Dradio

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Das Deutschlandradio (DRadio; früher DLR) produziert die beiden nationalen Hörfunkprogramme Deutschlandradio Kultur (Funkhaus Berlin) und Deutschlandfunk (Funkhaus Köln). Es ist eine am 1. Januar 1994 gegründete Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Köln und Berlin. Intendanz und Verwaltung haben ihren Sitz in Köln. Zum ersten Intendanten wurde Ernst Elitz gewählt.[1] Seit 1. April 2009 ist Willi Steul Intendant.[2]

Das Deutschlandradio hat einen Jahresetat von 180 Mio. Euro (2006).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Ehemaliges Logo

Die Körperschaft des öffentlichen Rechts Deutschlandradio, bis März 2005 DeutschlandRadio geschrieben, wurde zum 1. Januar 1994 durch einen Staatsvertrag aller 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland errichtet. Der Staatsvertrag regelt, dass in Berlin und Köln jeweils ein nationales deutschsprachiges Hörfunkprogramm produziert wird. Die Mitglieder der Körperschaft sind das ZDF und die Rundfunkanstalten der ARD. Die Programme sind werbefrei und werden aus den Rundfunkgebühren finanziert.

Deutschlandradio Kultur (DKultur), ehemals DeutschlandRadio Berlin ist das Kulturprogramm. DR Berlin ist aus dem ehemaligen West-Berliner Sender RIAS 1 und dem Ost-Berliner Sender DS Kultur hervorgegangen. Am 7. März 2005 wurde DeutschlandRadio Berlin im Zuge einer Programmreform in Deutschlandradio Kultur umbenannt. 2008 wurde Deutschlandradio mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.

Deutschlandfunk (DLF) ist das Informations- und Kulturprogramm. Es ist der Nachfolger des gleichnamigen Hörfunkprogramms, das bis 1993 von der bis dahin bestehenden eigenständigen Rundfunkanstalt Deutschlandfunk (Sitz in Köln) ausgestrahlt wurde. (Der 1994 bei der Gründung des DLR festgelegte Name DeutschlandRadio Köln hat sich nicht durchgesetzt.)

Ab 2010 ist ein drittes Vollprogramm unter dem Namen „DRadio Wissen“ geplant. Die Schwerpunkte des digital zu verbreitende Programm sind in den Bereichen Natur, Wissenschaft und Technik, den Geisteswissenschaften, Bildung und Beruf, Geschichte und Literatur, Gesundheit und Ernährung sowie Umwelt, Verbraucherschutz und Religion.

Organe

Die Leitung des Deutschlandradios obliegt dem Intendanten, der vom Hörfunkrat für eine Amtszeit von fünf Jahren gewählt wird. Dem Hörfunkrat (in anderen Rundfunkanstalten heißt dieses Gremium Rundfunkrat) gehören Vertreter aller Bundesländer, sowie Repräsentanten der Landesverbände gesellschaftlich relevanter Gruppen an. Er ist quasi das Parlament der Körperschaft DLR und Kontrollgremien auf der Programmseite. Daneben gibt es als Kontrollorgan des Intendanten in wirtschaftlichen Fragen, den Verwaltungsrat, der aus drei Vertretern der Länder, einem Vertreter des Bundes und jeweils zwei Vertretern von ARD und ZDF besteht.

Klangkörper des Deutschlandradio

Das Deutschlandradio hat keine eigenen Klangkörper. Es ist aber Hauptgesellschafter der seit dem 1. Januar 1994 bestehenden Rundfunk Orchester und Chöre GmbH. Diese ist Träger der folgenden Musikvereinigungen:

Höhendiagramm der Sendemasten der Lang- und Mittelwellensender von Deutschlandradio

Sendeanlagen

Die beiden Programme aus Berlin und Köln werden über UKW, Mittelwelle (Deutschlandradio Kultur auch im DRM-Modus) und Langwelle (DKultur nur im DRM-Modus zwischen 2 und 5 Uhr nachts) sowie digital über das Astra-Satellitensystem ausgestrahlt. Außerdem sind sie über DAB und Kabel zu empfangen. Die analoge Ausstrahlung über Astra wurde am 30. April 2009 eingestellt.[3]

Die Sendeanlagen zur Verbreitung der Programme des Deutschlandradios gehören überwiegend der Deutschen Telekom AG. Nur der Sender zur Verbreitung des Programms von Deutschlandradio in Berlin-Britz auf Mittelwelle, Kurzwelle und UKW ist Eigentum des Deutschlandradios.

Eine Liste der Live-Streams findet sich in den Artikeln zu den beiden Programmen.

Literatur

  • Manuel J. Hartung: Zu viel gespart. ARD und ZDF kassieren mehr Gebühren, das Deutschlandradio soll abgeben. Warum eigentlich? In: Berliner Zeitung, 30. Oktober 2003. (Online-Version)

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. dradio.de: Wir über uns - Willkommen, abgerufen am 2. Februar 2009.
  2. Berliner Zeitung: Steul jetzt Intendant vom Deutschlandradio, 1. April 2009 (abgerufen am 2. April 2009).
  3. dradio.de: Deutschlandradio stellt Analog-Ausstrahlung über Astra ein, 28. April 2009 (abgerufen am 2. Mai 2009).

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