Geostrophischer Wind

Geostrophischer Wind

Der geostrophische Wind ist ein vereinfachtes physikalisches Wind-Modell der Meteorologie auf Basis der Geostrophie, bei dem die Isobaren durch Geraden angenähert werden. Großräumig weht der Wind fast parallel zu ihnen.

Der geostrophische Wind ist die Resultierende aus Druckgradientkraft (Drift vom Hoch- zum Tiefdruckgebiet) und Corioliskraft, siehe Barisches Windgesetz. Er trifft die Wirklichkeit im Mittel einer Region auf einige Prozent genau, allerdings nur für Winde in größerer Höhe, beispielsweise besonders stark ausgeprägt als Jetstream.

In der planetaren Grenzschicht oder Peplosphäre - den unteren 1,5 bis 2 km der Erdatmosphäre - wird der Wind durch die Bodenreibung gebremst. Hier weht er nicht parallel zu den Isobaren, sondern eher in Richtung zum tieferen Luftdruck, wodurch sich die Tiefdruckgebiete nach einigen Tagen auffüllen. Die Ablenkung des Windes wird dabei zum Boden hin stärker und nimmt von oben gesehen die Form einer Spirale, der so genannten Ekman-Spirale, an (vergleiche Ekman-Spirale im Bereich Meeresströmung). Wird der Wind, wie hier beschrieben, durch Reibung oder andere Einflüsse (so genannten ageostrophischen Komponenten, z.B. der Vorticity) beeinflusst, spricht man von ageostrophischen Winden.


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  • geostrophischer Wind — geostrophischer Wind,   der bei geradlinigen Isobaren parallel zu diesen strömende Wind, bei dem sich die durch den horizontalen Druckgradienten gegebene Gradientkraft G = grad p und die immer senkrecht auf der Windrichtung stehende, auf der… …   Universal-Lexikon

  • Wind — Luftdruckausgleich; Luftstrom * * * Wind [vɪnt], der; [e]s, e: spürbar stärker bewegte Luft: ein leichter Wind erhob sich; auf den Bergen wehte ein heftiger Wind; der Wind kommt von Osten; der Wind blähte die Segel und zerrte an den Kleidern. Syn …   Universal-Lexikon

  • Mistral (Wind) — Der Mistral und seine Entstehung die Tiefdruckgebiete sind falsch gezeichnet, die Luftströmung verläuft tatsächlich gegen den Uhrzeigersinn (nördliche Hemisphäre) ins Tief hinein. Dadurch ergibt sich in dieser Konstellation ein geostrophischer… …   Deutsch Wikipedia

  • Geopotentielle Höhe — Potential (rote Kurve) im Erdgravitationsfeld Als Geopotential W bezeichnet man in der Geophysik das Schwerepotential der Erde. Es setzt sich aus dem Graviationspotential V und dem Zentrifugalpotential Φ zusammen. Jede Bewegung eines… …   Deutsch Wikipedia

  • Geopotentieller Meter — Potential (rote Kurve) im Erdgravitationsfeld Als Geopotential W bezeichnet man in der Geophysik das Schwerepotential der Erde. Es setzt sich aus dem Graviationspotential V und dem Zentrifugalpotential Φ zusammen. Jede Bewegung eines… …   Deutsch Wikipedia

  • Geopotenzial — Potential (rote Kurve) im Erdgravitationsfeld Als Geopotential W bezeichnet man in der Geophysik das Schwerepotential der Erde. Es setzt sich aus dem Graviationspotential V und dem Zentrifugalpotential Φ zusammen. Jede Bewegung eines… …   Deutsch Wikipedia

  • Geopotenzielle Höhe — Potential (rote Kurve) im Erdgravitationsfeld Als Geopotential W bezeichnet man in der Geophysik das Schwerepotential der Erde. Es setzt sich aus dem Graviationspotential V und dem Zentrifugalpotential Φ zusammen. Jede Bewegung eines… …   Deutsch Wikipedia

  • Gpdm — Potential (rote Kurve) im Erdgravitationsfeld Als Geopotential W bezeichnet man in der Geophysik das Schwerepotential der Erde. Es setzt sich aus dem Graviationspotential V und dem Zentrifugalpotential Φ zusammen. Jede Bewegung eines… …   Deutsch Wikipedia

  • Qg — bezeichnet unter anderem: quasigeostrophisch; siehe Geostrophischer Wind Quadraturgenerator; siehe Quadraturamplitudenmodulation Qualitätsgemeinschaft Urogenitalsystem und Geschlechtshormone (nach dem ATCvet Code, einem Klassierungssystem für… …   Deutsch Wikipedia

  • Luftströmung — Passanten im Wind Die Luft bewegt sich, der …   Deutsch Wikipedia

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