Die süße Falle

Die süße Falle
Filmdaten
Deutscher Titel Die süße Falle
Originaltitel Love is Better Than Ever
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1952
Länge 81 Minuten
Stab
Regie Stanley Donen
Drehbuch Ruth Brooks Flippen
Produktion William H. Wright für Metro-Goldwyn-Mayer
Musik Lennie Hayton
Kamera Harold Rosson
Schnitt George Boemler
Besetzung

Die süße Falle ist ein amerikanischer Spielfilm (Liebeskomödie) von Regisseur Stanley Donen aus dem Jahre 1952. Der Film wurde von Metro-Goldwyn-Mayer produziert.

Handlung

Ort der Handlung ist zunächst New York City, die Zeit die Gegenwart. Jud Parker ist ein nicht übertrieben arbeitsamer Broadwayagent, den es in einer beruflichen Angelegenheit nach New Haven verschlägt, wo er die attraktive junge Stacie Macaboy kennenlernt. Stacie besitzt eine Tanzschule und hat zwei potentielle Konkurrentinnen – Mrs. Levoy und deren Tochter Pattie Marie – die sie nicht aus den Augen lässt und denen sie wenig später nach New York zu einer Tanzlehrerkonferenz nachreist. Dort begegnet sie erneut Jud und verliebt sich in ihn, wird von ihm zunächst aber abgewiesen.

Ihre Mutter holt sie zurück nach Hause. Weil Stacie Jud nicht vergessen kann, sucht sie nach einer List, um den Geliebten doch noch gewinnen. In der lokalen Zeitung gibt sie per Inserat ihre Verlobung mit Jud bekannt. Wie beabsichtigt, kommt dies auch Jud zu Ohren, und als er aufgebracht und gemeinsam mit seinem Freund Hamlet, den er als Rechtsanwalt ausgibt, nach New Haven reist, beschwichtigt sie ihn, mit dem Inserat habe sie nur den Klatsch zu ersticken versucht, den die Levoy-Frauen inzwischen in die Welt gesetzt haben. Jud glaubt ihr, und da sie vorgibt, nicht mehr in ihn verliebt zu sein, lässt er sich sogar überreden, in dieser Komödie aktiv mitzuspielen. Bald durchschaut er jedoch, dass Stacie ihn immer noch einzufangen versucht, und sucht das Weite. Sie folgt ihm und holt ihn für eine Fortsetzung der Komödie nach New Haven zurück, wo er nach einigen weiteren Verwicklungen zugibt, dass er Stacie nun doch heiraten möchte.

Gene Kelly erscheint in einem Cameo-Auftritt.

Produktion und Rezeption

Die süße Falle war die dritte Regiearbeit des 27jährigen Stanley Donen, der auch so bedeutende Filme wie Heut' gehn wir bummeln (1949), Du sollst mein Glücksstern sein (1952) und Charade (1963) inszeniert hat, dessen Leistung lange Zeit aber wenig beachtet wurde. Erst nachdem Donen längst keine Kinofilme mehr inszenierte, wurde er mit einer ganzen Reihe von Auszeichnungen für sein Lebenswerk geehrt. Die 19jährige Elizabeth Taylor ging während der Produktion des Films mit ihm aus und ließ sich mit ihm unter anderem auf der Oscarverleihung im März 1951 sehen, was Aufsehen erregte, da Donen verheiratet war und Taylor sich erst kurz zuvor von ihrem ersten Ehemann, Nicky Hilton, getrennt hatte.

Die Dreharbeiten für den in Schwarzweiß und 35 mm produzierten Film fanden etwa im Februar 1951 statt. Da Taylors Leinwandpartner, Larry Parks, sich anschließend vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe verantworten musste, kam er in den USA jedoch erst am 23. Februar 1952 in die Kinos. Parks war durch Auftritte in Filmen wie Der Jazzsänger (1946) und Jolson Sings Again (1949) äußerst populär, geriet wegen lang zurückliegender kommunistischer Verbindungen 1951 aber auf die schwarze Liste von Hollywoodkünstlern, die in der McCarthy-Ära nicht mehr beschäftigt werden durften.

Im deutschen Fernsehen war der Film erstmals am 21. Dezember 1992 zu sehen.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужна курсовая?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Das süße Jenseits — Filmdaten Deutscher Titel Das süße Jenseits Originaltitel The Sweet Hereafter …   Deutsch Wikipedia

  • Thunder in Paradise – Heiße Fälle, coole Drinks — Seriendaten Deutscher Titel: Thunder in Paradise Originaltitel: Thunder in Paradise Produktionsland: USA Produktionsjahr(e): 1994 Episodenlänge: etwa 44 Minuten Episoden …   Deutsch Wikipedia

  • Seele (2), die — 2. Die Seele, plur. die n, Diminutiv. welches doch nur im vertraulichen Scherze üblich ist, das Seelchen, ein sehr altes Wort, welches in verschiedenen Bedeutungen üblich ist. 1. Das Leben, und die Lebenskraft, eines lebendigen Dinges; eine der… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Elizabeth Taylor — Dame Elizabeth Rosemond Taylor, DBE (häufig auch: „Liz“ Taylor;[1] * 27. Februar 1932 in Hampstead, London; † 23. März 2011 in Los Angeles, Kalifornien) war eine US amerikanisch britische Filmschauspielerin. Sie erlangte Starruhm als… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von Filmmusik-Komponisten — Inhaltsverzeichnis A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z Diese Liste enthält Personen, die durch ihre langjährige Haupttätigkeit als Komponisten von Musik für Film und Fernsehen Bekanntheit erlang …   Deutsch Wikipedia

  • William H. Wright (Produzent) — William H. Wright (auch William Wright oder Will Wright; * 25. April 1902 in Lawrenceburg, Indiana; † 23. Juli 1980 in Santa Monica, Kalifornien) war ein US amerikanischer Film und Fernsehproduzent sowie Drehbuchautor. Inhaltsverzeichnis 1 Leben… …   Deutsch Wikipedia

  • Ann Doran — Ann Doran, 1990 Ann Doran (* 28. Juli 1911 in Amarillo, Texas als Ann Lee Doran; † 19. September 2000 in Carmichael, Kalifornien) war eine US amerikanische Schauspielerin. Inhaltsverzeichnis …   Deutsch Wikipedia

  • Dame Elizabeth Rosemond Taylor — Elizabeth Taylor, 1981 Dame Elizabeth „Liz“ Taylor, DBE (* 27. Februar 1932 in Hampstead, London als Elizabeth Rosemond Taylor) ist eine US amerikanisch britische Schauspielerin. Sie wurde für ihre Verbindung von Schönheit und Schauspielkunst als …   Deutsch Wikipedia

  • Liz Taylor — Elizabeth Taylor, 1981 Dame Elizabeth „Liz“ Taylor, DBE (* 27. Februar 1932 in Hampstead, London als Elizabeth Rosemond Taylor) ist eine US amerikanisch britische Schauspielerin. Sie wurde für ihre Verbindung von Schönheit und Schauspielkunst als …   Deutsch Wikipedia

  • Harold Rosson — (* 6. April 1895 in New York City; † 6. September 1988 in Palm Beach) war ein US amerikanischer Kameramann Rosson, der seit 1927 der American Society of Cinematographers, der Vereinigung der US amerikanischen Kameraleute, angehörte, erscheint in… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”