Artur Speck

Artur Speck

Artur Speck (* 19. Juni 1877 in Pirna; † 25. Januar 1960 in Dresden) war ein deutscher Straßenbauingenieur in Sachsen und Ministerialrat in Dresden.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Speck war ein Sohn des Pirnaer Oberlehrers und Historikers Oskar Speck. Er entwickelte in den 1920er Jahren als Ministerialrat und Vorstand der Straßenbaudirektion im Sächsischen Finanzministerium Konzepte für eine Instandsetzung des 3.600 km langen Netzes der sächsischen Staatsstraßen. Damit gelang es ihm, dem aufkommenden Kraftfahrzeugverkehr gerecht zu werden. Er prägte nach dem Ersten Weltkrieg den Ausspruch: „Ein armes Volk kann sich den Luxus schlechter Straßen nicht leisten.“

Bekannt geworden ist seine Konstruktion kreuzungsfreier Anschlüsse bei den „Nur-Auto-Straßen“ (den späteren Autobahnen), in Fachkreisen „Speck-Semmeln“ genannt. Weiteres Neuland betrat er, indem er Verfahren für Verkehrszählungen als Planungsgrundlage entwickelte.

Artur Speck promovierte 1907 mit dem Thema „Geschichte und Theorie der Schwebefährbrücken“. Wissenschaftlich und im Lehrbetrieb wirkte er an der Technischen Universität Dresden und wurde dort 1928 Ehrensenator. Von der Technischen Hochschule Hannover wurde ihm 1954 die Ehrendoktorwürde verliehen.

Er gehörte 12 Jahre lang dem Vorstand des Deutschen Straßenbauverbandes an und nahm an internationalen Kongressen teil, darunter auch im Jahr 1930 an einem Kongress in Washington. Er verfasste etwa 70 wissenschaftliche Artikel, vorwiegend als Beiträge für Fachzeitschriften.

Seit 2002 wird jährlich vom Landesverband Sachsen des VSVI (Verein der Straßenbau- und Verkehrsingenieure) der Artur-Speck-Preis vergeben.

Publikationen

  • Der Kunststraßenbau: Eine technisch-geschichtliche Studie von der Urzeit bis heute, Berlin 1950

Literatur

  • Via Vita: Lebensgeschichte eines Straßenbauers im Zeitalter des Kraftwagens, Bad Godesberg 1964

Weblinks


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