Ramseier Suisse

Ramseier Suisse
Ramseier Suisse AG
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Rechtsform Aktiengesellschaft [1]
Gründung 2005 (Fusion)
Sitz Oberkirch, Schweiz
Leitung Jann Gehri
(CEO)
Urs Feuz
(VR-Präsident)
Mitarbeiter 350 (2004)
Umsatz 200 Mio. CHF (2004)
Branche Getränke
Produkte Süssmost, Fruchtsäfte, Erfrischungsgetränke
Website www.ramseier-suisse.ch

Die Ramseier Suisse AG (bis 2007 Unidrink AG) mit Sitz in Oberkirch ist ein Schweizer Getränkehersteller. Das zur fenaco-Gruppe gehörende Unternehmen produziert unter der Marke Ramseier Apfelsaft, Apfelschorlen, Fruchtsäfte und Apfelwein sowie unter den Marken Sinalco, Elmer Citro und Elmer Mineral Limonaden, Erfrischungsgetränke und Mineralwasser. Daneben produziert das Unternehmen auch Eigenmarken für den Schweizer Detailhandel sowie Getränke im Auftrag internationaler Grosskonzerne. Ramseier Suisse verfügt über Produktionsstandorte in Sursee, Hochdorf, Kiesen und Elm.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Unternehmen ging 2005 unter dem Namen Unidrink AG mit Sitz in Hitzkirch aus der Fusion zwischen der zur fenaco gehörenden Pomdor AG und der Publikumsgesellschaft Granador AG hervor. Daraus entstand einer der grössten Produzenten im schweizerischen Getränkemarkt mit rund 350 Mitarbeitern und einem Umsatz von 200 Millionen Schweizer Franken.[2] 2008 wurde die Unidrink AG in Ramseier Suisse AG umbenannt und der Sitz von Hitzkirch nach Oberkirch verlegt.[1][3] Die Wurzeln der einzelnen Marken reichen bis Anfang des 20. Jahrhunderts.

Ramseier

Die Marke Ramseier geht auf die 1910 gegründete Emmentalische Obstweingenossenschaft Ramsei zurück. 1977 schlossen sich die vier bernischen Mostereien Ramsei, Kiesen, Münsingen und Herzogenbuchsee zur Pomdor AG zusammen. Später schlossen sich mehrere Betriebe aus verschiedenen Teilen der Deutschschweiz der Pomdor an. 1991 übernahm Pomdor die bernische Grossmosterei Worb.

Sinalco

Im Jahr 1900 hatte sich der lippische Kaufmann und Getränkefachmann Franz Hartmann an den Naturheilkundler Friedrich Eduard Bilz gewandt. Er reiste mit der Rezeptur für einen Limetten-Extrakt nach Oberlößnitz. Die Idee gefiel Bilz, da seiner Meinung nach die im Obst enthaltenen Mineralsalze und Fruchtsäuren gesundheitsfördernd seien und der Fruchtzucker seine Energie direkt an das Blut weitergäbe. Bilz und Hartmann entwickelten so aus Südfrüchten und einheimischen Obstarten ein natürliches Fruchtgetränk, die „Bilz-Limetta“, die ab Mai 1902 als „Bilz-Brause“ bezeichnet wurde.[4]

1902 wurde eine große Werbekampagne gestartet mit dem Erfolg, dass sich die erste internationale, alkoholfreie Getränkemarke europäischen Ursprungs etablierte. Schnell kam es auch zu Nachahmern. Um 1905 kam es zu geschäftlichen Unstimmigkeiten zwischen den Partnern, und fortan entschloss sich Franz Hartmann, einen neuen Namen für die „Bilz-Brause“ zu suchen. Ein Wettbewerb brachte den Namen Sinalco hervor (nach lat.: sine alcohole – ohne Alkohol).

Im Jahr 1991 gelangte die Marke nach mehreren Eigentümerwechsel in den Besitz der Schweizer Feldschlösschen-Gruppe. Diese verkaufte 1997 die internationalen Markenrechte an die deutsche Hövelmann-Gruppe, die 1994 bereits die deutschen Markenrechte erwarb. Die Markenrechte für die Schweiz und Liechtenstein verblieben bei Feldschlösschen. Diese verkaufte 2002 die Schweizer Marke Sinalco an die Pomdor AG.[5] Ab 2005 kamen zur Originalversion von Sinalco weitere Geschmacksrichtungen hinzu.[6]

Elmer Citro / Elmer Mineral

Die Marken Elmer Citro und Elmer Mineral (1973-2002 Fontessa Elm) gehen auf das 1925 erstmals von Oskar Schärli in den alpinen St. Martinsquellen abgefüllte Mineralwasser zurück. 1927 kreiert dieser ein Zitronengetränk, das fortan unter dem Namen Elmer Citro verkauft wurde. Für die Abfüllung und den Vertrieb wurde 1929 die Elmag Glarus Mineralquellen Elm gegründet. Diese wurde in den 1970er Jahren, nachdem sie 1971 durch die Brauerei Haldengut übernommen wurde, in Mineralquellen Elm AG umbenannt.[7] Nachdem sich die Brauerei Feldschlösschen bereits 1973 an der Mineralquellen Elm AG beteiligt hatte, übernahm sie diese 1983 vollständig. 1999 verkaufte Feldschlösschen die Mineralquellen Elm AG an die Pomdor AG.[8] 2002 wurde das seit 1973 unter dem Namen Fontessa Elm vertriebene Mineralwasser wieder in Elmer Mineral umbenannt.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. a b Eintrag der Ramseier Suisse AG im Handelsregister des Kantons Luzern
  2. „Fusion auf dem Getränkemarkt“, Der Bund, 16. Februar 2005
  3. Unidrink, Medienmitteilung vom 4. März 2008
  4. Friedrich Eduard Bilz (1842–1922)
  5. Feldschlösschen, Medienmitteilung vom 18. Juni 2002: „Pomdor übernimmt Sinalco“
  6. sinalco.ch / Ramseier Suisse - Die Geschichte von Sinalco
  7. Eintrag der Mineralquellen Elm AG im Handelsregister des Kantons Glarus
  8. „Begehrtes Elmer Wasser“, GlarusSüd Anzeiger, 14. November 2008

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