Joachim Christian von Blumenthal

Joachim Christian von Blumenthal
Joachim Christian Graf von Blumenthal (Quelle: „Berlinische Monatsschrift“, Juli-Dezember 1789)
Stammwappen der
Familie von Blumenthal

Joachim Christian Graf von Blumenthal (* 6. Dezember 1720 auf Gut Quackenburg, Hinterpommern; † 17. März 1800 in Berlin) war Minister beim preußischen Generaldirektorium.


Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Blumenthal war Erbherr auf Steinhöfel (Brandenburg), Groß Möllen (Pommern), Loiste und hatte darüber hinaus weiteren Besitz. Er trat in den Staatsdienst als Auskultator ein. Im Jahr 1743 wurde er zum Kriegs- und Domänenrat ernannt. In dieser Funktion arbeitete er zunächst bei der Kriegs- und Domänenkammer in Gumbinnen und wechselte 1746 nach Königsberg. Im Jahr 1755 wurde er Präsident der Kriegs- und Domänenkammer in Magdeburg. In dieser Funktion wurde Friedrich II. auf ihn aufmerksam und ernannte Blumenthal im Jahr 1763 zum wirklichen Geheimen Staats-, Kriegs- und dirigierenden Minister und zum Vizepräsidenten des General-Ober-Finanz-Kriegs- und Domainen-Direktorium in Berlin.[1] Dort war er zuständig für die Provinzen Preußen und Litauen. Außerdem unterstand ihm der Tresor der Behörde. Auch die Verwaltung der Salinen und anderer Salzsachen unterstand seiner Verwaltung. Im Jahr 1769 wechselte er die Zuständigkeiten und war von nun an für Pommern und die neumärkischen Gebiete zuständig.

König Friedrich Wilhelm II. erhob Blumenthal am 2. Oktober 1786 in den preußischen Grafenstand, die kurfürstlich sächsische Anerkennung des Grafenstandes folgte erst am 31. Oktober 1795.[2]

Im Jahr 1786 wurde ihm auch die Amtshauptmannschaft in Treptow an der Rega mit einem jährlichen Gehalt von 500 Talern übertragen. Ein Jahr später erhielt er den schwarzen Adlerorden. Im Jahr 1798 schied Blumenthal auf eigenen Wunsch aus dem Staatsdienst aus, behielt aber bis zum Lebensende die Aufsicht über den Tresor des Generaldirektoriums.

Blumenthal heiratete in erster Ehe am 2. Oktober 1749 auf Gut Groß Machmin (später Ortsteil von Stolpmünde, Pommern) Katharina Sophie Auguste von der Gröben (* 1728), die Tochter des Staatsministers von der Gröben. In zweiter Ehe heiratete er im Jahr 1781 Louise Wilhelmine von Polenz (1740–1792), die Tochter des Wilhelm von Polenz und der Marie Elisabeth von Flanss. Aus beiden Ehen sind einige Töchter hervorgegangen, männliche Nachkommen hinterließ er nicht.[1]

Ehrungen

Literatur

Quellen

  1. a b Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. 1. Band, Friedrich Voigt, Leipzig 1859, S. 483–484.
  2. Walter von Hueck: Adelslexikon Band I (= Genealogisches Handbuch des Adels. Band 53). C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1972, S. 444.



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