Mitglieder …   Deutsch Wikipedia

  • Sejm — Staatswappen Parlamentsgebäude Basisdaten …   Deutsch Wikipedia

  • German Social Democratic Party of Poland — Deutsche Sozialdemokratische Partei Polens Leader Johann Kowoll Founded March 22, 1922 Newspaper Kattowitzer Volkswille Ideology …   Wikipedia

  • Jerzy Kulej — Jerzy Kulej, etwa 2006 Jerzy Zdzislaw Kulej (* 19. Oktober 1940 in Częstochowa) ist ein ehemaliger polnischer Boxer. Er war Olympiasieger 1964 und 1968 sowie Europameister der Amateure 1963 und 1965 im Halbweltergewicht. 2001 bis 2005 saß er im… …   Deutsch Wikipedia

  • Kulej — Jerzy Kulej, etwa 2006 Jerzy Zdzislaw Kulej (* 19. Oktober 1940 in Częstochowa) ist ein ehemaliger polnischer Boxer. Er war Olympiasieger 1964 und 1968 sowie Europameister der Amateure 1963 und 1965 im Halbweltergewicht. 2001 bis 2005 saß er im… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”