Dresdner Salonorchester

Dresdner Salonorchester
Das Logo des Dresdner Salonorchesters

Das Dresdner Salonorchester ist ein 1991 in Dresden gegründetes Tanz- und Unterhaltungsorchester. Das Repertoire beinhaltet Musik der 1920er bis 1970er Jahre.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1991 kommt an drei Studenten der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden die Anfrage, ob es möglich wäre, Salon- und Tanzmusik bei einem Studentenball in Dresden zu spielen. Die 3 Musiker leihen Notenmaterial und organisieren erste Proben. Die Veranstaltung wird ein Erfolg, man will weitermachen. Tanzveranstaltungen bleiben anfangs eine Seltenheit. Man spielt vor allem als klassisches Salontrio (Violine, Piano, Kontrabass) zu Jubiläen, Hochzeiten und Geburtstagen. 1992 kommt das Angebot, regelmäßig zur Kaffeezeit im Café Pöppelmann im Hotel Bellevue zu spielen. Einmal im Monat wird aus diesem Café die Radiosendung „Café de Saxe“ live ausgestrahlt. Für die häufiger werdenden Tanzabende wird die Besetzung um eine Violine und eine Klarinette/Saxophon erweitert. Als Sänger wird der Dirigent Christoph König engagiert. Inzwischen kommen die Angebote aus ganz Deutschland, es beginnt eine 20er, 30er-Jahre-Welle. Ende 1995 kommen ein Gitarrist und ein zweites Saxophon hinzu. Man beginnt Spezialarrangements für das Orchester zu schreiben. 1996 erscheint die erste CD des Dresdner Salonorchesters.

Postkarte Dresdner Salonorchester

Als Christoph König im Sommer 1997 nach Wuppertal geht, übernimmt Götz Bergmann den Posten des Frontmannes. Das Orchester hat nun neun bis zehn Musiker, tritt aber nach wie vor auch im Trio und Quartett auf. Zu fast allen großen Ball-Ereignissen in Dresden werden die jungen Berufsmusiker engagiert ( Landespresseball, Operettenball etc.) Neben diesen großen Bällen fehlen in Dresden jedoch ganz „normale“ Tanzveranstaltungen. Im September 1998 beginnen die jungen Musiker die „Dresdner Tanzbälle“ zu inszenieren, eine Mischung aus Live–Tanzmusik und Podium für Nachwuchskünstler. Die Reihe fand vier Mal im Jahr in einem historischen Ballsaal Dresdens statt. Über die Grenzen Dresdens hinaus gibt das Orchester Gastspiele z.B. in München, Hamburg, Leipzig und Berlin. Auch Auftritte in Funk und Fernsehen werden allmählich häufiger. ( ARD, MDR, WDR u.a.) In dieser Zeit erweitert das Dresdner Salonorchester sein Repertoire. Neben den Schlagern der 1920er/30er Jahre werden nun verstärkt auch Tanznummern der Nachkriegszeit gespielt.

Im April 1998 nimmt das Orchester in großer Besetzung mit 22 Musikern im Originalverfahren (alle sitzen im Kreis um ein MONO–Mikrophon) ihre zweite CD auf. Ab dieser Zeit gehört auch ein Trompeter zum festen Stamm des Ensembles, ab 2001 auch eine Posaune. 1999 tritt das Orchester in Peking an der Weltpostkonferenz auf.

Es folgen Konzertauftritte. Gemeinsam mit jungen Sängern wird 2000 die Revue „Es leuchten die Sterne“ auf die Bühne gebracht. Auch eine Neufassung der Benatzky–Operette „Meine Schwester und ich“ wird mit gespielt. Das Besondere hierbei besteht darin, dass die Musiker in das Bühnenspiel integriert sind und diverse Nebenrollen mit übernehmen. Im Januar 2002 findet der „1. Dresdner Brillenball“ im Ballhaus Watzke statt, der 2. im Februar 2003 im Parkhotel.

Die Musiker spielen neben einigen Benefizveranstaltungen für die Hochwasseropfer des Hochwasser im August 2002 ihre dritte CD ein. Erstmals sollen die Originalarrangements in voller Besetzung erklingen, d.h. drei Trompeten, drei Posaunen, fünf Saxophone, Streicher und Rhythmusgruppe. Die Aufnahmen ziehen sich bis Januar 2003 hin. Die CD, als erste mit Labelcode, kommt auf den Markt. Nun ist das Ziel, diesen Sound und Tanzmusik auch live nahe zu bringen und besonders junge neue Fans hinzuzugewinnen.

2006 wird der Sänger Marcus Günzel neuer Frontmann des Orchesters. Ohne Mikrophon sang er schon im Dresdner Kreuzchor. Mit Aufnahme an der Musikhochschule Carl Maria von Weber begann er 1997 das Gesangsstudium. Nach dem Abschluss im Sommer 2003 qualifizierte er sich für das Aufbaustudium bei Margret Trappe-Wiel und schloss dieses 2005 mit dem Solistenexamen ab. Mit Mikrophon hatte Marcus Günzel im Januar 2003 seine Bühnenpremiere in dem Musical The Beautiful Game von Andrew Lloyd Webber an der Staatsoperette Dresden. Festes Mitglied im Ensemble der Staatsoperette Dresden ist er seit der Spielzeit 2005/06. Außerdem gastierte er mit der männlichen Hauptrolle im 80er-Jahre-Musical What a feeling am Theater „Wechselbad“.

