Glaser-Spalte

Glaser-Spalte
Fissura petrotympanica (mit Pfeilen gekennzeichnet), Blick von kaudal auf die Schädelbasis, In: Gray’s Anatomy, 20. Auflage, 1918

Die Fissura petrotympanica, nach ihrem Erstbeschreiber Johann Heinrich Glaser[1] auch Glaser-Spalte, ist eine Öffnung der Schädelbasis, durch die die Chorda tympani (Paukensaite) und die A. tympanica anterior, ein Ast der Arteria maxillaris, hindurchtreten. Die Öffnung liegt zwischen der Pars petrosa (Felsenbein) und der Pars tympanica (Paukenteil) des Schläfenbeins (Os temporale) und dorsal der Fossa mandibularis, der Gelenkfläche des Kiefergelenks.

Anmerkungen

  1. Johann Heinrich Glaser: Tractatus de cerebro. Amsterdam 1680.

Literatur

  • O. Eckerdal: The petrotympanic fissure: a link connecting the tympanic cavity and the temporomandibular joint. Cranio. 1991;9(1), S. 15–22. PMID 1843474
  • M. Chiarini et al.: Permeability of the petrotympanic fissure. Journal of Oral Rehabilitation. 2002; Volume, Number 9, S. 885

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