CJD Schloss Oppurg

CJD Schloss Oppurg
Gesamtansicht

Das Schloss Oppurg (auch als Schloss Niederoppurg bezeichnet) ist ein barockes Schloss in Oppurg bei Pößneck (Saale-Orla-Kreis) im Osten Thüringens.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Im Hochmittelalter entstand an der Stelle des heutigen Schlosses eine Festung, die 1705 abgerissen wurde. 1354 wurde die Wasserburg erstmals erwähnt. Errichtet wurde sie durch Markgraf Siegbert von Groitschdamals und später durch den Herren von Brandenstein aus Ranis zur Befestigungsanlage ausgebaut wurde. Sie bezeichneten die Burg als Friedrichstein. Reste dieser alten Burg sind noch heute auf dem Schlossgelände in Form des mit Wein bewachsenen Turmes zu sehen.

1703 gelangte Oppurg nach mehrmaligem Besitzerwechsel in den Besitz der Witwe von Hans Haubold von Einsiedel, Anna Sophia von Rumohr, deren Vater C. von Rumohr das Schloss Oppurg nach dem Abriss der Burg von 1705 bis 1708 für sie errichten ließ. 1745 erwarb Julius Gebhard von Hoym das Schloss. Anschließend ließ er es umgestalten, wobei die heutigen Stuckfassaden entstanden. Hergestellt wurden sie von Christian Wilhelm Müller. Auch der Garten erhielt eine Umwallung. Anschließend wurde das Schloss bis 1945 als Sommerresidenz und Jagdschloss genutzt. Nach 1945 wurde das Schloss zu verschiedenen Zwecken genutzt. Kurzzeitig hielten sich die amerikanischen Streitkräfte im Gebäude auf, übergaben es der sowjetischen Armee, der es als Lazarett diente. Später wurde es Lehrlingswohnheim, Polytechnische Oberschule, Ort für einen Kindergarten und ein Cafè.

Heute gehört das Schloss dem Christlichen Jugenddorfwerk Deutschlands. Es wird als Europäisches Bildungszentrum, Tagungshaus und Jugendbildungsstätte für Veranstaltungen genutzt.

Das Vierjahreszeitenschloss

Der Barockbau soll einst mit 365 Fenstern, 52 Innentüren, 12 Schornsteinen und 4 Portalen ausgestattet gewesen sein. Der Grundriss des Schlosses weist die Form eines E auf, ein Hinweis auf Amalia Sophie von Einsiedel, einer Schlossherrin, deren Familie der Besitz zeitweilig gehörte. 1745 wurde das Anwesen an den Reichsgrafen Julius Gebhardt von Hoym verkauft, dessen Tochter sich mit dem Fürsten von Hohenlohe-Ingelfingen ehelichte. Seit dieser Zeit befand sich das Schloss im Besitz dieser fürstlichen Familie.

Anlage

Das Schloss besteht aus drei Flügeln: dem südlichen Hauptflügel sowie dem östlichen und dem westlichen Nebenflügel. Auf dem Schlossgelände bestehen darüber hinaus eine Kutschremise, ein Turm der ehemaligen Burg, ein das Schloss umgebender Wassergraben sowie östlich des Hauses ein Schlossgarten im Stil eines englischen Landschaftsparks.

Weblinks

50.71417811.6539037Koordinaten: 50° 42′ 51,04″ N, 11° 39′ 14,05″ O


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