Charibert II.

Charibert II.
Ein Tremissis mit dem Portraitbild Chariberts II.

Charibert II. (* um 614; † 8. April 632) war von 629 bis 632 merowingischer Unterkönig in Aquitanien (Toulouse).

Charibert II. war ein Sohn des fränkischen Königs Chlothar II. Nach dem Tod seines Vaters 629/630 wurde das Frankenreich nicht wie bisher üblich unter den beiden Söhnen aufgeteilt, sondern Dagobert I., der ältere der beiden, trat die Nachfolge im Gesamtreich an. Charibert erhielt ein Unterkönigreich in Aquitanien. Von hier aus bekämpfte er in der Gascogne erfolgreich die Basken. Nach Chariberts Tod wurde das Unterkönigreich auch gleich wieder aufgelöst, da sein Sohn Chilperich kurz nach ihm ebenfalls starb.

Charibert II. wurde in Blaye an der Gironde in der Kirche St. Romain beerdigt.

Siehe auch: Falsche Merowinger

Literatur

  • Felix Dahn: Die Franken. Bearbeitete, ungekürzte Neuausgabe der im Verlag Baumgärtel, Berlin 1899 erschienenen 4 Bände umfassenden Urgeschichte der germanischen und romanischen Völker. Emil Vollmer Verlag, Essen 1996, ISBN 3-88851-181-X.
  • Reinhard Schneider: Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den Langobarden und Merowingern. Anton Hirsemann, Stuttgart 1972, ISBN 3-7772-7203-5 (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 3), (Zugleich: Berlin, Freie Univ., Habil.-Schr., 1970/71).
  • Karl Ferdinand Werner: Die Ursprünge Frankreichs bis zum Jahr 1000. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1995, ISBN 3-423-04653-8 (dtv 4653 dtv-Wissenschaft).


Vorgänger Amt Nachfolger
Chlothar II. König der Franken/Sonderreich Aquitanien
626–632
Chilperich von Aquitanien

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