Hardt (Dorsten)

Hardt (Dorsten)

Hardt ist ein Stadtteil der Stadt Dorsten im Kreis Recklinghausen. Er hat 8300 Einwohner und ist zusammen mit der Feldmark der viertgrößte der elf Stadtteile.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Die Hardt grenzt unmittelbar westlich an die Dorstener Altstadt, die Grenze ist der Schölzbach und weiter die Clemens-August-Straße. Im Süden wird die Hardt von der Kirchhellener Alle gegen die Feldmark begrenzt, im Hardter Westen liegt Östrich, heute ist die Grenze die A 31 Im Norden des Stadtteils befindet sich der Wesel-Datteln-Kanal, dahinter liegt die Lippe die auch als Grenze zu Holsterhausen fungiert.

Sehenswürdigkeiten

St. Nikolaus Kirche

Zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten auf der Hardt zählt die Kirche der katholischen St.-Nikolaus-Gemeinde, ein moderner Bau mit frei stehendem Glockenturm. Außerdem gibt es hier noch die evangelische Friedenskirche. Diese Kirche ist insofern eine Besonderheit als dass sie zur Kirchengemeinde Gahlen–Hardt gehört und damit eine rheinische Kirche auf westfälischem Boden ist. Mit dem Bau des St.Elisabeth-Krankenhaus auf dem ehemaligen Gelände des "Krankenhaus Hof" in seiner jetzigen Form, welches zum Katholischen Klinikum Ruhrgebiet Nord gehört, wurde 1985 begonnen. Der Einzug der Patienten erfolgte 1989. In der Nähe des Rudervereins Dorsten Hardt am Kanal stand bis 1972 das Kohlhaus, das das Ende des „Gahlenschen Kohlenwegs“ markierte. Heute steht dort eine 4,10m hohe Stele aus Stahl und Kohle des Künstlers Hermann J. Kassel die an die lange Geschichte dieses Ortes erinnern soll.

Geschichte

Die früheste Erwähnung "Ganlingas" (Personenname plus Sippensuffix im Plural) steht im Güterverzeichnis der Abtei Echternach. Um 900 schenkt die Edelfrau Athlgard der Abtei Werden vier Höfe in der Gemarkung Gahlen, Hardt und Östrich. Vor 1045 oder 1075 überträgt die letzte Edelfrau von Dorsten Imeza (Grab im Dom zu Xanten) dem Kanonikerstift Xanten den Adelshof Dorsten und die dazugehörigen Unterhöfe, in dieser Zeit gehört die Hardt zu Dorsten ("Averbeck", d. h. "über dem [Schöls-]bach"). Erst seit dem 14 Jh. bildet der Schölsbach die Grenze zwischen Kurköln und Kleve und damit zwischen Dorsten und Gahlen-Hardt. 1552 wurde die Gemeinde Gahlen aus eigenem Antrieb lutherisch. Im Jahr 1614 gehen im Vertrag von Xanten das Herzogtum Kleve, und damit Gahlen und die Hardt, an Brandenburg Preußen über. 1815 gehört die Bürgermeisterei Gahlen mit ihren Bauernschaften Besten, Östrich und Hardt zum Kreis Dinslaken. Das Gesetz zur Neuregelung des Rheinisch-Westfälischen Industriegebiets schlägt 1929 die Hardt der Stadt Dorsten zu. Der Hardtberg und Östrich kommen erst 1975 durch die kommunale Neuordnung als Ortsteil zur Stadt Dorsten.

Bildung

Auf der Hardt befinden sich zwei Grundschulen (Pestalozzi-Schule und die „Agatha 2“ eine Zweigstelle der St.-Agatha-Grundschule in der Altstadt), eine Hauptschule (Geschwister-Scholl-Schule), sowie die private Mädchen-Realschule St. Ursula.

Vereine

Bedeutendster Verein im Stadtteil Hardt ist der SV Dorsten-Hardt. Daneben gibt es u. a. einen Schießsportverein und den Allgemeinen Bürgerschützenverein Dorsten-Hardt.

Weblinks

 Commons: Dorsten-Hardt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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