In den Folgejahren wächst der Bekanntheitsgrad des Dresdner Salonorchesters durch seine Präsenz bei vielen Dresdener Großveranstaltungen weiter. So gastiert das Orchester alljährlich „traditionell“ seit 1991 zum Silvesterball auf Schloss Albrechtsberg (Dresden), seit 2004 beim Chemnitzer Opernball, seit 1995 zum Operettenball im „Taschenbergpalais“ Kempinski Dresden, zu Theaterbällen der Stadt Gera, im Rahmen des Kurt-Weill-Fest beim Traumtänzerball in Dessau, in Zusammenarbeit bei Veranstaltungsreihen des Fördervereins der Dresdner Philharmonie. Seinem Namen „Dresden“ verpflichtet, spielt das Orchester seit seiner Gründung bei Höhepunkten der Stadtentwicklung, u.a. 1995 Eröffnung Hotel „Taschenbergpalais“ Kempinski Dresden, 2001 Einweihung des neuen Dresdner Flughafen Terminals, 2008 Einweihung „Juwel an der Frauenkirche“ am Neumarkt Dresden. In Zusammenarbeit mit Dresdner Tanzschulen begleitet das Orchester musikalisch mit Standardtänzen diverse Ballveranstaltungen und professionelle Tanzturniere.

Repertoire

Das Repertoire des Dresdner Salonorchesters umfasst die klassische Salon- & Wiener Kaffeehausmusik, die unvergessenen Melodien des UFA-Filmschlagers, französische Musettemusik, die internationalen Hits der Unterhaltungsmusik sowie alle Standard- und lateinamerikanischen Tänze.

Besetzung

Das Dresdner Salonorchester tritt in variablen Besetzungen auf.

Gesang: Marcus Günzel (Solist an der Staatsoperette Dresden)

Violine: Florian Mayer (Mitglied der Band: Das Blaue Einhorn)

Klavier: Holger Miersch

Kontrabass / Organisator: Thomas Fröhlich

Schlagzeug: Martin Weiske

1. Altsax. / Klarinette: Thomasz Skulski

2. Tenorsax. / Klarinette: Henning Plankl

3. Altsax. / Klarinette: Friedemann Seidlitz

Trompete: Edgar Schreyer

Posaune: Christoph Hermann / Hilmar Beier

Diskografie

1996 Eine Revue berühmter Tanzerfolge

1997 Herr Ober, zwei Mokka!

2003 Die Tanzplatte

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем написать курсовую

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Tanzorchester — Ein Tanzorchester ist ein Orchester, das Tanzmusik spielt – Musik zum Tanzen, die in die jeweilige Zeit und zur jeweiligen Gesellschaft passt. Renommierte Tanzorchester sind oder waren: Bassa (Band) Bigband der Bundeswehr The California Ramblers… …   Deutsch Wikipedia

  • Jazz in Germany — An overview of the evolution of Jazz music in Germany reveals that the development of jazz in Germany and its public notice differ from the motherland of jazz, the USA, in several respects. The 20s One of the first books with the word jazz in the …   Wikipedia

  • Georg Schumann (Komponist) — Georg Schumann Portrait um 1950 …   Deutsch Wikipedia

  • Jazz in Deutschland — Die Entwicklung des Jazz in Deutschland und seine öffentliche Wahrnehmung unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht von der im „Mutterland“ des Jazz. Inhaltsverzeichnis 1 Die 1920er Jahre 2 Zeit des Nationalsozialismus 3 Nachkriegszeit und 1950er …   Deutsch Wikipedia

  • WDR Rundfunkorchester Köln — Das WDR Rundfunkorchester Köln ist ein Sinfonieorchester des Westdeutschen Rundfunks in Köln. Das Rundfunkorchester in seiner heutigen Form wurde 1947 gegründet und ist aus mehreren kleineren Instrumental Formationen hervorgegangen, die zum Teil… …   Deutsch Wikipedia

  • Hermann Wenzel (Komponist) — Hermann Richard Wenzel (* 16. Dezember 1863 in Großschönau, Sachsen; † 17. Juni 1944 in Großschönau) war ein deutscher Komponist. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke 3 Bibliographie / Im Dru …   Deutsch Wikipedia

  • Jens Josef — (* 5. August 1967 in Solingen Ohligs) ist ein deutscher Komponist, Flötist und Hochschullehrer. Leben Jens Josef erhielt ersten Flötenunterricht bei Rita Eggenweiler und Klaus Grünow, dem Soloflötisten des Staatstheaters Kassel, und nahm… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”