Eberhard von Virneburg

Eberhard von Virneburg

Eberhard von Virneburg (* auf Burg Virneburg; † um 1340 wahrscheinlich in Bonn) war im 14. Jahrhundert Komtur mehrerer Kommenden des Deutschen Ordens und Großgebietiger.

Leben

Eberhard war ein Sohn des Grafen Heinrich von Virneburg (1238–1290) und dessen Frau Ponzetta von Oberstein (1253–1311). Er stammte aus einem Grafengeschlecht, das auf Burg Virneburg in der Eifel seinen Stammsitz hatte und das in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts auf dem Höhepunkt seiner Bedeutung stand. Zwei Söhne aus dem Geschlecht der Virneburgs waren im 14. Jahrhundert Erzbischöfe: einer, Heinrich III. von Virneburg, in Mainz, der andere, Heinrich II. von Virneburg, Eberhards Bruder, in Köln.

Eberhard errang höchste Ämter im Dienst für den Deutschen Orden. Von 1298 bis 1304 war er Komtur in Marienburg, dann von 1304 bis 1309 in Königsberg. 1309 übernahm er das Amt eines Oberstspittlers, der zu den Großgebietigern des Ordens gehörte. Bis 1310 hatte Eberhard diese Funktion inne.

Als alternder Mann zog Eberhard von Virneburg sich in das Rheinland zurück, wo erneut das Amt eines Komturs übernahm. Von 1322 bis 1327 an der Kommende in Rheinberg. 1328 wird er als Komtur von Ramersdorf genannt.

Mit Bonn verbanden ihn verwandtschaftliche Beziehungen. Sein Bruder, der Kölner Erzbischof, residierte vorzugsweise in Bonn und in Vilich waren seine Schwestern Ponzetta und Jutta Äbtissinnen.

Eine letzte Nachricht über Eberhard stammt vom 8. Dezember 1339. An diesem Tag verkündete er in einem Streit, den die Ramersdorfer Kommende mit dem Dechanten des Stifts St. Georg in Köln hatte, das Urteil.

Literatur

  • Heinrich Neu: Die Geschichte der Deutschordens-Kommende Ramersdorf. In: Bonner Geschichtsblätter - Band I, Bonn 1937.

Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Нужна курсовая?

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Virneburg (Begriffsklärung) — Virneburg steht für: eine Ortsgemeinde im Landkreis Mayen Koblenz in Rheinland Pfalz, siehe Virneburg ein Gehöft und eine Ortslage des Stadtteils Reusrath der Stadt Langenfeld, siehe Virneburg (Langenfeld) eine Burgruine im Landkreis Mayen… …   Deutsch Wikipedia

  • Virneburg (Adelsgeschlecht) — Ursprünglicher Stammsitz der Grafen von Virneburg Die Grafen von Virneburg waren ein Adelsgeschlecht, das im Mittelalter zu den einflussreichen Adelsfamilien im Rheinland gehörte. Sie hatten ihren Stammsitz auf Burg Virneburg. Ihr Territorium war …   Deutsch Wikipedia

  • Burgruine Virneburg — p3 Virneburg Ruine Virneburg Entstehungszeit: 1000 bis 1100 Burgentyp …   Deutsch Wikipedia

  • Liste von mit Bonn verbundenen Personen — Diese Liste führt Personen auf, die der Bundesstadt Bonn besonders verbunden sind. Siehe auch die Liste der Angehörigen der Rheinischen Friedrich Wilhelms Universität …   Deutsch Wikipedia

  • Stammliste von Reuß — Regenten und Linien des Hauses Reuß Vögte und Herren von Weida Herren zu Weida Erkenbert I. (* um 1090; † um 1163/69) Heinrich I. Probus (* um 1122; † um 1193) Vögte von Weida (1193–1427) Heinrich II., der Reiche (1193–1209) (* um 1164/65; † um… …   Deutsch Wikipedia

  • Bischof von Trier — Die sieben Kurfürsten wählen Heinrich VII. zum König. Die Kurfürsten, durch die Wappen über ihren Köpfen kenntlich, sind, von links nach rechts, die Erzbischöfe von Köln, Mainz und …   Deutsch Wikipedia

  • Erzbischof von Trier — Die sieben Kurfürsten wählen Heinrich VII. zum König. Die Kurfürsten, durch die Wappen über ihren Köpfen kenntlich, sind, von links nach rechts, die Erzbischöfe von Köln, Mainz und …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Erzbischöfe von Trier — Die sieben Kurfürsten wählen Heinrich VII. zum König. Die Kurfürsten, durch die Wappen über ihren Köpfen kenntlich, sind, von links nach rechts, die Erzbischöfe von Köln, Mainz und …   Deutsch Wikipedia

  • Grafen von der Mark — Wappen der Grafschaft Mark Wappen des Hauses Kleve Mark …   Deutsch Wikipedia

  • Haus von der Mark — Wappen der Grafschaft Mark Wappen des Hauses Kleve Mark …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”