Elfgen

Elfgen

Neu-Elfgen ist ein Stadtteil der Stadt Grevenbroich im Rhein-Kreis Neuss.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Neu-Elfgen grenzt im Osten an die Eisenbahnlinie Neuss-Grevenbroich-Bergheim, im Süden an die Ortschaft Laach und im Norden an Elsen.

Geschichte

Der alte Ort Elfgen gehörte im Mittelalter und in der frühen Neuzeit zum Amt Hülchrath des Kurfürstentums Köln. 1794 besetzten französische Truppen den Ort. Verwaltungsmäßig kam der Ort nun an die Mairie Elsen im gleichnamigen Kanton im Arrondissement Köln im Département de la Roer. 1815 kam der Ort an das Königreich Preußen. Ein Jahr später entstand die Gemeinde Elfgen, die zum Kreis Grevenbroich und 1929 zum Landkreis Grevenbroich-Neuß kam. Inzwischen gehörte die Gemeinde Elfgen zum Amt Elsen, dieses wurde 1930 mit dem Amt Grevenbroich vereinigt. Als 1937 das Amt Grevenbroich aufgelöst und Elsen in die Stadt Grevenbroich eingemeindet wurde, kam die Gemeinde Elfgen in das Amt Jüchen. Aufgrund des Braunkohleabbaus wurde die Gemeinde Elfgen in die Stadt Grevenbroich 1964 eingemeindet. Der Ort wurde später abgerissen und es entstand an einem neuen Ort die Ortschaft Neu-Elfgen.

Religion

  • Katholische Kirche St. Georg

Die Pfarrkirche ist dem heiligen Georg geweiht, somit ist das Patronatsfest jährlich am 23. April.

Erstmals wurde eine Elfgener Kapelle im Jahr 1069 schriftlich erwähnt. Hierbei handelte es sich aber nicht um eine Eigenkirche, da Elfgen zu dieser Zeit noch der Pfarrei Gustorf angehörte.

romanisches Portal von St. Georg

1663 wurde sie dann zu einer selbständigen Pfarrkirche erhoben. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche wegen Baufälligkeit nach einem Brand neu aufgebaut. Im Jahr 1932/33 wurde die nördliche Seitenwand geöffnet und die Pfarrkirche erweitert. Im Oktober 1985 wurde die alte Elfgener Kirche im Rahmen der Umsiedlung des Ortes wegen des Tagebaus abgerissen. Etwa 2 km nordöstlich entstand in dem neu geschaffenen Dorf Neu-Elfgen eine größere moderne Kirche. Um den alten Wurzeln der Kirche gerecht zu werden, wurde das alte romanischen Portal aus der alten Kirche ausgebaut und in den Neubau integriert.


Heute ist die Pfarre Bestandteil des Pfarrverbandes Grevenbroich Elsbach/Erft.

Einwohnerentwicklung

  • 1933: 770¹
  • 1939: 786¹
  • 31. Dezember 2005: 1.237²
  • 31. Mai 2006: 1.235²
  • ¹ Verwaltungsgeschichte des Landkreises Grevenbroich-Neuß
  • ² Angaben der Stadt Grevenbroich

Verkehr

Neu-Elfgen liegt ziemlich verkehrsgünstig. Sowohl die Anschlussstelle Grevenbroich-Gustorf der Autobahn A 540, als auch der Bahnhof Grevenbroich sind rasch zu erreichen.

Literatur

  • Heinz Ohletz: 1929-1974 Jahre Menschen Initiativen im Großkreis Grevenbroich.o.O., 1975

Weblinks

51.0868661111116.569187Koordinaten: 51° 5′ N, 6° 34′ O


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